1.1 Unterstützte Konfigurationen

PlateSpin Protect unterstützt die meisten Hauptversionen der Betriebssysteme Microsoft Windows, SUSE Linux Enterprise Server und Red Hat Enterprise Linux. Außerdem werden ausgewählte Versionen der Betriebssysteme Novell Open Enterprise Server, Oracle Enterprise Linux und CentOS unterstützt.

In diesem Abschnitt werden alle von PlateSpin Protect unterstützten Plattformkonfigurationen beschrieben, außerdem die Software-, Hardware- und Virtualisierungsumgebungen, die für den Schutz und die Wiederherstellung der Workloads erforderlich sind. Bei einigen Konfigurationen gelten besondere Schritte für das Einrichten und Wiederherstellen der Workloads; dies ist dort jeweils vermerkt. Lesen Sie in jedem Fall die angegebenen weiterführenden Informationen in der Online-Dokumentation oder in den Knowledgebase-Artikeln, bevor Sie den Workload einrichten.

HINWEIS:Alle hier nicht erwähnten Konfigurationen werden nicht unterstützt, allerdings sind zahlreiche Verbesserungen in PlateSpin Protect eine direkte Reaktion auf die Anregungen unserer Kunden. Sie können mit dazu beitragen, dass unser Produkt Ihre Anforderungen voll und ganz erfüllt. Falls Sie an einer nicht aufgeführten Plattformkonfiguration interessiert sind, wenden Sie sich bitte an den Technischen Support. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

1.1.1 Unterstützte Windows-Workloads

PlateSpin Protect unterstützt Workloads für die unter Tabelle 1-1 aufgeführten Versionen von Microsoft Windows-Betriebssystemen.

Sowohl die Reproduktionen auf Dateiebene als auch die auf Blockebene werden unterstützt, mit bestimmten Einschränkungen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in Abschnitt 1.2, Unterstützte Datenübertragungsmethoden.

HINWEIS:Für Desktop-Workloads (Arbeitsstation-Workloads) wird der Schutz nicht unterstützt.

Tabelle 1-1 Unterstützte Windows-Workloads

Betriebssystem

Anmerkungen

Server

Windows Server 2016

Für den Schutz von Windows Server 2016-Servern ist VMware 6.0 (oder höher) erforderlich.

  • Windows Server 2012 R2
  • Windows Server 2012

Umfasst Domänencontroller (DC)- und Small Business Server (SBS)-Editionen.

Weitere Informationen zum Konvertieren von Active Directory-Domänencontrollern finden Sie im Knowledgebase-Artikel 7920501.

  • Windows Server 2008 R2 (64-Bit)
  • Windows Server 2008 (64-Bit)
  • Windows Server 2008, aktuelles SP (32-Bit)

Umfasst Domänencontroller (DC)- und Small Business Server (SBS)-Editionen.

Weitere Informationen zum Konvertieren von Active Directory-Domänencontrollern finden Sie im Knowledgebase-Artikel 7920501.

  • Windows Server 2003 R2 (64-Bit)
  • Windows Server 2003 R2 (32-Bit)
  • Windows Server 2003 mit aktuellem SP (64-Bit)
  • Windows Server 2003 mit aktuellem SP (32-Bit)

Windows 2003 erfordert SP1 oder höher für die blockbasierte Reproduktion.

Cluster

  • Auf Windows Server 2016 basierender Microsoft-Failover-Cluster

Für den Schutz von Windows Server 2016-Clustern ist VMware 6.0 (oder höher) erforderlich.

Unterstützte Modelle: Node and Disk Majority Quorum und No Majority: Disk Only Quorum.

Die Unterstützung umfasst die blockbasierte Datenübertragung mit einem Treiber (nur Fibre Channel SANs) oder ohne einen Treiber für inkrementelle Reproduktionen für Cluster. Die dateibasierte Reproduktion wird nicht unterstützt.

ACHTUNG:Versuchen Sie nicht, den blockbasierten Treiber auf Clustern mit freigegebenen iSCSI-Laufwerken zu verwenden. Dadurch können die Cluster nicht mehr verwendet werden.

Weitere Informationen hierzu finden Sie in Vorbereiten des Windows-Cluster-Schutzes.

  • Auf Windows Server 2012 R2 basierender Microsoft-Failover-Cluster
  • Auf Windows Server 2008 R2 basierender Microsoft-Failover-Cluster
  • Auf Windows Server 2003 R2 basierender Windows-Cluster-Server

Unterstütztes Modell: Single-Quorum Device Cluster.

Die Unterstützung umfasst lediglich die treiberlose blockbasierte Datenübertragung für inkrementelle Reproduktionen für Cluster. Die dateibasierte Reproduktion wird nicht unterstützt.

Weitere Informationen hierzu finden Sie in Vorbereiten des Windows-Cluster-Schutzes.

Hyper-V-Hosts

  • Windows Server 2012 R2 mit Hyper-V-Rolle
  • Windows Server 2012 mit Hyper-V-Rolle

Schutz für einen Windows-Server, der als Hyper-V-Host fungiert, und die zugehörigen Volumes. Separater Schutz der einzelnen VMs.

Konfigurationsanforderungen unter Windows

Windows-Aktualisierungen

Wenden Sie in jedem Fall die Windows-Updates auf Ihrem Quellsystem an, bevor Sie die erste vollständige Reproduktion ausführen.

Domänencontroller und Virenschutzprogramme

Wenn es sich bei dem Windows-Computer um einen Domänencontroller handelt, stellen Sie sicher, dass die Anti-Viren-Software des Systems während der Reproduktion ebenfalls deaktiviert ist.

1.1.2 Unterstützte Linux-Workloads

PlateSpin Protect unterstützt Workloads für die unter Tabelle 1-2 aufgeführten Distributionen von Linux-Betriebssystemen.

Die Reproduktion von geschützten Linux-Workloads erfolgt ausschließlich auf Blockebene. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Anforderung eines blkwatch-Treibers.

Tabelle 1-2 Unterstützte Linux-Workloads

Betriebssystem

Version

Anmerkungen

Server

  • Red Hat Enterprise Linux (RHEL)
  • 7.0 bis 7.3
  • 6.0 bis 6.9
  • 5.x
  • 4.x

Eine Liste der unterstützten Linux-Kernelversionen und Architekturen für RHEL-Distributionen finden Sie in Von Protect unterstützte Linux-Distributionen.

PlateSpin Protect bietet keine Unterstützung für das XFS-Dateisystem Version 5 (v5) unter RHEL 7.3 und unter Distributionen auf der Grundlage von RHEL 7.3.

Für Red Hat Enterprise Linux 6.7, Oracle Linux 6.7- und CentOS 2.6-Workloads mit LVM-Volumes wird eine inkrementelle Reproduktion nur für den neuesten verfügbaren Kernel (Version 2.6.32-642.13.1.el6.x86_64) für die RHEL 6.7-Distribution unterstützt. Dies ist der gleiche Kernel, der von der RHEL 6.8-Distribution verwendet wird.

  • SUSE Linux Enterprise Server (SLES)
  • 11 SP1 bis 11 SP4
  • 10.x
  • 9.x

Eine Liste der unterstützten Linux-Kernelversionen und Architekturen für SLES-Distributionen finden Sie in Von Protect unterstützte Linux-Distributionen.

Die Kernel-Version 3.0.13 von SLES 11 SP 3 wird nicht unterstützt. Rüsten Sie auf die Kernel-Version 3.0.27 oder höher auf, bevor Sie den Workload inventarisieren.

  • Open Enterprise Server (OES)
  • 2015 SP1
  • 11 SP1 bis 11 SP3
  • 2 SP3

Weitere Informationen hierzu finden Sie in SUSE Linux Enterprise Server (SLES).

Für OES 2015 SP1 unterstützt Protect NSS32-Bit-Pools mit einer Größe von bis zu 8 TB; NSS64-Bit-Pools werden nicht unterstützt.

Eine Liste der unterstützten Linux-Kernelversionen und Architekturen für SLES-Distributionen finden Sie in Von Protect unterstützte Linux-Distributionen.

Die Standard-Kernel-Version 3.0.13 unter OES 11 SP2 wird nicht unterstützt. Rüsten Sie auf die Kernel-Version 3.0.27 oder höher auf, bevor Sie den Workload inventarisieren.

Oracle Linux (OL) (früher Oracle Enterprise Linux (OEL))

Weitere Informationen hierzu finden Sie in Red Hat Enterprise Linux (RHEL).

Eine Liste der unterstützten Linux-Kernelversionen und Architekturen für RHEL-Distributionen finden Sie in Von Protect unterstützte Linux-Distributionen.

blkwatch-Treiber sind für den standardmäßigen Red Hat Compatible Kernel (RHCK) und Unbreakable Enterprise Kernel (UEK) in OEL 6 U7 (oder höher) verfügbar, wie unter Liste der Verteilungen angegeben.

Workloads mit dem Unbreakable Enterprise Kernel werden in PlateSpin Protect 11.2 (oder früher) nicht unterstützt.

Bei Oracle Linux 6 U7 bieten die blkwatch-Treiber für die Kernel-Version 2.6.32-573 keine Unterstützung für die inkrementelle Reproduktion von Workloads mit LVM-Volumes. Aktualisieren Sie den Kernel und verwenden Sie dann RHEL 6 U7-Treiber für Kernel 2.6.32-642.

  • CentOS

Weitere Informationen hierzu finden Sie in Red Hat Enterprise Linux (RHEL).

Eine Liste der unterstützten Linux-Kernelversionen und Architekturen für RHEL-Distributionen finden Sie in Von Protect unterstützte Linux-Distributionen.

CentOS 7.x erfordert VMware 5.5 (oder höher).

Konfigurationsanforderung für Linux-Workloads

Anforderung eines blkwatch-Treibers

Zur blockbasierten Datenübertragung für einen Linux-Workload in PlateSpin Protect ist ein blkwatch-Treiber erforderlich, der speziell für die zu schützende Linux-Distribution kompiliert ist. Die PlateSpin Protect-Software umfasst vorkompilierte Versionen des blkwatch-Treibers für viele fehlerfreie Linux-Verteilungen (32-Bit und 64-Bit). Sie können auch einen benutzerdefinierten Treiber erstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Von Protect unterstützte Linux-Distributionen.

1.1.3 Unterstützte VM-Container

Ein VM-Container ist eine Schutz-Infrastruktur, die als Host für die regelmäßig aktualisierte und bootfähige virtuelle Reproduktion eines geschützten Workloads agiert.

Unterstützte VMware-Plattformen

Unter Tabelle 1-3 finden Sie eine Liste der unterstützten VMware-Plattformen. Die Plattformen werden als Schutzcontainer und Failback-Container unterstützt.

HINWEIS:Der Schutz von Workloads durch einen Ziel-VM-Container ist abhängig von der Unterstützung des Gast-Betriebssystems auf dem Ziel-Host durch den Host-Anbieter. Weitere Informationen zu Ihren Ziel-VMware-Hosts finden Sie im VMware Compatibility Guide (VMware-Kompatibilitätshandbuch).

Die Container-Infrastruktur kann entweder ein VMware ESXi-Server oder ein VMware DRS-Cluster sein. Weitere Informationen zu den Konfigurationsvoraussetzungen für VMware DRS-Cluster finden Sie unter Unterstützung für VMware DRS-Cluster als Container.

Tabelle 1-3 Plattformen, die als VM-Container unterstützt werden

Container

Version

Anmerkungen

VMware vCenter oder ESXi

6.5

Als VM-Container darf der DRS-Cluster nur aus ESXi 6.5-Servern bestehen und kann nur von vCenter 6.5 verwaltet werden.

VMware vCenter oder ESXi

6.0 (GA2, U2, U3)

Als VM-Container darf der DRS-Cluster nur aus ESXi 6.0-Servern bestehen und kann nur von vCenter 6.0 verwaltet werden.

VMware vCenter oder ESXi

5.5 (GA2, U2, U3)

Als VM-Container darf der DRS-Cluster nur aus ESXi 5.5-Servern bestehen und kann nur von vCenter 5.5 verwaltet werden.

VMware vCenter oder ESXi

5.1 (GA2, U2, U3)

Als VM-Container darf der DRS-Cluster nur aus ESXi 5.1-Servern bestehen und kann nur von vCenter 5.1 verwaltet werden.

VMware vCenter oder ESXi

4.1 (GA2, U3)

Als VM-Container darf der DRS-Cluster nur aus ESXi 4.1-Servern bestehen und kann nur von vCenter 4.1 verwaltet werden.

HINWEIS:Ihre VMware ESXi-Hosts erfordern eine erworbene Lizenz. Der Schutz wird bei diesen Systemen nicht unterstützt, wenn sie mit einer kostenlosen Lizenz ausgeführt werden.

Unterstützung für VMware DRS-Cluster als Container

Um ein gültiges Schutzziel sein zu können, muss Ihr VMware DRS-Cluster dem Satz der (inventarisierten) Container als VMware-Cluster hinzugefügt werden. Sie sollten nicht versuchen, einen DRS-Cluster als einen Satz von individuellen ESX-Servern hinzuzufügen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Hinzufügen von Containern (Schutzziele).

Außerdem muss Ihr VMware-Cluster die folgenden Konfigurationsanforderungen erfüllen:

  • DRS muss aktiviert und auf Teilweise automatisiert oder auf Vollautomatisch gesetzt sein. (Die Einstellung Manuell ist nicht zulässig.)

  • Mindestens eine Datenablage muss für alle VMware-Hosts im VMware-Cluster freigegeben sein.

  • Mindestens ein vSwitch und eine virtuelle Portgruppe bzw. ein dezentraler vNetwork-Schalter muss für alle VMware-Hosts im VMware-Cluster gleich sein.

  • Die Failover-Workloads (VMs) für jeden Schutzvertrag müssen ausschließlich in Datenablagen, vSwitches und virtuellen Portgruppen platziert werden, die über alle VMware-Hosts im VMware-Cluster gemeinsam genutzt werden.

Unterstützung für VMware vCenter Site Recovery Manager

PlateSpin Protect unterstützt das Kopieren von reproduzierten VMs in einen Remote-Wiederherstellungsstandort mit VMware vCenter Site Recovery Manager (SRM). Weitere Informationen hierzu finden Sie in Abschnitt 6.7, Konfigurieren der Unterstützung für VMware vCenter Site Recovery Manager.

Unterstützung zum Schutz der Mehrmandantenfähigkeit auf VMware

PlateSpin Protect unterstützt die Mehrmandantenfähigkeit in VMware. Mehrere Protect-Server können gemeinsam ein VMware-Cluster-Backend nutzen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Einrichten der Protect-Mehrmandantenfähigkeit auf VMWare.

1.1.4 Unterstützte Workload-Architekturen

PlateSpin Protect unterstützt die folgenden x86-basierten Computerarchitekturen:

Prozessor und Betriebssystemarchitektur

PlateSpin Protect unterstützt den Schutz und die Wiederherstellung von x64- und x86-Architekturen für physische und virtuelle Workloads in Ihrem Rechenzentrum:

  • 64 Bit

  • 32 Bit

Kerne und Sockets für Ziel-VMs

Für unterstützte VM-Container mit VMware 5.1 (oder höher) und mindestens VM-Hardware-Ebene 8 können Sie in PlateSpin Protect die Anzahl der Sockets sowie die Anzahl der Kerne pro Socket für den Failover-Workload angeben. Die Gesamtzahl der Kerne wird automatisch berechnet. Dieser Parameter gilt für die anfängliche Einrichtung eines Workloads mit der anfänglichen Reproduktionseinstellung Vollständig.

HINWEIS:Die maximale Anzahl der Kerne, die ein Workload nutzen kann, ist abhängig von externen Faktoren, beispielsweise vom Gast-Betriebssystem, von der VM-Hardware-Version, der VMware-Lizenzierung für den ESXi-Host und den berechneten ESXi-Host-Höchstwerten für vSphere. Weitere Informationen finden Sie unter ESXi/ESX-Konfigurationshöchstwerte (VMware-Knowledge Base 1003497).

In bestimmten Distributionen von Gast-Betriebssystemen wird die Konfiguration der Kerne und der Kerne pro Socket unter Umständen nicht berücksichtigt. Gast-Betriebssysteme mit SLES 10 SP4 und OES 2 SP3 behalten beispielsweise die ursprünglich installierten Einstellungen für Kerne und Sockets bei, während andere SLES-, RHEL- und OES-Distributionen die Konfiguration beachten.

Virtuelle CPUs für Ziel-VMs

Für VM-Container mit VMware 4.1 können Sie in PlateSpin Protect die erforderliche Anzahl von vCPUs (virtuellen CPUs) angeben, die dem Failover-Workload zugewiesen werden sollen. Dieser Parameter gilt für die anfängliche Einrichtung eines Workloads mit der anfänglichen Reproduktionseinstellung Vollständig. Die vCPUs werden im Gast-Betriebssystem auf dem VM-Container jeweils als CPU mit einem einzelnen Kern und einem einzelnen Socket dargestellt.

UEFI- und BIOS-Firmware

PlateSpin Protect unterstützt die UEFI- und BIOS-Firmware-Schnittstellen für Windows- und Linux-Workloads.

HINWEIS:Wenn Sie einen UEFI-basierten Workload schützen und während des gesamten Lebenszyklus des geschützten Workloads denselben Firmware-Bootmodus nutzen möchten, muss ein Container mit vSphere 5.0 (oder höher) als Ziel verwendet werden.

Die folgenden Beispiele zeigen das Protect-Verhalten beim Schutz und Failback zwischen UEFI- und BIOS-basierten Systemen:

  • Wenn Sie einen UEFI-basierten Workload auf einen Container mit VMware vSphere 4 übertragen.x (der UEFI nicht unterstützt) führt Protect zum Zeitpunkt des Failbacks einen Übergang der UEFI-Firmware des Workloads zur BIOS-Firmware durch. Wenn dann das Failback auf einem UEFI-basierten physischen Computer ausgewählt wird, kehrt Protect den Firmware-Übergang von BIOS zu UEFI wieder um.

  • Wenn Sie versuchen, ein Failback eines geschützten Windows 2003-Workloads auf einen UEFI-basierten physischen Computer durchzuführen, analysiert Protect die Auswahl und Sie werden benachrichtigt, dass dies nicht zulässig ist. Das bedeutet, dass der Firmware-Übergang von BIOS zu UEFI nicht unterstützt wird, da Windows 2003 den UEFI-Bootmodus nicht unterstützt.

  • Wenn Sie einen UEFI-basierten Ursprung auf einem BIOS-basierten Ziel schützen, migriert Protect die Startlaufwerke des UEFI-Systems (bislang GPT) zu MBR-Laufwerken. Bei einem Failback dieses BIOS-Workloads auf einen UEFI-basierten physischen Computer werden die Startlaufwerke wieder zu GPT zurückkonvertiert.

Bei Windows-Workloads spiegelt PlateSpin Protect die Microsoft-Unterstützung für UEFI- oder BIOS-basierte Windows-Workloads wider. Hierbei werden Workloads vom Ursprung zum Ziel übertragen, während die unterstütze Firmware für das zugehörige Ursprungs- bzw. Zielbetriebssystem durchgesetzt wird. Sowohl blockbasierte als auch dateibasierte Übertragungen werden unterstützt. Dies gilt auch für das Failback auf einen physischen Computer. Sobald ein Übergang (Failover oder Failback) zwischen UEFI- und BIOS-Systemen eingeleitet wird, analysiert Protect diesen Übergang, und Sie erhalten eine Mitteilung über dessen Gültigkeit.

1.1.5 Unterstützter Speicher

PlateSpin Protect unterstützt die nachfolgenden Speicherkonfigurationen für Windows- und Linux-Workloads.

Speicherdatenträger

PlateSpin Protect unterstützt mehrere Arten von Ursprungsspeicherdatenträgern, darunter einfache Festplatten, dynamische Windows-Datenträger, LVM2, RAID und SAN.

Sie können angeben, ob virtuelle Datenträger auf den geschützten VM-Reproduktionen per Thin Provisioning oder Thick Provisioning bereitgestellt werden sollen.

HINWEIS:Für Speicherdatenträger gelten die folgenden Einschränkungen:

  • Dynamische Festplatten unter Windows: PlateSpin Protect unterstützt keine dynamischen Windows-Datenträger im Ziel.

    Bei dynamischen Datenträgern befolgt der Speicher nicht die Zuordnungsstrategie „Wie Ursprung“. Sowohl einfache dynamische Volumes als auch übergreifende dynamische Volumes werden im Ziel-Workload als einfache Basis-Volume-Datenträger behandelt. Der Zieldatenträger wird mit GPT partitioniert, wenn die Gesamtgröße der Mitgliedsdatenträger im dynamischen Volume die maximal zulässige MBR-Partitionsgröße überschreitet. Weitere Informationen finden Sie unter Microsoft TechNet: Understanding the 2 TB limit in Windows Storage (Die 2-TB-Höchstgrenze für Windows-Speicher).

  • Linux-Software-RAID: PlateSpin Protect unterstützt keine Linux-Workloads mit Volumes auf Software-RAIDs.

Partitionierungsschemata

PlateSpin Protect unterstützt die Partitionierungsschemata MBR (Master Boot Record) und GPT (GUID-Partitionstabelle) für Windows- und Linux-Workloads. Die Workloads und der Speicher für den Schutz müssen auf Datenträgern konfiguriert sein, die mit MBR oder GPT partitioniert sind. Bei GPT sind bis zu 128 Partitionen pro Festplatte zulässig; PlateSpin Protect unterstützt jedoch nur maximal 57 GPT-Partitionen pro Festplatte.

Windows-Dateisysteme

PlateSpin Protect unterstützt auf allen unterstützten Windows-Systemen ausschließlich das NTFS-Dateisystem.

Linux-Dateisysteme

PlateSpin Protect unterstützt die Dateisysteme EXT2, EXT3, EXT4, REISERFS, XFS und NSS (nur Open Enterprise Server) jeweils nur mit blockbasierter Übertragung.

HINWEIS:Das Dateisystem XFS v5 wird für Red Hat Enterprise Linux 7.3 und die auf dieser Version basierenden Distributionen nicht unterstützt.

HINWEIS:Verschlüsselte Workload-Volumes auf dem Ursprung werden auf dem virtuellen Failover-Computer entschlüsselt.

Linux-Speicherfunktionen

Bei Linux-Workloads unterstützt PlateSpin Protect zusätzlich folgende Speicher:

  • Nicht-Volume-Speicher wie eine Swap-Partition, die mit dem Ursprungs-Workload verknüpft ist, werden im Failover-Workload neu erstellt.

  • Das Layout der Volume-Gruppen und logischen Volumes wird beibehalten, sodass Sie es während des Failbacks neu erstellen können.

  • LVM-Rohdatenträger-Volumes werden in Speicherkonfigurationen des Typs „Wie Ursprung“ in Linux-Workloads unterstützt.

  • (OES-11-) NLVM-Layouts (Novell Linux Volume Management) von Ursprungs-Workloads werden beibehalten und im VM-Container neu erstellt. NSS-Pools werden vom Ursprung in die Wiederherstellungs-VM kopiert.

  • (OES 2-) EVMS-Layouts von Ursprungs-Workloads werden beibehalten und im VM-Container neu erstellt. NSS-Pools werden vom Ursprung in die Wiederherstellungs-VM kopiert.

1.1.6 Unterstützte Landessprachen

Neben Englisch bietet PlateSpin Protect auch landessprachliche Unterstützung (National Language Support, NLS) für die Installation und Nutzung auf Computern, die für die folgenden internationalen Sprachen konfiguriert sind:

  • Chinesisch (vereinfacht) (zh-cn)

  • Chinesisch (traditionell) (zh-tw)

  • Französisch (fr)

  • Deutsch (de)

  • Japanisch (ja)

TIPP:Weitere internationale Versionen werden eingeschränkt unterstützt; beispielweise kann die Aktualisierung von Systemdateien in anderen Sprachen erfolgen.

Für diese Sprachen sowie für Spanisch (es) steht eine lokalisierte Online-Dokumentation zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Nutzung der Weboberfläche in einer dieser Sprachen finden Sie unter Konfigurieren der Spracheinstellungen für internationale Versionen.

1.1.7 Unterstützte Webbrowser

Die meisten Aktionen mit dem Produkt führen Sie über die browserbasierte Weboberfläche durch.

Die folgenden Browser werden unterstützt:

  • Google Chrome, Version 34.0 und höher

  • Microsoft Internet Explorer, Version 11.0 und höher

  • Mozilla Firefox, Version 29.0 und höher

HINWEIS:JavaScript (Active Scripting) muss in Ihrem Browser aktiviert sein.

Informationen zur Verwendung der PlateSpin Protect-Weboberfläche in einer der unterstützten internationalen Sprachen finden Sie unter Konfigurieren der Spracheinstellungen für internationale Versionen.