Mit PlateSpin Protect können Sie ihre Workloads lokal schützen und sie mithilfe einer zusätzlichen Methode an einem Remotestandort, wie einem SAN, reproduzieren. Sie können beispielsweise mit VMware vCenter Site Recovery Manager (SRM) eine komplette Datenablage reproduzierter Ziel-VMs an einem Remotestandort reproduzieren. In diesem Fall sind spezifische Konfigurationsschritte erforderlich, um sicherzustellen, dass die Ziel-VMs reproduziert werden können und ordnungsgemäß funktionieren, sobald sie am Remotestandort eingeschaltet werden.
Workloads, die von PlateSpin Protect reproduziert und vom VMware vCenter (SRM) verwaltet werden, funktionieren nahtlos, wenn Sie PlateSpin Protect wie folgt für die Unterstützung für SRM konfigurieren:
Konfigurieren Sie eine Einstellung, damit die PlateSpin Protect-ISO und -Datenträger in derselben Datenablage gespeichert werden wie die VMware .vmx- und .vmdk-Dateien.
Bereiten Sie die PlateSpin Protect-Umgebung auf das Kopieren der VMware Tools auf das Failover-Ziel vor. Dazu müssen einige Dateien manuell erstellt und kopiert werden. Außerdem müssen Konfigurationseinstellungen vorgenommen werden, um den Installationsprozess der VMware Tools zu beschleunigen.
So stellen Sie sicher, dass die Workload-Dateien in derselben Datenablage gespeichert sind:
Öffnen Sie die Webseite für die Konfiguration. Rufen Sie hierzu in einem Webbrowser die URL https://Your_PlateSpin_Server/platespinconfiguration/ auf.
Navigieren Sie auf der Webseite für die Konfiguration zum Serverparameter CreatePSFilesInVmDatastore, und ändern Sie den Wert in wahr.
HINWEIS:Die für das Konfigurieren des Reproduktionsvertrags verantwortliche Person muss sicherstellen, dass für alle VM-Zieldatenträgerdateien dieselbe Datenablage angegeben ist.
Speichern Sie die Einstellungen und schließen Sie die Seite.
Die Setup-Pakete für die VMware Tools können während der Reproduktion auf das Failover-Ziel kopiert werden, sodass sie beim Start der VM vom Konfigurationsdienst installiert werden können. Dieser Vorgang wird automatisch ausgeführt, wenn das Failover-Ziel eine Verbindung zum PlateSpin Server herstellen kann. Wird der Vorgang nicht ausgeführt, müssen Sie die Umgebung vor der Reproduktion entsprechend vorbereiten.
So bereiten Sie Ihre Umgebung vor:
Rufen Sie die VMware Tools-Pakete von einem ESX-Host ab:
Kopieren Sie mit scp das Image windows.iso aus dem Verzeichnis /usr/lib/vmware/isoimages auf einem zugänglichen VMware-Host in einen lokalen temporären Ordner.
Öffnen Sie das ISO-Image, extrahieren Sie die Setup-Pakete und speichern Sie sie an einem verfügbaren Speicherort:
VMware 5.x (oder höher): Die Setup-Pakete bestehen aus den Dateien setup.exe und setup64.exe.
VMware 4.x: Die Setup-Pakete bestehen aus den Dateien VMware Tools.msi und VMware Tools64.msi.
Erstellen Sie OFX-Pakete aus den extrahierten Setup-Paketen:
Komprimieren Sie das gewünschte Paket. Stellen Sie dabei sicher, dass sich die Setup-Installationsdatei auf der Root-Ebene des .zip-Archivs befindet.
Benennen Sie das .zip-Archiv in 1.package um, sodass es als OFX-Paket verwendet werden kann.
HINWEIS:Wenn Sie ein OFX-Paket von mehr als einem Setup-Paket erstellen möchten, beachten Sie, dass für jedes Setup-Paket ein eigenes eindeutiges .zip-Archiv erforderlich ist.
Da jedes Paket den gleichen Namen (1.package) hat, müssen Sie beim Speichern mehrerer .zip-Archive als OFX-Paket für jedes Paket ein eigenes Unterverzeichnis anlegen.
Kopieren Sie das entsprechende OFX-Paket (1.package) in das Verzeichnis %Programme (x86)%\PlateSpin\Packages\%GUID% auf dem PlateSpin-Server.
Der Wert %GUID% hängt von der Version Ihres VMware-Servers und der Architektur der VMware Tools ab (siehe Tabelle 6-4). Kopieren Sie das Paket mit dem entsprechenden GUID-Wert in das richtige Verzeichnis.
Tabelle 6-4 GUIDs für die VMware Tools-Verzeichnisnamen
|
VMware Server Version |
VMware Tools-Architektur |
GUID |
|---|---|---|
|
6.5 |
x86 |
D61C0FCA-058B-42C3-9F02-898F568A3071 |
|
6.5 |
x64 |
5D3947B7-BE73-4A00-A549-B15E84B98803 |
|
6.0 |
x86 |
311E672E-05BA-4CAF-A948-B26DF0C6C5A6 |
|
6.0 |
x64 |
D7F55AED-DA64-423F-BBBE-F1215529AD03 |
|
5.5 |
x86 |
660C345A-7A91-458b-BC47-6A3914723EF7 |
|
5.5 |
x64 |
8546D4EF-8CA5-4a51-A3A3-6240171BE278 |
|
5.1 |
x86 |
34DD2CBE-183E-492f-9B36-7A8326080755 |
|
5.1 |
x64 |
AD4FDE1D-DE86-4d05-B147-071F4E1D0326 |
|
5,0 |
x86 |
AD4FDE1D-DE86-4d05-B147-071F4E1D0326 |
|
5,0 |
x64 |
F7C9BC91-7733-4790-B7AF-62E074B73882 |
|
4.1 |
x86 |
F2957064-65D7-4bda-A52B-3F5859624602 |
|
4.1 |
x64 |
80B1C53C-6B43-4843-9D63-E9911E9A15D5 |
|
4.0 |
x86 |
D052CBAC-0A98-4880-8BCC-FE0608F0930F |
|
4.0 |
x64 |
80B50267-B30C-4001-ABDF-EA288D1FD09C |
Nach dem Booten des Failover-Ziels wird der Konfigurationsdienst gestartet, um die Verwendung der VM vorzubereiten. Er bleibt jedoch einige Minuten inaktiv und wartet auf Daten vom PlateSpin Server bzw. sucht auf der CD ROM nach VMware Tools.
So verkürzen Sie die Wartezeit:
Navigieren Sie auf der Webseite für die Konfiguration zur Konfigurationseinstellung ConfigurationServiceValues, und ändern Sie den Wert der untergeordneten Einstellung WaitForFloppyTimeoutInSecs in null (0).
Navigieren Sie auf der Webseite für die Konfiguration zum Parameter ForceInstallVMToolsCustomPackage, und ändern Sie den Wert in wahr.
Mit diesen Einstellungen dauert der Konfigurationsprozess weniger als 15 Minuten: Der Zielcomputer wird (maximal zweimal) neu gestartet, die VMware Tools werden installiert, und SRM greift auf die Tools zu, um das Konfigurieren von Networking am Remotestandort zu unterstützen.