1.2 Unterstützte Datenübertragungsmethoden

Eine Datenübertragungsmethode legt fest, wie Daten eines Ursprungs-Workloads auf einem Ziel-Workload reproduziert werden. PlateSpin Protect bietet unterschiedliche Datenübertragungsmöglichkeiten, die vom Betriebssystem des geschützten Workloads abhängen.

1.2.1 Unterstützte Übertragungsmethoden für Windows-Workloads

Für Windows-Workloads bietet PlateSpin Protect verschiedene Mechanismen, mit denen Sie die Volume-Daten des Workloads entweder auf Blockebene oder auf Dateiebene übertragen.

  • Windows-Reproduktion auf Dateiebene: (Nur Windows) Die Daten werden dateiweise reproduziert.

  • Windows-Reproduktion auf Blockebene: Daten werden auf dem Volume auf Blockebene reproduziert. Bei dieser Übertragungsmethode bietet PlateSpin Protect zwei Mechanismen, die sich durch ihre Auswirkungen auf die Kontinuität und durch ihre Leistungen unterscheiden. Sie können je nach Bedarf zwischen diesen beiden Mechanismen umschalten.

    • Reproduktion mit der blockbasierten Komponente: Bei dieser Option erfolgt die Datenübertragung auf Blockebene mit einer dedizierten Software-Komponente. Hierbei werden der Microsoft-Volumesnapshotdienst (Volume Snapshot Service VSS) sowie Anwendungen und Diensten, die VSS unterstützen, herangezogen. Die Komponente wird dabei automatisch auf dem geschützten Workload installiert.

      HINWEIS:Für die Installation und Deinstallation der blockbasierten Komponenten ist ein Neustart des geschützten Workloads erforderlich. Wenn Windows-Cluster mit einer Datenübertragung auf Blockebene geschützt werden sollen, ist kein Neustart erforderlich. Beim Konfigurieren der Details für den Workload-Schutz können Sie wahlweise angeben, dass die Komponente erst zu einem späteren Zeitpunkt installiert werden soll, so dass der erforderliche Neustart bis zur ersten Reproduktion aufgeschoben wird.

    • Reproduktion ohne die blockbasierte Komponente: Diese Option verfolgt die Änderungen an den geschützten Volumes mithilfe eines internen „Hashing“-Mechanismus in Kombination mit Microsoft VSS. Bei der Reproduktion wird jeder Block auf dem Datenträger verglichen, und nur Änderungen werden kopiert.

      Diese Option erfordert keinen Neustart, bietet jedoch niedrigere Leistungen als die blockbasierte Komponente.

1.2.2 Unterstützte Übertragungsmethode für Linux-Workloads

Bei Linux-Workloads unterstützt PlateSpin Protect lediglich die blockbasierte Datenübertragung mit einem Blockwatch-Treiber (blkwatch-Treiber).

HINWEIS:Das Bereitstellen bzw. Entfernen des blkwatch-Treibers wird im Hintergrund ausgeführt, beeinträchtigt nicht die Kontinuität und erfordert keinen Benutzereingriff und Neustart.

Die PlateSpin Protect-Distribution umfasst vorkompilierte blkwatch-Treiber für Workloads mit den standardmäßigen Non-Debug-Kerneln unterstützter Linux-Distributionen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in Abschnitt B.2, Vorkompilierte blkwatch-Treiber für Linux-Distributionen.

Wenn die Workloads einen nicht standardmäßigen, einen benutzerdefinierten oder einen neueren Kernel enthalten, können Sie einen benutzerdefinierten blkwatch-Treiber für den jeweiligen Kernel erstellen. Weitere Informationen finden Sie im Wissensdatenbankartikel 7005873 (Erstellen eines benutzerdefinierten blockbasierten Linux-Kernel-Treibers).