1.3 Sicherheit und Datenschutz

1.3.1 Sicherheit der Workload-Daten bei der Übertragung

Sie können den Workload-Schutz so konfigurieren, dass die Daten verschlüsselt werden, um die Übertragung Ihrer Workload-Daten sicherer zu machen. Wenn die Verschlüsselung aktiviert ist, werden über das Netzwerk reproduzierte Daten unter Verwendung von AES (Advanced Encryption Standard) verschlüsselt.

Sie können die Verschlüsselung für jeden Workload einzeln aktivieren oder deaktivieren. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 5.4.1, Workload-Schutz-Details.

1.3.2 Sicherheit der Client-Server-Kommunikation

Da der PlateSpin-Server SSL auf der Forge-VM aktiviert, ist die sichere Datenübertragung zwischen Ihrem Webbrowser und dem PlateSpin-Server bereits auf HTTPS (Hypertext Transfer Protocol Secure) konfiguriert.

1.3.3 Sicherheit von Berechtigungsnachweisen

Der Berechtigungsnachweis, den Sie für den Zugriff auf verschiedene Systeme (z. B. Workloads und Failback-Ziele) verwenden, wird in der PlateSpin Forge-Datenbank gespeichert und unterliegt daher denselben Sicherheitsmechanismen, die Sie für die Forge VM implementiert haben.

Darüber hinaus sind Berechtigungsnachweise in der Diagnose enthalten, die für berechtigte Benutzer zugänglich ist. Sie sollten sicherstellen, dass Workload-Schutz-Projekte von befugten Mitarbeitern bearbeitet werden.

1.3.4 Benutzerautorisierung und -authentifizierung

PlateSpin Forge bietet einen umfassenden und sicheren Benutzerautorisierungs- und -authentifizierungsmechanismus, der auf Benutzerrollen basiert und den Anwendungszugriff sowie die Aktionen steuert, die Benutzer ausführen können. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 2.2, Einrichten der Benutzerautorisierung und -authentifizierung.

1.3.5 Einstellungen für Netzwerk-Ports

Tabelle 1-4 zeigt eine Liste der Standard-Ports in PlateSpin Forge. Wenn Sie benutzerdefinierte Ports konfigurieren, müssen Sie entsprechend diese individuellen Ports öffnen. Weitere Informationen zum Konfigurieren des Netzwerkzugriffs für die PlateSpin-Server-Umgebung finden Sie in Abschnitt 2.3, Zugriffs- und Kommunikationsanforderungen in Ihrem Schutz-Netzwerk.

Tabelle 1-4 Standard-Ports in PlateSpin Forge

Portnummer

Protokoll

Details

80

TCP

(Nicht sicher) Für die HTTP-Kommunikation zwischen der Forge-VM und den Ursprungs- und Zielcomputern.

Öffnen Sie diesen Port auf der Forge-VM, im Ursprungs- und Ziel-Workload sowie auf den VMware-ESXi-Hosts.

443

TCP

(Sicher) Für die HTTPS-Kommunikation zwischen der Forge-VM und den Ursprungs- und Zielcomputern, wenn SSL aktiviert ist.

Öffnen Sie diesen Port auf der Forge-VM, im Ursprungs- und Ziel-Workload, auf den VMware-ESXi-Hosts sowie auf dem vCenter-Server.

3725

TCP

Für die Datenübertragung zwischen Ursprungs- und Zielcomputer (auch dateibasierte und blockbasierte Übertragung).

Öffnen Sie diesen Port auf dem Ursprungs- und Zielserver für alle Workloads. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 1.2, Unterstützte Konfigurationen.

135, 445

TCP

Für die RPC-/DCOM-Kommunikation auf Windows-Computern während des Ermittlungsvorgangs, außerdem während die Kontrolle über den Ursprungscomputer übernommen und dieser Computer neu gestartet wird.

Öffnen Sie diese Ports für die Kommunikation auf dem Ursprungs- und Zielserver für alle Windows-Workloads. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 1.2.1, Unterstützte Windows-Workloads.

137, 138, 139

TCP

Für die NetBIOS-Kommunikation (Namensdienst, Datagrammdienst und Sitzungsdienst).

Öffnen Sie diese Ports für die Kommunikation auf dem Ursprungs- und Zielserver für alle Windows-Workloads. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 1.2.1, Unterstützte Windows-Workloads.

137, 138

UDP

Für die SMB-Kommunikation zur Dateiübertragung des Take-Control-Ordners und der zugehörigen Dateien vom PlateSpin-Server auf den Ursprungscomputer.

139, 445

TCP

22

TCP

Für die SSH- und SCP-Kommunikation auf Linux-Computern während des Ermittlungsvorgangs.

Öffnen Sie diesen Port auf dem Ursprungs- und Zielserver für alle Linux-Workloads. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 1.2.2, Unterstützte Linux-Workloads.

25

TCP und UDP

Für den SMTP-Datenverkehr, wenn die E-Mail-Benachrichtigung deaktiviert ist.

Öffnen Sie diesen Port auf der Forge-VM.

1443

TCP

Für die Microsoft SQL Server-Kommunikation zur Authentifizierung und Datenübertragung an einen Remote-SQL-Server.

Öffnen Sie diesen Port auf der Forge-VM und dem Remote-SQL-Server-Host.

Weitere Informationen zu den Port-Anforderungen für SQL Server finden Sie unter Konfigurieren der Firewall für den Server-Zugriff im Microsoft Developers Network.

1434

TCP

Für die dedizierte Admin-Verbindung zu Microsoft SQL Server.

1434

UDP

Für die benannten Instanzen in Microsoft SQL Server.

Dieser Port ist ggf. erforderlich, wenn Sie benannte Instanzen auf einem Remote-SQL-Server nutzen.

49152 bis 65535

TCP

Für Microsoft SQL Server oder RPC für LSA, SAM und Netlogon.

Wenn Sie Microsoft SQL Server für einen bestimmten TCP-Port konfigurieren, müssen Sie diesen Port in der Firewall öffnen.

1.3.6 Zusätzliche Sicherheitsverbesserungen

Im Wissensdatenbankartikel 7015818 finden Sie Informationen, wie Sie die Angreifbarkeit durch potenzielle POODLE-Angriffe (Padding Oracle On Downgraded Legacy Encryption) von Ihren PlateSpin-Servern beseitigen.