2.3 Zugriffs- und Kommunikationsanforderungen in Ihrem Schutz-Netzwerk

2.3.1 Anforderungen für geöffnete Ports für die Forge-VM

Die folgenden Anforderungen gelten für geöffnete Ports für die Forge-VM.

Tabelle 2-2 Anforderungen für geöffnete Ports für PlateSpin-Server-Hosts

Port (Standard)

Anmerkungen

TCP 80

Für HTTP-Kommunikation

TCP 443

Für die HTTPS-Kommunikation (wenn SSL aktiviert ist)

2.3.2 Zugriffs- und Kommunikationsanforderungen für Workloads

Nachfolgend werden die Software-, Netzwerk- und Firewall-Anforderungen für Workloads beschrieben, die mithilfe von PlateSpin Forge geschützt werden sollen.

Tabelle 2-3 Zugriffs- und Kommunikationsanforderungen für Workloads

Workload-Typ

Voraussetzungen

Erforderliche Ports (Standards)

Alle Workloads

Ping-Unterstützung (ICMP-Echoanfrage und -antwort)

 

Alle Windows-Workloads. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 1.2.1, Unterstützte Windows-Workloads.

  • Microsoft .NET Framework 3.5 Service Pack 1

  • Microsoft .NET Framework 4.0

 

Alle Windows-Workloads. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 1.2.1, Unterstützte Windows-Workloads.

  • Integrierter Administrator- oder Domänen-Administrator-Kontoberechtigungsnachweis (die Mitgliedschaft in der lokalen Administratorgruppe reicht nicht aus).

  • Die Windows-Firewall, die so konfiguriert ist, dass sie die Datei- und Druckerfreigabe zulässt. Verwenden Sie eine der folgenden Optionen:

    • Option 1 mit der Windows-Firewall: Verwenden Sie das grundlegende Systemsteuerungselement Windows-Firewall (firewell.cpl) und wählen Sie in der Liste der Ausnahmen die Option Datei- und Druckerfreigabe aus.

      - ODER -

    • Option 2 mit der Firewall mit erweiterter Sicherheit: Verwenden Sie das Dienstprogramm Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit (wf.msc), bei dem die folgenden Eingangsregeln aktiviert und auf Zulassen festgelegt sind:

      • Datei- und Druckerfreigabe (Echoanforderung Alt+0150 ICMPv4In)

      • Datei- und Druckerfreigabe (Echoanforderung Alt+0150 ICMPv6In)

      • Datei- und Druckerfreigabe (NB-Datagramm eingehend)

      • Datei- und Druckerfreigabe (NB-Name eingehend)

      • Datei- und Druckerfreigabe (NB-Sitzung eingehend)

      • Datei- und Druckerfreigabe (SMB eingehend)

      • Datei- und Druckerfreigabe (Spoolerdienst Alt+0150 RPC)

      • Datei- und Druckerfreigabe (Spoolerdienst – RPC-EPMAP)

TCP 3725

NetBIOS (TCP 137 bis 139)

SMB (TCP 139, 445 und UDP 137, 138)

RPC (TCP 135, 445)

Windows Server 2003 (mit SP1 Standard, SP2 Enterprise und R2 SP2 Enterprise)

HINWEIS:Nach dem Aktivieren der erforderlichen Anschlüsse aktivieren Sie die PlateSpin-Remote-Verwaltung mit dem folgenden Befehl an der Server-Eingabeaufforderung:

netsh firewall set service RemoteAdmin enable

Weitere Informationen zum Befehl „netsh“ finden Sie im Microsoft TechNet-Artikel Das Befehlszeilenprogramm „Netsh“.

TCP 3725, 135, 139, 445

UDP 137, 138, 139

Alle Linux-Workloads. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 1.2.2, Unterstützte Linux-Workloads

Secure Shell (SSH)-Server

TCP 22, 3725

2.3.3 Zugriffs- und Kommunikationsanforderungen für Container

Die folgenden Software-, Netzwerk- und Firewall-Anforderungen gelten für die unterstützten Workload-Container.

Tabelle 2-4 Zugriffs- und Kommunikationsanforderungen für Container

System

Voraussetzungen

Erforderliche Ports (Standards)

Alle Container

Ping-Funktion (ICMP-Echoanfrage und -antwort).

 

Alle VMware-Container. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 1.2.3, Unterstützte VM-Container.

  • VMware-Konto mit Administratorrolle

  • VMware Web-Services-API und Dateiverwaltungs-API

HTTPS (TCP 443)

vCenter Server

Dem zugreifenden Benutzer müssen die erforderlichen Rollen und Berechtigungen zugewiesen sein. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der entsprechenden VMware-Dokumentation.

HTTPS (TCP 443)

2.3.4 Schutz über öffentliche und private Netzwerke durch NAT

In einigen Fällen kann sich ein Ursprung, ein Ziel oder PlateSpin Forge selbst in einem internen (privaten) Netzwerk hinter einem NAT-Gerät (Network Address Translator) befinden, wodurch eine Kommunikation mit dem Gegenstück während des Schutzes nicht möglich ist.

PlateSpin Forge ermöglicht Ihnen, dieses Problem zu umgehen, je nachdem, welcher der folgenden Hosts sich hinter dem NAT-Gerät befindet:

  • PlateSpin-Server: Fügen Sie die diesem Host zugewiesenen zusätzlichen IP-Adressen zum PlateSpin Server Configuration-Werkzeug Ihres Servers hinzu. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Konfigurieren der Anwendung zum Funktionieren über NAT.

  • Workload: Geben Sie bei dem Versuch, einen Workload hinzuzufügen, die öffentliche (interne) IP-Adresse dieses Workloads in den Ermittlungsparametern an.

  • Failover-VM: Bei einem Failback können Sie eine alternative IP-Adresse für den Failover-Workload in Failback-Details (Workload an VM) angeben.

  • Failback-Ziel: Wenn Sie bei dem Versuch ein Failback-Ziel zu registrieren dazu aufgefordert werden, die IP-Adresse des PlateSpin-Servers anzugeben, müssen Sie entweder die lokale Adresse des Protect-Server-Hosts angeben oder eine seiner öffentlichen (externen) Adressen, die im PlateSpin Server Configuration-Werkzeug des Servers aufgezeichnet wurden (weitere Informationen hierzu finden Sie oben unter „PlateSpin-Server“).

Konfigurieren der Anwendung zum Funktionieren über NAT

Damit der PlateSpin Forge-Server über alle NAT-aktivierten Umgebungen funktioniert, müssen Sie zusätzliche IP-Adressen Ihres PlateSpin Forge-Servers in der Datenbank im PlateSpin Server Configuration-Werkzeug aufzeichnen, die der Server beim Starten liest.

Weitere Informationen zum Aktualisierungsvorgang finden Sie unter Abschnitt 2.4.3, Konfigurieren des Verhaltens des PlateSpin-Servers mithilfe von XML-Konfigurationsparametern.

2.3.5 Außerkraftsetzen der Standard-Bash-Shell zum Ausführen von Befehlen auf Linux-Workloads

Standardmäßig verwendet der PlateSpin-Server bei der Ausführung von Befehlen auf einem Linux-basierten Workload die /bin/bash-Shell.

Falls erforderlich, können Sie die Standard-Shell außer Kraft setzen, indem Sie den entsprechenden Registry-Schlüssel auf dem PlateSpin-Server ändern.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Knowledgebase-Artikel 7010676.

2.3.6 Anforderungen für VMware DRS-Cluster als Container

Um ein gültiges Schutzziel sein zu können, muss Ihr VMware DRS-Cluster dem Satz der (inventarisierten) Container als VMware-Cluster hinzugefügt werden. Sie sollten nicht versuchen, einen DRS-Cluster als einen Satz von individuellen ESX-Servern hinzuzufügen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Hinzufügen von Containern (Schutzziel).

Außerdem muss Ihr VMware-Cluster die folgenden Konfigurationsanforderungen erfüllen:

  • DRS ist aktiviert und auf Teilweise automatisiert oder auf vollautomatisch gesetzt.

  • Mindestens eine Datenablage muss für alle ESX-Server im VMware-Cluster freigegeben sein.

  • Mindestens ein vSwitch und eine virtuelle Portgruppe bzw. ein dezentraler vNetwork-Schalter ist für alle ESX-Server im VMware-Cluster gleich.

  • Die Failover-Workloads (VMs) für jeden Schutzvertrag werden ausschließlich in Datenablagen, vSwitches und virtuellen Portgruppen platziert, die über alle ESX-Server im VMware-Cluster gemeinsam genutzt werden.