2.4 Konfigurieren der Zugriffs- und Kommunikationseinstellungen im gesamten Schutznetzwerk

2.4.1 Erforderliche geöffnete Ports für PlateSpin-Server-Host/Forge-VM-Weboberfläche

Tabelle 2-2 zeigt die Ports, die auf dem PlateSpin-Server-Host geöffnet sein müssen, damit der Zugriff auf die PlateSpin Protect-Weboberfläche zugelassen wird.

Tabelle 2-2 Erforderliche geöffnete Ports für PlateSpin-Server-Host/Forge-VM

Port (Standard)

Anmerkungen

TCP 80

Für HTTP-Kommunikation

TCP 443

Für die HTTPS-Kommunikation (wenn SSL aktiviert ist)

2.4.2 Zugriffs- und Kommunikationsanforderungen für Workloads

Tabelle 2-3 zeigt die Software-, Netzwerk- und Firewall-Anforderungen für Workloads, die mithilfe von PlateSpin Protect geschützt werden sollen.

Tabelle 2-3 Zugriffs- und Kommunikationsanforderungen für Workloads

Workload-Typ

Voraussetzungen

Erforderliche Ports (Standards)

Alle Workloads

Ping-Unterstützung (ICMP-Echoanfrage und -antwort)

 

Alle Windows-Workloads. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Unterstützte Windows-Workloads.

  • Microsoft .NET Framework 3.5 Service Pack 1

  • Microsoft .NET Framework 4.0

 

Alle Windows-Workloads. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Unterstützte Windows-Workloads.

  • Integrierter Administrator- oder Domänen-Administrator-Kontoberechtigungsnachweis (die Mitgliedschaft in der lokalen Administratorgruppe reicht nicht aus).

  • Die Windows-Firewall, die so konfiguriert ist, dass sie die Datei- und Druckerfreigabe zulässt. Verwenden Sie eine der folgenden Optionen:

    • Option 1 mit der Windows-Firewall: Verwenden Sie das grundlegende Systemsteuerungselement Windows-Firewall (firewell.cpl) und wählen Sie in der Liste der Ausnahmen die Option Datei- und Druckerfreigabe aus.

      - ODER -

    • Option 2 mit der Firewall mit erweiterter Sicherheit: Verwenden Sie das Dienstprogramm Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit (wf.msc), bei dem die folgenden Eingangsregeln aktiviert und auf Zulassen festgelegt sind:

      • Datei- und Druckerfreigabe (Echoanforderung Alt+0150 ICMPv4In)

      • Datei- und Druckerfreigabe (Echoanforderung Alt+0150 ICMPv6In)

      • Datei- und Druckerfreigabe (NB-Datagramm eingehend)

      • Datei- und Druckerfreigabe (NB-Name eingehend)

      • Datei- und Druckerfreigabe (NB-Sitzung eingehend)

      • Datei- und Druckerfreigabe (SMB eingehend)

      • Datei- und Druckerfreigabe (Spoolerdienst Alt+0150 RPC)

      • Datei- und Druckerfreigabe (Spoolerdienst – RPC-EPMAP)

TCP 3725

NetBIOS (TCP 137 bis 139)

SMB (TCP 139, 445 und UDP 137, 138)

RPC (TCP 135, 445)

Windows Server 2003 (mit SP1 Standard, SP2 Enterprise und R2 SP2 Enterprise).

HINWEIS:Nach dem Aktivieren der erforderlichen Anschlüsse aktivieren Sie die PlateSpin-Remote-Verwaltung mit dem folgenden Befehl an der Server-Eingabeaufforderung:

netsh firewall set service RemoteAdmin enable

Weitere Informationen zum Befehl „netsh“ finden Sie im Microsoft TechNet-Artikel Das Befehlszeilenprogramm „Netsh“.

TCP 3725, 135, 139, 445

UDP 137, 138, 139

Alle Linux-Workloads. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Unterstützte Linux-Workloads.

Secure Shell (SSH)-Server

TCP 22, 3725

2.4.3 Zugriffs- und Kommunikationsanforderungen für Container

Tabelle 2-4 zeigt die Software-, Netzwerk- und Firewall-Anforderungen für die unterstützten Workload-Container.

Tabelle 2-4 Zugriffs- und Kommunikationsanforderungen für Container

System

Voraussetzungen

Erforderliche Ports (Standards)

Alle Container

Ping-Funktion (ICMP-Echoanfrage und -antwort).

 

Alle VMware-Container. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Unterstützte VM-Container.

  • VMware-Konto mit Administratorrolle

  • VMware Web-Services-API und Dateiverwaltungs-API

HTTPS (TCP 443)

vCenter Server

Dem zugreifenden Benutzer müssen die erforderlichen Rollen und Berechtigungen zugewiesen sein. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der entsprechenden VMware-Dokumentation.

HTTPS (TCP 443)

2.4.4 Zugriffs- und Kommunikationsanforderungen für die Windows-Authentifizierung bei der Microsoft SQL Server-Datenbank

PlateSpin Protect bietet die Möglichkeit, den Zugriff auf die Microsoft SQL Server-Datenbank über die Windows-Authentifizierung vorzunehmen. Für die Authentifizierung müssen Sie die Active Directory-Einstellungen konfigurieren und Ports in der Firewall öffnen.

So aktivieren Sie die Windows-Authentifizierung bei der SQL-Datenbank:

  1. Konfigurieren Sie Microsoft SQL Server so, dass sowohl TCP/IP-Verbindungen als auch Named-Pipe-Verbindungen zugelassen werden.

  2. (Bedingt) Falls der Zugriff auf die Microsoft SQL Server-Datenbank über die Windows-Authentifizierung erfolgen soll, müssen Sie Folgendes in Active Directory konfigurieren:

    • Sie müssen den Microsoft SQL Server-Datenbankserver in die Domäne aufnehmen.

    • Sie benötigen zwei Domänenbenutzerkonten für die PlateSpin Protect-Installation.

      • Ein Domänenbenutzer mit dem sysadmin-Rollensatz: Mit diesem Benutzer mit SQL Admin-Rechten werden Datenbanken, Tabellen und andere Schemaobjekte erstellt.

      • PlateSpin-Service-Benutzer: Der Servicebenutzer kann ein Domänenbenutzer mit niedrigen Rechten in der Domäne sein. Allerdings muss der Servicebenutzer als lokaler Administrator des PlateSpin Protect-Servers fungieren und diese Berechtigung vor Beginn der Installation erhalten.

        Wenn das Passwort des Windows-Benutzers geändert wird, müssen Sie das Passwort für den PlateSpin-Service-Benutzer und für den IIS-Anwendungspool aktualisieren. Verwenden Sie daher nach Möglichkeit einen Windows-Benutzer, dessen Passwort niemals ausläuft.

    HINWEIS:Bei der Windows-Authentifizierung müssen Sie sich als Domänenbenutzer mit SQL Admin-Rechten anmelden, wenn Sie den PlateSpin-Server aufrüsten oder aktualisieren.

  3. Zur Unterstützung der Authentifizierung auf dem SQL-Server öffnen Sie die folgenden Ports in der Firewall:

    • Ports 49152-65535/TCP: Datenverkehr für RPC für LSA, SAM, Netlogon zulassen.

    • Port 1433/TCP: Datenverkehr für Microsoft SQL Server zulassen.

    • Benutzerdefinierte Ports: Wenn Sie SQL Server für einen benutzerdefinierten TCP-P konfigurieren, müssen Sie diesen Port in der Firewall öffnen.

    HINWEIS:Falls Sie keine dynamischen Ports nutzen, müssen Sie den dedizierten Port im Feld Datenbankserver angeben.

  4. (Bedingt) Sollen dedizierte Ports für PlateSpin Protect verwendet werden, müssen Sie die Ports in der Firewall öffnen:

    1. Legen Sie auf dem Datenbankserver fest, welche Ports geöffnet werden müssen:

      1. Wählen Sie im SQL Server-Konfigurationsmanager die Option Protokolle für SQLExpress > TCP/IP, klicken Sie mit der rechten Maustaste, und wählen Sie Eigenschaften.

      2. Wählen Sie im Dialogfeld die Registerkarte IP-Adressen.

      3. Wenn für TCP-Port oder Dynamische TCP-Ports ein Wert ungleich 0 festgelegt ist, öffnen Sie unter IP/Alle (oder unter dem gewünschten Protokoll) die gewünschten Ports in der Firewall. Über diese Ports stellen Sie eine Verbindung zum SQL-Server her.

        Wenn für das Feld Dynamische TCP-Ports beispielsweise der Wert 60664 festgelegt ist und für das Feld TCP-Port der Wert 1555, müssen Sie entsprechend die Ports 60664 und 1555 in den Firewall-Regeln auf dem SQL-Server aktivieren.

    2. Öffnen Sie die Ports in der Firewall.

    HINWEIS:Falls eine Wertemenge für dynamische Ports vorliegt, wird Ihr Server unter Umständen nicht in der Liste der SQL-Server aufgeführt, wenn Sie auf Durchsuchen klicken. In diesem Fall müssen Sie den Server manuell im Eingabefeld Datenbankserver der PlateSpin Protect-Installation angeben.

    Wenn der Servername beispielsweise MYSQLSERVER und der Name der Datenbankinstanz SQLEXPRESS lautet und für den dynamischen Port der dedizierte Port 60664 festgelegt ist, geben Sie den folgenden Text ein, und wählen Sie dann den gewünschten Authentifizierungstyp aus:

    MEINSQLSERVER\SQLEXPRESS,60664

    Sie müssen die Ports in der Firewall öffnen.

2.4.5 Schutz über öffentliche und private Netzwerke durch NAT

In einigen Fällen kann sich ein Ursprung, ein Ziel oder PlateSpin Protect selbst in einem internen (privaten) Netzwerk hinter einem NAT-Gerät (Network Address Translator) befinden, wodurch eine Kommunikation mit dem Gegenstück während des Schutzes nicht möglich ist.

PlateSpin Protect ermöglicht Ihnen, dieses Problem zu umgehen, je nachdem, welcher der folgenden Hosts sich hinter dem NAT-Gerät befindet:

  • PlateSpin-Server: Fügen Sie die diesem Host zugewiesenen zusätzlichen IP-Adressen zum PlateSpin Server Configuration-Werkzeug Ihres Servers hinzu. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Konfigurieren der Anwendung zum Funktionieren über NAT.

  • Ziel-Container: Wenn Sie versuchen, einen Container zu ermitteln, z. B. VMware ESX, geben Sie die öffentlichen (oder externen) IP-Adressen dieses Hosts in den Parametern für die Ermittlung an.

  • Workload: Geben Sie bei dem Versuch, einen Workload hinzuzufügen, die öffentliche (interne) IP-Adresse dieses Workloads in den Ermittlungsparametern an.

  • Failover-VM: Bei einem Failback können Sie eine alternative IP-Adresse für den Failover-Workload in Failback-Details (Workload an VM) angeben.

  • Failback-Ziel: Wenn Sie bei dem Versuch, ein Failback-Ziel zu registrieren, dazu aufgefordert werden, die IP-Adresse des PlateSpin-Servers anzugeben, müssen Sie entweder die lokale Adresse des PlateSpin-Server-Hosts angeben oder eine seiner öffentlichen (externen) Adressen, die im PlateSpin Server Configuration-Werkzeug des Servers aufgezeichnet wurden (weitere Informationen hierzu finden Sie oben unter „PlateSpin-Server“).

Konfigurieren der Anwendung zum Funktionieren über NAT

Damit der PlateSpin Forge-Server über alle NAT-aktivierten Umgebungen funktioniert, müssen Sie zusätzliche IP-Adressen Ihres PlateSpin Forge-Servers in der Datenbank im PlateSpin Server Configuration-Werkzeug aufzeichnen, die der Server beim Starten liest.

Weitere Informationen zum Aktualisierungsvorgang finden Sie unter Konfigurieren des Verhaltens des PlateSpin-Servers mithilfe von XML-Konfigurationsparametern.

2.4.6 Außerkraftsetzen der Standard-Bash-Shell zum Ausführen von Befehlen auf Linux-Workloads

Standardmäßig verwendet der PlateSpin-Server bei der Ausführung von Befehlen auf einem Linux-basierten Workload die /bin/bash-Shell.

Falls erforderlich, können Sie die Standard-Shell außer Kraft setzen, indem Sie den entsprechenden Registry-Schlüssel auf dem PlateSpin-Server ändern.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Knowledgebase-Artikel 7010676.

2.4.7 Anforderungen für VMware DRS-Cluster als Container

Um ein gültiges Schutzziel sein zu können, muss Ihr VMware DRS-Cluster dem Satz der (inventarisierten) Container als VMware-Cluster hinzugefügt werden. Sie sollten nicht versuchen, einen DRS-Cluster als einen Satz von individuellen ESX-Servern hinzuzufügen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Hinzufügen von Containern (Schutzziele).

Außerdem muss Ihr VMware-Cluster die folgenden Konfigurationsanforderungen erfüllen:

  • DRS ist aktiviert und auf Teilweise automatisiert oder auf vollautomatisch gesetzt.

  • Mindestens eine Datenablage muss für alle ESX-Server im VMware-Cluster freigegeben sein.

  • Mindestens ein vSwitch und eine virtuelle Portgruppe bzw. ein dezentraler vNetwork-Schalter ist für alle ESX-Server im VMware-Cluster gleich.

  • Die Failover-Workloads (VMs) für jeden Schutzvertrag werden ausschließlich in Datenablagen, vSwitches und virtuellen Portgruppen platziert, die über alle ESX-Server im VMware-Cluster gemeinsam genutzt werden.