1.3 Sicherheit und Datenschutz

1.3.1 Verschlüsselung von Daten während der Übertragung

Die Übertragungsverschlüsselung sorgt für einen größeren Schutz der Workload-Daten bei der Workload-Reproduktion. Wenn die Verschlüsselung aktiviert ist, werden über das Netzwerk erfolgende Datentransfers vom Ursprung zum Ziel unter Verwendung von AES (Advanced Encryption Standard) verschlüsselt.

HINWEIS:Die Datenverschlüsselung wirkt sich auf die Leistung aus und kann die Datenübertragungsgeschwindigkeit deutlich (um bis zu 30 %) verlangsamen.

Mit der Option Datenübertragung verschlüsseln können Sie die Verschlüsselung einzeln für jeden Workload aktivieren oder deaktivieren. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Workload-Schutz-Details.

1.3.2 Sicherheit der Client-Server-Kommunikation

Der PlateSpin-Server aktiviert SSL auf dem PlateSpin-Server-Host und sorgt so für die sichere Datenübertragung zwischen Ihrem Webbrowser und dem PlateSpin-Server mit HTTPS (Hypertext Transfer Protocol Secure). Bei der Installation wird auch ein eigensigniertes Zertifikat hinzugefügt, falls keine gültigen Zertifikate gefunden werden.

1.3.3 Sicherheit von Berechtigungsnachweisen

PlateSpin Protect schützt den Berechtigungsnachweis mithilfe einer SSL-Verbindung für die Datenübertragung und der kryptografischen Windows-Bibliothek zum Verschlüsseln der Passwörter.

Der Berechtigungsnachweis, den Sie für den Zugriff auf verschiedene Systeme (z. B. Workloads und Failback-Ziele) verwenden, wird in der PlateSpin -Datenbank gespeichert und unterliegt daher denselben Sicherheitsmechanismen, die Sie für den PlateSpin Protect-Server-Host implementiert haben.

Darüber hinaus sind Berechtigungsnachweise in der Diagnose enthalten, die für berechtigte Benutzer zugänglich ist. Sie sollten sicherstellen, dass Workload-Schutz-Projekte von befugten Mitarbeitern bearbeitet werden.

1.3.4 Benutzerautorisierung und -authentifizierung

PlateSpin Protect bietet einen umfassenden und sicheren Benutzerautorisierungs- und -authentifizierungsmechanismus, der auf Benutzerrollen basiert und den Anwendungszugriff sowie die Aktionen steuert, die Benutzer ausführen können. Weitere Informationen hierzu finden Sie in Konfigurieren der Benutzerautorisierung und -authentifizierung.

1.3.5 Windows-Authentifizierung für die Microsoft SQL Server-Datenbank

PlateSpin Protect bietet die Möglichkeit, den Zugriff auf die Microsoft SQL Server-Datenbank über die Windows-Authentifizierung vorzunehmen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Anforderungen für die Windows-Authentifizierung bei der Microsoft SQL Server-Datenbank.

1.3.6 Port-Einstellungen und Firewalls

Tabelle 1-4 zeigt eine Liste der Standard-Ports in PlateSpin Protect. Wenn Sie benutzerdefinierte Ports konfigurieren, müssen Sie entsprechend diese individuellen Ports öffnen. Für die Kommunikation zwischen dem PlateSpin Protect-Server und den verwalteten Quell- und Zielcomputern müssen außerdem die entsprechenden Ports an sämtlichen Firewalls zwischen diesen Computern geöffnet werden. Der Datenverkehr bei der Kommunikation ist bidirektional (eingehend und ausgehend). Siehe auch Zugriffs- und Kommunikationsanforderungen in Ihrem Schutz-Netzwerk.

Tabelle 1-4 Standard-Ports in PlateSpin Protect

Portnummer

Protokoll

Funktionsweise

Details

  • 80
  • TCP
  • HTTP

(Nicht sicher) Für die HTTP-Kommunikation zwischen dem PlateSpin-Server-Host und den verwalteten Ursprungs- und Zielcomputern.

Öffnen Sie diesen Port auf dem PlateSpin-Server-Host, im Ursprungs- und Ziel-Workload sowie auf den VMware-ESXi-Hosts.

  • 443
  • TCP
  • HTTPS

(Sicher) Für die HTTPS-Kommunikation zwischen dem PlateSpin-Server-Host und den Ursprungs- und Zielcomputern, wenn SSL aktiviert ist.

Öffnen Sie diesen Port auf dem PlateSpin-Server-Host, im Ursprungs- und Ziel-Workload, auf den VMware-ESXi-Hosts sowie auf dem vCenter-Hostserver.

  • 3725
  • TCP
  • Datenübertragung

Für die Datenübertragung zwischen Ursprungs- und Zielcomputer (auch dateibasierte und blockbasierte Übertragung).

Öffnen Sie diesen Port auf den Ursprungs- und Zielcomputern für alle Workloads. Jegliche Firewalls zwischen einer Quelle und dem zugehörigen Ziel müssen außerdem den TCP-Port 3725 zulassen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Unterstützte Konfigurationen.

  • 135
  • 445
  • TCP
  • RPC/DCOM

Für die RPC-/DCOM-Kommunikation auf Windows-Computern während des Ermittlungsvorgangs, außerdem während die Kontrolle über den Ursprungscomputer übernommen und dieser Computer neu gestartet wird.

Öffnen Sie diese Ports für die Kommunikation zwischen den Ursprungs- und Zielcomputern für alle Windows-Workloads. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Unterstützte Windows-Workloads.

  • 137
  • 138
  • 139
  • TCP
  • NetBIOS

Für die NetBIOS-Kommunikation (Namensdienst, Datagrammdienst und Sitzungsdienst).

Öffnen Sie diese Ports für die Kommunikation zwischen den Ursprungs- und Zielcomputern für alle Windows-Workloads. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Unterstützte Windows-Workloads.

  • 137
  • 138
  • UDP
  • SMB

Für die SMB-Kommunikation zur Dateiübertragung des Take-Control-Ordners und der zugehörigen Dateien vom PlateSpin-Server auf den Ursprungscomputer.

Öffnen Sie diese Ports auf dem PlateSpin-Server-Host und in den Quell-Workloads.

  • 139
  • 445
  • TCP
  • SMB
  • 22
  • TCP

 

Für die SSH- und SCP-Kommunikation auf Linux-Computern während des Ermittlungsvorgangs.

Öffnen Sie diesen Port auf den Ursprungs- und Zielcomputern für alle Linux-Workloads. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Unterstützte Linux-Workloads.

  • 25
  • TCP
  • SMTP

Für den SMTP-Datenverkehr, wenn die E-Mail-Benachrichtigung deaktiviert ist.

Öffnen Sie diesen Port auf dem PlateSpin-Server-Host und dem Mail-Relay-Host.

  • 25
  • UDP
  • SMTP
  • 1433
  • TCP
  • SQL

Für die Microsoft SQL Server-Kommunikation zur Authentifizierung und Datenübertragung an einen Remote-SQL-Server.

Öffnen Sie die SQL-Ports auf dem PlateSpin-Server-Host und dem SQL Server-Remote-Host sowie in allen dazwischenliegenden Firewalls.

Weitere Informationen zu den Port-Anforderungen für SQL Server finden Sie unter Konfigurieren der Firewall für den Server-Zugriff im Microsoft Developers Network.

  • 1434
  • TCP
  • SQL

Für die dedizierte Administratorverbindung zu Microsoft SQL Server.

  • 1434

UDP

  • SQL

Für die benannten Instanzen in Microsoft SQL Server.

Dieser Port ist ggf. erforderlich, wenn Sie benannte Instanzen auf einem Remote-SQL-Server nutzen.

  • 49152 bis 65535
  • TCP
  • SQL

Für Microsoft SQL Server oder RPC für LSA, SAM und Netlogon.

Wenn Sie Microsoft SQL Server für einen bestimmten TCP-Port konfigurieren, müssen Sie diesen Port in der Firewall öffnen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie in Anforderungen für die Windows-Authentifizierung bei der Microsoft SQL Server-Datenbank.