10.1 Planen der Installation des Remote Loader

10.1.1 Checkliste für die Installation des Remote Loader

NetIQ empfiehlt, die Schritte in der folgenden Checkliste auszuführen:

Checkliste

  1. Informieren Sie sich über die Interaktion zwischen den Identity Manager-Komponenten. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 1.0, Übersicht der Komponenten von Identity Manager.

  1. Legen Sie fest, welche Server für die Identity Manager-Komponenten verwendet werden sollen. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 5.3, Empfehlungen für Installationsszenarien und Servereinrichtung.

  1. Stellen Sie sicher, dass die Identity Manager-Engine installiert ist. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 9.0, Installieren der Engine, der Treiber und der iManager-Plugins

  1. Lesen Sie die Überlegungen zur Installation des Remote Loader, und prüfen Sie, ob die Computer den Voraussetzungen entsprechen. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 10.1.6, Voraussetzungen und Überlegungen für die Installation des Remote Loader.

  1. Prüfen Sie die Hardware- und Software-Voraussetzungen der Computer, auf denen der Remote Loader gehostet werden soll. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 10.1.7, Systemanforderungen für den Remote Loader.

  1. (Bedingt) Soll der Remote Loader auf einem Server installiert werden, auf dem die Identity Manager-Engine nicht gehostet wird, muss es möglich sein, eine sichere Verbindung zur Engine herzustellen. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 10.3.1, Herstellen einer sicheren Verbindung zur Identity Manager-Engine.

  1. Entscheiden Sie, ob die 32-Bit- oder die 64-Bit-Version des Remote Loader installiert werden soll. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 10.1.5, Verwenden des 32-Bit- und des 64-Bit-Remote Loader auf demselben Computer.

  1. Installieren Sie den Remote Loader:

  1. (Bedingt) Soll der .NET Remote Loader installiert werden, beachten Sie die Anweisungen in Abschnitt 10.2.4, Installieren des .NET Remote Loader.

  1. Prüfen Sie die Parameter zum Konfigurieren einer Treiberinstanz. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 10.3.2, Erläuterungen zu den Kommunikationsparametern für den Remote Loader.

  1. Bereiten Sie die Treiber für den Remote Loader vor. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 10.3.6, Konfigurieren von Identity Manager-Treibern für die Verwendung mit dem Remote Loader.

  1. Starten Sie die Treiberinstanz im Remote Loader. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 10.4.1, Starten einer Treiberinstanz im Remote Loader.

  1. (Bedingt) Weitere Informationen zum Konfigurieren der beiderseitigen Authentifizierung zwischen dem Remote Loader und der Identity Manager-Engine finden Sie in Abschnitt 10.3.7, Konfigurieren der beiderseitigen Authentifizierung mit der Identity Manager-Engine.

  1. Stellen Sie sicher, dass der Remote Loader und der Treiber mit der Identity Manager-Engine und dem verbundenen System kommunizieren. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 10.3.8, Überprüfen der Konfiguration.

  1. Installieren Sie die restlichen Identity Manager-Komponenten (z. B. Identitätsanwendungen und Identitätsberichterstellung).

10.1.2 Erläuterungen zum Remote Loader

Mit dem Remote Loader können Sie Identity Manager-Treiber auf verbundenen Systemen ausführen, auf denen das Identitätsdepot und die Identity Manager-Engine nicht gehostet werden. Der .NET Remote Loader eignet sich nur für Windows-Systeme.

Der Remote Loader kann die in den plattformspezifischen Dateien enthaltenen Identity Manager-Anwendungsschnittstellenmodule über JNI sowie die häufiger verwendeten Identity Manager-Anwendungsschnittstellenmodule in plattformunabhängigen JAR-Dateien hosten. Der Remote Loader kann auf jeder Plattform ausgeführt werden. Plattformspezifische Schnittstellenmodule müssen jedoch auf ihren nativen Plattformen ausgeführt werden.

Erläuterungen zu Schnittstellenmodulen

Der Remote Loader kommuniziert über Schnittstellenmodule mit der Anwendung auf einem verwalteten System. Ein Schnittstellenmodul besteht aus einer oder mehreren Dateien, in denen sich der Code zum Verarbeiten der Ereignisse befindet, die zwischen dem Identitätsdepot und der Anwendung synchronisiert werden. Vor Verwendung des Remote Loader müssen Sie das Anwendungsschnittstellenmodul so konfigurieren, dass eine sichere Verbindung zur Identity Manager-Engine hergestellt wird. Außerdem müssen sowohl der Remote Loader als auch die Identity Manager-Treiber konfiguriert werden.

Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 10.3, Konfigurieren des Remote Loader und der Treiber.

Ermitteln des richtigen Zeitpunkts zum Verwenden des Remote Loader

Sie können die Identity Manager-Engine, das Identitätsdepot und das Treiberschnittstellenmodul auf demselben Server installieren. Die Identity Manager-Engine wird als Teil eines eDirectory-Prozesses ausgeführt. Die Identity Manager-Treiber können auf dem Server ausgeführt werden, auf dem sich Identity Manager befindet. Sie können zudem Teil desselben Prozesses sein, in dem die Identity Manager-Engine ausgeführt wird. In den folgenden Szenarien sollten die Identity Manager-Treiber jedoch aus strategischen Gründen als separater Prozess auf dem Server ausgeführt werden, auf dem die Identity Manager-Engine gehostet wird:

  • Schutz der Identitätsdepots vor Ausnahmefehlern, die durch das Treiberschnittstellenmodul ausgelöst werden.

  • Erhöhen der Leistung des Servers, auf dem die Identity Manager-Engine ausgeführt wird, durch das Auslagern von Treiberbefehlen an die Remote-Anwendung oder Datenbank.

  • Ausführen von weiteren Treibern auf Servern, auf dem die Identity Manager-Engine nicht gehostet wird.

In diesen Szenarien stellt der Remote Loader einen Kommunikationskanal zwischen der Identity Manager-Engine und dem Treiber bereit. Sie installieren beispielsweise einen LDAP-Treiber auf demselben Server wie die Identity Manager-Engine und das Identitätsdepot. Dann installieren Sie den AD-Treiber (Active Directory) mit dem Remote Loader auf einem anderen Server. Damit die Treiber auf die Anwendung zugreifen und mit dem Identitätsdepot kommunizieren können, installieren Sie den Remote Loader auf beiden Servern (siehe Abbildung):

NetIQ empfiehlt, nach Möglichkeit die Remote Loader-Konfiguration für die Treiber zu verwenden. Nutzen Sie den Remote Loader selbst dann, wenn sich die Anwendung auf demselben Server wie die Identity Manager-Engine befindet.

10.1.3 Erläuterungen zum Java Remote Loader

Der Java Remote Loader ist eine Java-Anwendung. Java Remote Loader funktioniert mit jeder öffentlich unterstützten Version von Java.

Informationen zum Konfigurieren des Java Remote Loader für Ihre Treiber finden Sie unter Abschnitt 10.3.4, Konfigurieren des Java Remote Loader für Treiberinstanzen.

10.1.4 Erläuterungen zum Installationsprogramm

Als Arbeitserleichterung sind im Installationsprogramm mehrere Komponenten zusammengefasst, die gemeinsam das zugrunde liegende Rahmenwerk der Identity Manager-Lösung bilden. Sie können diese Komponenten wahlweise allesamt auf demselben Server oder auch auf verschiedenen Servern installieren. Neben dem Remote Loader können Sie im Installationsprogramm die Treiber auswählen, die auf dem verbundenen System installiert werden sollen. Das Installationskit enthält die .NET Remote Loader-Option für Windows-Betriebssysteme.

10.1.5 Verwenden des 32-Bit- und des 64-Bit-Remote Loader auf demselben Computer

Standardmäßig erkennt das Installationsprogramm die Betriebssystemversion und installiert anschließend die entsprechende Version des Remote Loader. Sie können sowohl den 32-Bit- als auch den 64-Bit-Remote Loader auf einem 64-Bit-Betriebssystem installieren:

  • Wenn Sie eine 32-Bit-Version von Remote Loader aufrüsten, die auf einem 64-Bit-Betriebssystem installiert ist, rüstet der Prozess den 32-Bit-Remote Loader auf die aktuelle Version auf und installiert darüber hinaus den 64-Bit-Remote Loader.

  • Wenn Sie sowohl einen 32-Bit- als auch einen 64-Bit-Remote Loader auf demselben Computer installieren, werden die Audit-Ereignisse nur mit dem 64-Bit-Remote Loader generiert. Wenn zuerst ein 64-Bit-Remote Loader und dann ein 32-Bit-Remote Loader installiert wird, werden die Ereignisse im 32-Bit-Cache protokolliert.

10.1.6 Voraussetzungen und Überlegungen für die Installation des Remote Loader

NetIQ empfiehlt, vor dem Installieren des Remote Loader die folgenden Überlegungen zu lesen:

  • Installieren Sie den Remote Loader auf einem Server, der mit den verbundenen Systemen kommunizieren kann. Der Treiber für die einzelnen verwalteten Systeme muss mit den relevanten APIs zur Verfügung stehen.

  • Sie können den Remote Loader auf demselben Computer installieren wie die Identity Manager-Engine.

  • Sie können sowohl den 32-Bit- als auch den 64-Bit-Remote Loader auf demselben Computer installieren.

  • Sie können den Java Remote Loader auf Plattformen installieren, die den nativen Remote Loader nicht unterstützen. Weitere Informationen zu den unterstützten Plattformen finden Sie unter Abschnitt 10.1.7, Systemanforderungen für den Remote Loader.

  • (Bedingt) Soll Identity Manager mit Active Directory verbunden werden, müssen Sie den Remote Loader und den Treiber für Active Directory auf einem Server installieren, der als Mitgliedserver oder Domänencontroller fungiert. Es ist nicht nötig, eDirectory und Identity Manager auf demselben Server wie das verbundene System zu installieren. Der Remote Loader sendet alle Ereignisse von Active Directory an den Identity Manager-Server. Der Remote Loader empfängt dann Informationen vom Identity Manager-Server und übergibt sie an die verbundene Anwendung.

  • NetIQ empfiehlt, nach Möglichkeit die Remote Loader-Konfiguration für die Treiber zu verwenden. Nutzen Sie den Remote Loader selbst dann, wenn sich das verbundene System auf demselben Server wie die Identity Manager-Server-Engine befindet.

    Wenn Sie das Treiberschnittstellenmodul in der Remote Loader-Konfiguration ausführen, erzielen Sie die folgenden Vorteile:

    • Die Trennung des Arbeitsspeichers und der Verarbeitung zwischen den Treiberschnittstellenmodulen steigert die Leistung der Identity Manager-Lösung und erleichtert ihre Überwachung.

    • Das Installieren von Patches und das Aufrüsten des Treiberschnittstellenmoduls wirken sich nicht auf eDirectory oder andere Treiber aus.

    • eDirectory wird vor schwerwiegenden Fehlern geschützt, die eventuell im Treiberschnittstellenmodul auftreten.

    • Die Last wird von den Treiberschnittstellenmodulen auf andere Server verteilt.

  • Die folgenden Treiber unterstützen die Funktionen des Remote Loader:

    • Active Directory

    • Access Review

    • ACF2

    • Azure Active Directory

    • Banner

    • Schwarzes Brett

    • Datenerfassungsdienst

    • Text mit Begrenzungszeichen

    • GoogleApps

    • REST

    • GroupWise 2014 (für den 32-Bit-Remote Loader)

    • JDBC

    • JMS

    • LDAP

    • Linux-Einstellungen

    • Lotus Notes

    • Verwaltetes System – Gateway

    • „Manuelle Aufgabe“-Services

    • Null- und Loopback

    • Office 365

    • Oracle EBS HRMS

    • Oracle EBS TCA

    • Oracle EBS User Management

    • PeopleSoft 5.2

    • Privileged User Management

    • Remedy

    • SalesForce.com

    • SAP Business Logic

    • SAP Portal

    • SAP HR (wird für Java Remote Loader nicht unterstützt)

    • SAP User Management (wird für Java Remote Loader nicht unterstützt)

    • ServiceNow

    • Integrationsmodul V2.0 für Sentinel

    • SharePoint

    • SOAP

    • Streng geheim

    • Auftrag

  • Die folgenden Treiber bieten keine Unterstützung für den Remote Loader:

    • eDirectory bidirektional

    • eDirectory

    • Berechtigungsservices

    • Rollenservice

    • Benutzeranwendung

Weitere Informationen zum Remote Loader in Identity Manager finden Sie unter Die zahlreichen Facetten des Remote Loader in Identity Manager.

10.1.7 Systemanforderungen für den Remote Loader

In diesem Abschnitt finden Sie die Mindestanforderungen für die Server, auf denen der Remote Loader, der .NET Remote Loader und der Java Remote Loader installiert werden sollen.

Remote Loader (32 Bit und 64 Bit)

Kategorie

Anforderung

Prozessor

1 GHz-Prozessor

Arbeitsspeicher

512 MB

Betriebssystem (zertifiziert)

Eines der folgenden 64-Bit-Betriebssysteme:

  • Windows Server 2016

  • Windows Server 2012 R2

  • Windows Server 2012

  • Windows Server 2008 R2

Für ein 32-Bit-Betriebssystem:

  • Windows Server 2008 SP2

WICHTIG:Der Lotus Notes-Client wird nur auf den Arbeitsstationsplattformen unterstützt. Ein Remote Loader unter Windows XP, Windows 7 und 8 sowie SLED mit 32 Bit wird nur für die Lotus Notes-Treiberintegration unterstützt. Bei normalen Identity Manager-Installationen wird der Remote Loader nur auf den Serverplattformen unterstützt.

NetIQ empfiehlt, vor der Installation von Identity Manager die aktuellen Patches für das Betriebssystem mit der automatisierten Aktualisierungsfunktion des Herstellers anzuwenden.

HINWEIS:Zertifiziert bedeutet, dass das Betriebssystem vollständig getestet wurde und unterstützt wird.

Betriebssystem (unterstützt)

Aktuelle Version der Service Packs für die zertifizierten Betriebssysteme

HINWEIS:Unterstützt bedeutet, dass das Betriebssystem noch nicht getestet wurde; es ist jedoch davon auszugehen, dass es funktioniert..

Virtualisierungssystem

  • Hyper-V Server 2012 R2

  • VMWare ESX 5.0 und höher

  • Windows Server 2012 R2-Virtualisierung mit Hyper-V (unterstützt)

NetIQ unterstützt Identity Manager auf Enterprise-Virtualisierungssystemen, die die Betriebssysteme, unter denen die NetIQ-Produkte ausgeführt werden können, offiziell unterstützen. Sofern die Anbieter der Virtualisierungssysteme diese Betriebssysteme offiziell unterstützen, unterstützt NetIQ den gesamten Identity Manager-Stack auf diesen Systemen.

.NET Remote Loader

Der .NET Remote Loader ist auf Windows-basierte Server ausgelegt.

Kategorie

Anforderung

Prozessor

Pentium* III 600-MHz-Prozessor

Arbeitsspeicher

512 MB

Betriebssystem (zertifiziert)

Eines der folgenden 64-Bit-Betriebssysteme:

  • Windows Server 2016

  • Windows Server 2012 R2

  • Windows Server 2012

  • Windows Server 2008 R2

Für ein 32-Bit-Betriebssystem:

  • Windows Server 2008 SP2

NetIQ empfiehlt, vor der Installation von Identity Manager die aktuellen Patches für das Betriebssystem mit der automatisierten Aktualisierungsfunktion des Herstellers anzuwenden.

HINWEIS:Zertifiziert bedeutet, dass das Betriebssystem vollständig getestet wurde und unterstützt wird.

Betriebssystem (unterstützt)

Aktuelle Version der Service Packs für die zertifizierten Betriebssysteme

HINWEIS:Unterstützt bedeutet, dass das Betriebssystem noch nicht getestet wurde; es ist jedoch davon auszugehen, dass es funktioniert..

Virtualisierungssystem

  • Hyper-V Server 2012 R2

  • VMWare ESX 5.5

  • Windows Server 2012 R2-Virtualisierung mit Hyper-V (unterstützt)

NetIQ unterstützt Identity Manager auf Enterprise-Virtualisierungssystemen, die die Betriebssysteme, unter denen die NetIQ-Produkte ausgeführt werden können, offiziell unterstützen. Sofern die Anbieter der Virtualisierungssysteme diese Betriebssysteme offiziell unterstützen, unterstützt NetIQ den gesamten Identity Manager-Stack auf diesen Systemen.

.NET Framework

4.x

Java Remote Loader

Der Java Remote Loader kann auf jedem System mit kompatibler JRE und Java-Sockets ausgeführt werden.

Kategorie

Anforderung

Prozessor

Pentium* III 600 MHz oder schneller

Arbeitsspeicher

512 MB für den Remote Loader

JRE

Java8u162 oder höher

HINWEIS:Java Remote Loader funktioniert mit jeder öffentlich unterstützten Version von Java.

Plattformagent

PA v2011.1r6