8.4 Planen der Installation des Remote Loaders

8.4.1 Checkliste für die Installation des Remote Loaders

NetIQ empfiehlt, die Schritte in der folgenden Checkliste auszuführen:

Checkliste

  1. Informieren Sie sich über die Interaktion zwischen den Identity Manager-Komponenten. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 3.3.3, Remote Loader.

  1. Legen Sie fest, welche Server für die Identity Manager-Komponenten verwendet werden sollen. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 5.7, Empfehlungen für Installationsszenarien und Servereinrichtung.

  1. Stellen Sie sicher, dass die Identity Manager-Engine installiert ist.

  1. Lesen Sie die Überlegungen zur Installation des Remote Loader, und prüfen Sie, ob die Computer den Voraussetzungen entsprechen. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 8.4.5, Voraussetzungen und Überlegungen für die Installation des Remote Loader.

  1. Prüfen Sie die Hardware- und Software-Voraussetzungen der Computer, auf denen der Remote Loader gehostet werden soll. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 8.3.4, Systemanforderungen für Identity Manager-Engine, Remote Loader und iManager.

  1. (Bedingt) Stellen Sie bei Computern mit RHEL 7.3-Betriebssystem (oder höher) sicher, dass die erforderlichen Bibliotheken installiert sind. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 5.9.4, Installieren von Identity Manager auf Servern mit RHEL 7.3 (oder höher).

  1. (Bedingt) Soll der Remote Loader auf einem Server installiert werden, auf dem die Identity Manager-Engine nicht gehostet wird, muss es möglich sein, eine sichere Verbindung zur Engine herzustellen. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 11.3.1, Herstellen einer sicheren Verbindung zur Identity Manager-Engine.

  1. Entscheiden Sie, ob die 32-Bit- oder die 64-Bit-Version des Remote Loader installiert werden soll. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 8.4.4, Verwenden des 32-Bit- und des 64-Bit-Remote Loader auf demselben Computer.

  1. Entscheiden Sie, ob der Remote Loader oder der Java Remote Loader verwendet werden soll. Weitere Informationen finden Sie in Erläuterungen zum Java Remote Loader.

  1. Installieren Sie den Remote Loader. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 9.0, Installieren der Identity Manager-Engine, der Identitätsanwendungen und von Identity Reporting.

  1. (Bedingt) Soll der Java Remote Loader installiert werden, beachten Sie die Anweisungen in Abschnitt 9.2, Installieren des Java Remote Loader.

  1. Prüfen Sie die Parameter zum Konfigurieren einer Treiberinstanz. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 11.3.2, Erläuterungen zu den Kommunikationsparametern für den Remote Loader.

  1. Befolgen Sie die Anweisungen zum Konfigurieren einer Treiberinstanz im Remote Loader in einem der folgenden Abschnitte:

  1. Bereiten Sie die Treiber für den Remote Loader vor. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 11.3.5, Konfigurieren von Identity Manager-Treibern für die Verwendung mit dem Remote Loader.

  1. Starten Sie die Treiberinstanz im Remote Loader. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 11.3.8, Starten einer Treiberinstanz im Remote Loader.

  1. (Bedingt) Weitere Informationen zum Konfigurieren der beiderseitigen Authentifizierung zwischen dem Remote Loader und der Identity Manager-Engine finden Sie in Abschnitt 11.3.6, Konfigurieren der beiderseitigen Authentifizierung mit der Identity Manager-Engine.

  1. Stellen Sie sicher, dass der Remote Loader und der Treiber mit der Identity Manager-Engine und dem verbundenen System kommunizieren. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 11.3.7, Überprüfen der Konfiguration.

  1. Installieren Sie die restlichen Identity Manager-Komponenten, z. B. Designer und Analyzer.

8.4.2 Erläuterungen zum Remote Loader

Mit dem Remote Loader können Sie Identity Manager-Treiber auf verbundenen Systemen ausführen, auf denen das Identitätsdepot und die Identity Manager-Engine nicht gehostet werden.

Der Remote Loader kann die in den plattformspezifischen Dateien enthaltenen Identity Manager-Anwendungsschnittstellenmodule über JNI sowie die häufiger verwendeten Identity Manager-Anwendungsschnittstellenmodule in plattformunabhängigen JAR-Dateien hosten. Der Remote Loader kann auf jeder Plattform ausgeführt werden. Plattformspezifische Schnittstellenmodule müssen jedoch auf der jeweils nativen Plattform ausgeführt werden (beispielsweise .iso-Dateien unter Linux).

Erläuterungen zu Schnittstellenmodulen

Der Remote Loader kommuniziert über Schnittstellenmodule mit der Anwendung auf einem verwalteten System. Ein Schnittstellenmodul besteht aus einer oder mehreren Dateien, in denen sich der Code zum Verarbeiten der Ereignisse befindet, die zwischen dem Identitätsdepot und der Anwendung synchronisiert werden. Vor Verwendung des Remote Loader müssen Sie das Anwendungsschnittstellenmodul so konfigurieren, dass eine sichere Verbindung zur Identity Manager-Engine hergestellt wird. Außerdem müssen sowohl der Remote Loader als auch die Identity Manager-Treiber konfiguriert werden. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 11.3, Konfigurieren des Remote Loader und der Treiber.

Ermitteln des richtigen Zeitpunkts zum Verwenden des Remote Loader

Sie können die Identity Manager-Engine, das Identitätsdepot und das Treiberschnittstellenmodul auf demselben Server installieren. Die Identity Manager-Engine wird als Teil eines eDirectory-Prozesses ausgeführt. Die Identity Manager-Treiber können auf dem Server ausgeführt werden, auf dem sich Identity Manager befindet. Sie können zudem Teil desselben Prozesses sein, in dem die Identity Manager-Engine ausgeführt wird. In den folgenden Szenarien sollten die Identity Manager-Treiber jedoch aus strategischen Gründen als separater Prozess auf dem Server ausgeführt werden, auf dem die Identity Manager-Engine gehostet wird:

  • Schutz der Identitätsdepots vor Ausnahmefehlern, die durch das Treiberschnittstellenmodul ausgelöst werden.

  • Erhöhen der Leistung des Servers, auf dem die Identity Manager-Engine ausgeführt wird, durch das Auslagern von Treiberbefehlen an die Remote-Anwendung oder Datenbank.

  • Ausführen von weiteren Treibern auf Servern, auf dem die Identity Manager-Engine nicht gehostet wird.

In diesen Szenarien stellt der Remote Loader einen Kommunikationskanal zwischen der Identity Manager-Engine und dem Treiber bereit. Sie installieren beispielsweise einen LDAP-Treiber auf demselben Server wie die Identity Manager-Engine und das Identitätsdepot. Dann installieren Sie den AD-Treiber (Active Directory) mit dem Remote Loader auf einem anderen Server. Damit die Treiber auf die Anwendung zugreifen und mit dem Identitätsdepot kommunizieren können, installieren Sie den Remote Loader auf beiden Servern (siehe Abbildung):

NetIQ empfiehlt, nach Möglichkeit die Remote Loader-Konfiguration für die Treiber zu verwenden. Nutzen Sie den Remote Loader selbst dann, wenn sich die Anwendung auf demselben Server wie die Identity Manager-Engine befindet.

Erläuterungen zum Java Remote Loader

Der Java Remote Loader bietet die Flexibilität zum Laden eines Treiberschnittstellenmoduls auf Computern mit Linux-Servern, die der native Remote Loader nicht unterstützt. Der Java Remote Loader ist eine Java-Anwendung. Java Remote Loader funktioniert mit jeder öffentlich unterstützten Version von Java.

Öffnen Sie die Anwendung mit dem Skript dirxml_jremote. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 11.3.4, Konfigurieren des Java Remote Loader für Treiberinstanzen.

8.4.3 Erläuterungen zum Installationsprogramm

Das Installationsprogramm der Identity Manager-Engine installiert eine 32-Bit- und/oder eine 64-Bit-Version eines Remote Loader. Neben dem Remote Loader können Sie im Installationsprogramm die Treiber auswählen, die auf dem verbundenen System installiert werden sollen.

8.4.4 Verwenden des 32-Bit- und des 64-Bit-Remote Loader auf demselben Computer

Standardmäßig erkennt das Installationsprogramm die Betriebssystemversion und installiert anschließend die entsprechende Version des Remote Loader. Sie können sowohl den 32-Bit- als auch den 64-Bit-Remote Loader auf einem 64-Bit-Betriebssystem installieren:

  • Wenn Sie eine 32-Bit-Version von Remote Loader aufrüsten, die auf einem 64-Bit-Betriebssystem installiert ist, rüstet der Prozess den 32-Bit-Remote Loader auf die aktuelle Version auf und installiert darüber hinaus den 64-Bit-Remote Loader.

  • Wenn Sie sowohl einen 32-Bit- als auch einen 64-Bit-Remote Loader auf demselben Computer installieren, werden die Audit-Ereignisse nur mit dem 64-Bit-Remote Loader generiert. Wenn zuerst ein 64-Bit-Remote Loader und dann ein 32-Bit-Remote Loader installiert wird, werden die Ereignisse im 32-Bit-Cache protokolliert.

8.4.5 Voraussetzungen und Überlegungen für die Installation des Remote Loader

NetIQ empfiehlt, vor dem Installieren des Remote Loader die folgenden Überlegungen zu lesen:

  • Vor der Installation des Remote Loader muss die Identity Manager-Engine installiert werden.

    Wenn Sie den Remote Loader installiert haben, ohne zuvor die Identity Manager-Engine installiert zu haben, müssen Sie die Datei novell-openssl-9.1.0-0.x86_64.rpm installieren, bevor Sie die Identity Manager-Engine konfigurieren können.

    1. Navigieren Sie zum folgenden Verzeichnis:

      <Speicherort, in dem die Datei „Identity_Manager_4.7_Linux.iso“ eingehängt ist>/IDM/packages/OpenSSL/x86_64/

    2. Installieren Sie die Datei novell-openssl-9.1.0-0.x86_64.rpm mit dem folgenden Befehl:

      rpm -ivh novell-openssl-9.1.0-0.x86_64.rpm

  • Installieren Sie den Remote Loader auf einem Server, der mit den verbundenen Systemen kommunizieren kann. Der Treiber für die einzelnen verwalteten Systeme muss mit den relevanten APIs zur Verfügung stehen.

  • Sie können den Remote Loader auf demselben Computer installieren wie die Identity Manager-Engine.

  • Sie können sowohl den 32-Bit- als auch den 64-Bit-Remote Loader auf demselben Computer installieren.

  • Sie können den Java Remote Loader auf Plattformen installieren, die den nativen Remote Loader nicht unterstützen. Weitere Informationen zu den unterstützten Plattformen finden Sie unter Abschnitt 8.3.4, Systemanforderungen für Identity Manager-Engine, Remote Loader und iManager.

  • NetIQ empfiehlt, nach Möglichkeit die Remote Loader-Konfiguration für die Treiber zu verwenden. Nutzen Sie den Remote Loader selbst dann, wenn sich das verbundene System auf demselben Server wie die Identity Manager-Server-Engine befindet.

    Wenn Sie das Treiberschnittstellenmodul in der Remote Loader-Konfiguration ausführen, erzielen Sie die folgenden Vorteile:

    • Die Trennung des Arbeitsspeichers und der Verarbeitung zwischen den Treiberschnittstellenmodulen steigert die Leistung der Identity Manager-Lösung und erleichtert ihre Überwachung.

    • Das Installieren von Patches und das Aufrüsten des Treiberschnittstellenmoduls wirken sich nicht auf das Identitätsdepot oder andere Treiber aus.

    • Das Identitätsdepot wird vor schwerwiegenden Fehlern geschützt, die eventuell im Treiberschnittstellenmodul auftreten.

    • Die Last wird von den Treiberschnittstellenmodulen auf andere Server verteilt.

  • Die folgenden Treiber unterstützen die Funktionen des Remote Loader:

    • Access Review

    • ACF2

    • Azure Active Directory

    • Banner

    • Schwarzes Brett

    • Datenerfassungsdienst

    • Text mit Begrenzungszeichen

    • GoogleApps

    • REST

    • GroupWise 2014 (für den 32-Bit-Remote Loader)

    • JDBC

    • JMS

    • LDAP

    • Linux-Einstellungen

    • Lotus Notes

    • Verwaltetes System – Gateway

    • „Manuelle Aufgabe“-Services

    • Null- und Loopback

    • Office 365

    • Oracle EBS HRMS

    • Oracle EBS TCA

    • Oracle EBS User Management

    • PeopleSoft 5.2

    • Privileged User Management

    • Remedy

    • SalesForce.com

    • SAP Business Logic

    • SAP Portal

    • SAP HR (wird für Java Remote Loader nicht unterstützt)

    • SAP User Management (wird für Java Remote Loader nicht unterstützt)

    • ServiceNow

    • Integrationsmodul V2.0 für Sentinel

    • SharePoint

    • SOAP

    • Streng geheim

    • Auftrag

  • Die folgenden Treiber bieten keine Unterstützung für den Remote Loader:

    • eDirectory bidirektional

    • eDirectory

    • Berechtigungsservices

    • Rollenservice

    • Benutzeranwendung