Wenn die erforderliche Zielinfrastruktur für einen Failback-Vorgang ein physischer Computer ist, müssen Sie ihn in PlateSpin Protect registrieren.
Die Registrierung eines physischen Computers erfolgt durch das Booten des physischen Zielcomputers mit dem PlateSpin-Boot-Image (ISO-Image).
Sie können die PlateSpin-Boot-ISO-Images (bootofx.x2p.iso für BIOS-Firmware-basierte Ziele und bootofx.x2p.uefi.iso für UEFI-Firmware-basierte Ziele) im Bereich PlateSpin Protect von Novell Downloads herunterladen. Führen Sie dazu eine Suche mit folgenden Parametern aus:
PlateSpin Protect
PlateSpin Protect11.0
Alle Datumsangaben
Sie können mithilfe eines benutzerdefinierten Dienstprogramms weitere Linux-Gerätetreiber zu einem Paket zusammenstellen und in das PlateSpin-Boot-Image einfügen, bevor Sie es auf eine CD brennen:
Beschaffen oder kompilieren Sie geeignete *.ko-Treiberdateien für den Zielhardware-Hersteller.
WICHTIG:Stellen Sie sicher, dass die Treiber mit dem in der ISO-Datei enthaltenen Kernel kompatibel sind (für x86-Systeme: 3.0.93-0.8-pae, für x64-Systeme: 3.0.93-0.8-default) und zur Architektur des Zielcomputers passen. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch im KB-Artikel 7005990.
Mounten Sie das Image in einem Linux-Computer (root-Berechtigungsnachweis erforderlich). Verwenden Sie die folgende Befehlssyntax:
mount –o loop <Pfad-zu-ISO> <Mount-Punkt>
Kopieren Sie das Skript rebuildiso.sh, das sich im Unterverzeichnis /tools der gemounteten ISO-Datei befindet, in ein temporäres Arbeitsverzeichnis. Wenn Sie fertig sind, entladen Sie die ISO-Datei. (Führen Sie dazu den Befehl unmount <Mount-Punkt> aus.)
Erstellen Sie ein weiteres Arbeitsverzeichnis für die erforderlichen Treiberdateien und speichern Sie diese in diesem Verzeichnis.
Führen Sie im Verzeichnis, in dem Sie das Skript rebuildiso.sh gespeichert haben, das Skript rebuildiso.sh als Stamm aus und verwenden Sie dazu die folgende Syntax:
./rebuildiso.sh <ARGS> [-v] -m32|-m64 -i <ISO-Datei>
In der folgenden Tabelle sind die möglichen Befehlszeilenoptionen für diesen Befehl aufgeführt:
|
Option |
Beschreibung |
|---|---|
|
-i <ISO-Datei> |
<ISO-Datei> ist die ISO zum Bearbeiten, Auflisten etc. |
|
-v |
Falls dieser Befehl zusammen mit dem Argument -l verwendet wird, verursacht die Option die Verwendung von „modinfo“, um umfassende Treiberinformationen abzurufen. |
|
-o |
Falls dieser Befehl zusammen mit dem Argument -c oder dem Argument -d verwendet wird, dann wird die alte Kopie der ISO-Datei nicht überschrieben. |
|
-m32 |
gibt an, dass die 32-Bit-initrd einbezogen wird |
|
-m64 |
gibt an, dass die 64-Bit-initrd einbezogen wird |
In der nächsten Tabelle sind die möglichen Argumente für die Verwendung mit diesem Befehl aufgeführt. Mindestens eines dieser Argumente muss im Befehl verwendet werden:
|
Argument |
Beschreibung |
|---|---|
|
-d <Pfad> |
<Pfad> gibt das Verzeichnis mit den Treibern an (d. h. *.ko-Dateien), die Sie einbeziehen möchten. Bei Anwendung dieses Befehls wird die ISO-Datei mit den hinzugefügten Treibern aktualisiert. |
|
-c <Pfad> |
<Pfad> gibt an, wo sich eine ConfigureTakeControl.xml-Datei befindet. |
|
-l [<Typ>] |
<Typ> gibt eine Teilmenge von Treibern an, die Sie auflisten möchten. Standardmäßig ist „alle“ Typen festgelegt. Aufgeführte Treibertypen, die mit einem Schrägstrich ( / ) beginnen, befinden sich vermutlich unter <Kernel-Modul-Verzeichnis>/Kernel/ Aufgeführte Treibertypen, die nicht mit einem Schrägstrich ( / ) beginnen, befinden sich vermutlich unter <Kernel-Modul-Verzeichnis/Kernel/Treiber/ Beispiele für Treiber-Teilmengen:
Besondere Verwendung dieses Arguments: Wenn Sie die verfügbaren Unterverzeichnisse der einzelnen Teilmengen aufführen möchten, verwenden Sie das Argument wie folgt: -l INDEX |
So listen Sie einen Index von 32-Bit-Treibern auf:
# ./rebuildiso.sh -i bootofx.x2p.iso -m32 -l INDEX
So listen Sie Treiber auf, die im Ordner „/Verschiedene“ gefunden werden:
# ./rebuildiso.sh -i bootofx.x2p.iso -m32 -l misc
So beziehen Sie 32-Bit-Treiber vom Ordner „/OEM-Treiber“ ein:
# ./rebuildiso.sh -i bootofx.x2p.iso -m32 -d oem-drivers
So beziehen Sie 64-Bit-Treiber vom Ordner „/OEM-Treiber“ sowie eine benutzerdefinierte Datei „ConfigureTakeControl.xml“ ein:
# ./rebuildiso.sh -i bootofx.x2p.iso -m64 -c ConfigureTakeControl.xml -d oem-drivers
Brennen Sie das PlateSpin-Boot-ISO-Image auf eine CD oder speichern Sie es auf einem Medium, von dem Ihr Ziel booten kann.
Stellen Sie sicher, dass der Netzwerk-Switch-Anschluss, der mit dem Ziel verbunden ist, auf eingestellt ist.
Verwenden Sie die Boot-CD zum Booten des physischen Zielcomputers und warten Sie, bis das Befehlszeilenfenster geöffnet wird.
(Nur Linux) Geben Sie bei 64-Bit-Systemen im anfänglichen Bootprompt Folgendes ein:
ps64 (für Systeme mit bis zu 512 MB RAM)
ps64_512m (für Systeme mit mehr als 512 MB RAM)
Drücken Sie die Eingabetaste.
Geben Sie nach der Eingabeaufforderung den Hostnamen oder die IP-Adresse Ihres PlateSpin-Server-Hosts ein.
Geben Sie den Administrator-Berechtigungsnachweis für den PlateSpin Server-Host einschließlich einer Zertifizierungsstelle an. Verwenden Sie für das Benutzerkonto das folgende Format:
Domäne\Benutzername oder Hostname\Benutzername
Verfügbare Netzwerkkarten werden anhand ihrer MAC-Adressen erkannt und angezeigt.
Wenn DHCP auf der zu verwendenden NIC verfügbar ist, drücken Sie die Eingabetaste, um fortzufahren. Wenn DHCP nicht verfügbar ist, geben Sie an, dass die erforderliche NIC mit einer statischen IP-Adresse konfiguriert werden soll.
Geben Sie einen Hostnamen für den physischen Computer ein oder drücken Sie die Eingabetaste, um die Standardwerte zu übernehmen.
Wenn Sie dazu aufgefordert werden, anzugeben, ob Sie HTTPS verwenden möchten, müssen Sie J eingeben, wenn Sie SSL aktiviert haben, oder N, wenn dies nicht der Fall ist.
Nach kurzer Zeit sollte der physische Computer in den Failback-Einstellungen der PlateSpin Protect-Weboberfläche verfügbar sein.