Die Leistungsmerkmale Ihres PlateSpin Protect-Produkts sind von einer Reihe von Faktoren abhängig, darunter:
Hardware- und Softwareprofile Ihrer Ursprungs-Workloads
Hardware- und Softwareprofile Ihrer Ziel-Container
Hardware- und Softwareprofil Ihres PlateSpin-Server-Hosts
Eigenschaften Ihrer Netzwerkbandbreite, -konfiguration und -bedingungen
Die Anzahl der geschützten Workloads
Die Anzahl der Volumes unter Schutz
Die Größe der Volumes unter Schutz
Dateidichte (Anzahl der Dateien pro Kapazitätseinheit) auf den Volumes des Ursprungs-Workloads
Ursprungs-E/A-Ebenen (die Auslastung Ihrer Workloads)
Die Anzahl der gleichzeitigen Reproduktionen
Ob die Datenverschlüsselung aktiviert oder deaktiviert ist
Ob die Datenkomprimierung aktiviert oder deaktiviert ist
Bei umfangreichen Workload-Schutz-Plänen sollten Sie einen Testschutz eines typischen Workloads und einige Reproduktionen durchführen und das Ergebnis als Benchmark verwenden, wobei Sie Ihre Metriken während des gesamten Projekts regelmäßig feineinstellen sollten.
In Ihrer Schutzumgebung sind unterschiedliche Wiederherstellungspunkte und -zeitpunkte für die verschiedensten Workloads erforderlich.
Angestrebter Wiederherstellungszeitpunkt (RPO): Die RPO-Einstellung beschreibt das in Zeit gemessene tolerierbare Ausmaß eines Datenverlusts im Fall eines weitreichenden IT-Ausfalls. Sie definieren den RPO mit einem konfigurierbaren Intervall zwischen den inkrementellen Reproduktionen eines geschützten Workloads.
Der RPO wird vom aktuellen Nutzungsumfang von PlateSpin Protect, der Rate und dem Ausmaß von Änderungen im Workload sowie von der Netzwerkgeschwindigkeit und dem gewählten Reproduktionszeitplan beeinflusst.
Angestrebte Wiederherstellungszeit (RTO): Die RTO-Einstellung beschreibt die tolerierbare Ausfallzeit eines Workloads, gemessen als die Zeitspanne bis zum Abschluss eines Failover-Vorgangs. Mit dem Failover-Vorgang wird ein Failover-Workload online geschaltet, der dann vorübergehend einen geschützten Produktions-Workload ersetzt.
Die benötigte RTO wird von der Zeit beeinflusst, die für das Konfigurieren und Ausführen des Failover-Vorgangs benötigt wird (10 bis 45 Minuten). Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Failover.
Angestrebte Testzeit (TTO): Die TTO-Einstellung beschreibt die Zeit, die zum Testen des Wiederherstellungsplans benötigt wird, damit der Dienst erfolgreich wiederhergestellt werden kann. Es entspricht weitgehend der RTO, umfasst jedoch auch die Zeit, die ein Benutzer zum Testen des Failover-Workloads benötigt.
Verwenden Sie die Funktion Failover testen, um verschiedene Szenarien zu durchlaufen und Vergleichsdaten zu generieren. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Verwenden der Funktion „Failover testen“.
Zu den Faktoren, die Auswirkungen auf den RPO sowie die RTO und TTO haben, gehört die Anzahl der erforderlichen gleichzeitigen Failover-Vorgänge. Ein einzelner Failover-Workload verfügt über mehr Arbeitsspeicher und CPU-Ressourcen als mehrere Failover-Workloads, die sich die Ressourcen der ihnen zugrunde liegenden Infrastruktur teilen.
Beim Testen der Failover-Antwort beachten Sie die Istwerte für die konfigurierten RPO-, RTO- und TTO-Werte:
RPA (Recovery Point Actual): Der RPA ist der in Zeit gemessene tatsächliche Datenverlust, der durch das tatsächlich gemessene Intervall zwischen inkrementellen Reproduktionen eines geschützten Workloads während eines Failover-Tests definiert wird. Der RPA wird auch als tatsächlicher angestrebter Wiederherstellungszeitpunkt (tatsächlicher RPO) bezeichnet.
RTA (Recovery Time Actual): Der RTA ist ein Wert für die tatsächliche Ausfallzeit eines Workloads, definiert durch die Zeit, die für einen Failover-Vorgang erforderlich ist. Der RTA wird auch als tatsächliche angestrebte Wiederherstellungszeit (tatsächliche RTO) bezeichnet.
Tatsächliche Testzeit (TTA): Die TTA ist ein Maß für den tatsächlichen Zeitraum, in dem sich ein Wiederherstellungsplan für den Katastrophenfall testen lässt. Es entspricht weitgehend der tatsächlichen RTO, umfasst jedoch auch die Zeit, die ein Benutzer zum Testen des Failover-Workloads benötigt. Die TTA wird auch als tatsächliche angestrebte Testzeit (tatsächliche TTO) bezeichnet.
Führen Sie zum Ermitteln der durchschnittlichen Failover-Zeiten für Workloads in Ihrer Umgebung Test-Failovers zu unterschiedlichen Zeiten durch und verwenden Sie sie als Vergleichsdaten in Ihren Gesamtwiederherstellungsplänen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Generieren von Workload- und Workload-Schutz-Berichten.
Falls erforderlich, kann PlateSpin Protect die Workload-Daten vor der Übertragung über das Netzwerk komprimieren. So können Sie die Gesamtmenge der während Reproduktionen übertragenen Daten verringern.
Die Komprimierungsverhältnisse hängen von der Art der Dateien auf den Volumes eines Ursprungs-Workloads ab und können von 0,9 (100 MB Daten komprimiert auf 90 MB) bis etwa 0,5 (100 MB komprimiert auf 50 MB) variieren.
HINWEIS:Die Datenkomprimierung verwendet die Prozessorleistung des Ursprungs-Workloads.
Die Datenkomprimierung kann für jeden Workload einzeln oder auf einer Schutzebene konfiguriert werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Schutzebenen.
In PlateSpin Protect können Sie die Menge an Netzwerkbandbreite steuern, die im Verlauf eines Workload-Schutzes durch die direkte Ursprung-zu-Ziel-Kommunikation verbraucht wird. Sie können für jeden Schutzplan eine Durchsatzrate festlegen. Dies verhindert, dass Reproduktionsverkehr Ihr Produktionsnetzwerk verstopft, und verringert die Gesamtlast Ihres PlateSpin-Servers.
Die Bandbreitendrosselung kann für jeden Workload einzeln konfiguriert werden oder auf einer Schutzebene. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Schutzebenen.
Die Skalierbarkeit hängt von den folgenden Hauptmerkmalen Ihres PlateSpin Protect-Produkts ab:
Workloads pro Server: Die Anzahl der Workloads pro PlateSpin-Server kann zwischen 10 und 50 variieren. Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab, z. B. Ihren RPO-Anforderungen und den Hardware-Eigenschaften des Server-Hosts.
Schutz pro Container: Der maximale Schutz pro Container basiert auf den VMware-Spezifikationen bezüglich der maximalen Anzahl an unterstützten VMs pro ESXi-Host (ist aber nicht identisch). Weitere Faktoren sind die Wiederherstellungsstatistik (einschließlich der gleichzeitigen Reproduktionen und Failovers) sowie die Händlerspezifikationen für die Hardware.
Sie sollten Tests durchführen, Ihre Kapazitätszahlen stufenweise anpassen und sie zur Bestimmung der maximalen Skalierbarkeit verwenden.
PlateSpin Protect enthält die Microsoft SQL Server Express Edition. Die Funktionen von SQL Server Express reichen für einen einzelnen PlateSpin-Server aus, der bis zu 50 Workloads schützt (siehe Abschnitt 1.4.5, Skalierbarkeit).
HINWEIS:Microsoft SQL Server Express verfügt über eine Größenbeschränkung bei Datenbanken von 10 GB und kann jeweils nur einen CPU-Kern nutzen. Weitere Informationen zu Anforderungen und Einschränkungen bei SQL Server Express finden Sie in der Dokumentation zu Microsoft SQL Server 2014 Express.
Die PlateSpin-Server-Datenbankinstanz kann monatlich um bis zu 0,5 GB pro Workload anwachsen, abhängig von der Anzahl der geplanten inkrementellen Reproduktionen. Es wird empfohlen, die älteren Berichtsdaten regelmäßig zu archivieren oder zu verwerfen, damit genügend Platz für neue Berichtsdaten bereitsteht.
In einem VMware-DRS-Cluster müssen die Schutzziele über mehrere Hosts im Cluster hinweg ausgeglichen werden, sodass die optimale Leistung erzielt wird.
Außerdem wird empfohlen, in den folgenden Umgebungen den PlateSpin-Server zur Verwendung einer Datenbankinstanz auf dem bestehenden Microsoft SQL Server Standard Edition- oder Enterprise Edition-Datenbankserver konfigurieren:
Bereitstellungen von mehreren PlateSpin-Servern, die denselben Remote-Datenbankserver mit Microsoft SQL Server für ihre Datenbankinstanzen verwenden
Bereitstellungen, bei denen die Aufbewahrung des gesamten Berichtsdatenverlaufs wichtig ist
Mehrere PlateSpin-Server können auf denselben Remote-Datenbankserver zugreifen, wobei jedoch jeder Server eine eigene Datenbankinstanz benötigt.
Weitere Informationen zum Einrichten einer Remote-Datenbankinstanz für den PlateSpin-Server finden Sie unter Konfigurieren des Microsoft SQL Server-Remote-Datenbankservers
im PlateSpin Protect-Installations- und Aufrüstungshandbuch.