Es wird empfohlen, Snapshots für die blockbasierte Datenübertragung vorzubereiten. Stellen Sie sicher, dass jede Volume-Gruppe über genügend freien Speicherplatz für Snapshots verfügt (mindestens 10 % der Summe aller Partitionen). Wenn keine Snapshots verfügbar sind, wird Protect die Blöcke im Ursprungs-Workload einzeln nacheinander zur Datenübertragung sperren und wieder freigeben.
Sind LVM-Snapshots vorhanden, greift der blkwatch-Treiber darauf zurück. Durch Kopieren der Blöcke aus dem Snapshot vermeiden Sie potenzielle Konflikte durch geöffnete Dateien.
Weitere Informationen zum LVM-Speicher finden Sie im Knowledgebase-Artikel 7005872.
Bei Linux-Workloads mit Open Enterprise Server steht die LVM-Snapshot-Lösung für NSS-Pools nicht zur Verfügung. Bei der Reproduktion von NSS-Pools wird Protect die einzelnen Blöcke einzeln nacheinander zur Datenübertragung sperren und wieder freigeben. Damit potenzielle Konflikte mit geöffneten Dateien vermieden werden und die Leistung bei der Reproduktion erhöht wird, können Sie NSS-Pool-Snapshots für die Reproduktion heranziehen.
Sie können wahlweise einen einzigen unformatierten Datenträger für alle NSS-Pool-Snapshots hinzufügen oder je einen separaten unformatierten Datenträger pro NSS-Pool. Die beste Leistung wird erzielt, wenn Sie je einen separaten Datenträger pro Pool hinzufügen. Fügen Sie den Datenträger hinzu, bevor Sie den Workload-Schutz einrichten. Sie bereiten den zu verwendenden Datenträger vor und PlateSpin konfiguriert die NSS-Snapshots für den Pool während der Reproduktion.
HINWEIS:Standardmäßig nutzt PlateSpin den verwalteten NLVM-Datenträger mit der größten Menge an freiem Speicherplatz (unpartitionierter Speicherplatzspace) für die NSS-Pool-Snapshots. Wenn sich die NSS-Pool-Snapshots für die Reproduktion auf demselben Datenträger wie Ihr Root-Dateisystem befinden oder auf einem anderen Datenträger mit fortlaufender Datenträger-E/A, sollten Sie die NSS-Snapshots mithilfe der Datei /etc/platespin/platespin.conf auf einen geeigneten Datenträger leiten.
Weitere Informationen zur Funktionsweise von NSS-Snapshots auf Open Enterprise Server finden Sie unter Richtlinien zum Verwenden und Verwalten von Pool-Snapshots
im NSS-Dateisystem – Verwaltungshandbuch für Linux.
So richten Sie einen oder mehrere Datenträger für Snapshots von NSS-Pools ein:
Fügen Sie auf dem OES-Ursprungs-Workload einen unformatierten Linux-Datenträger für Snapshots aller NSS-Pools hinzu. Alternativ können Sie je einen separaten Datenträger pro NSS-Pool erstellen.
Die Größe des Datenträgers sollte etwa 20 % der Menge der verwendeten Daten im NSS-Pool entsprechen. Passen Sie die Größe gemäß der Datenänderungen oder des Datenwachstums an, die eventuell im Zeitraum einer Reproduktion auftreten können.
Initialisieren Sie alle in Schritt 1 erstellten Datenträger jeweils für die Verwaltung mit NLVM.
Sie können den Datenträger mit NSSMU- oder NLVM-Befehlen initialisieren. Als Geräteformat ist wahlweise GPT oder DOS möglich.
So verwenden Sie NSSMU:
Starten Sie NSSMU und wählen Sie Geräte.
Wählen Sie den neuen Datenträger aus und initialisieren Sie ihn mit der Taste F3.
So verwenden Sie NLVM-Befehle:
Geben Sie in der Befehlszeile Folgendes ein:
NLVM init <device_name> [format]
Unter Umständen müssen Sie angeben, welcher Datenträger für die Snapshots der einzelnen NSS-Pools verwendet werden sollen. Erstellen Sie im OES-Ursprungs-Workload eine Datei platespin.conf und weisen Sie die NSS-Pools den neuen Datenträgern zu:
Erstellen Sie in einem Texteditor die Datei /etc/platespin/platespin.conf.
Tragen Sie für die einzelnen NSS-Pools jeweils die Geräte- und Größeninformationen im Parameter Customlocation mit der folgenden Syntax ein:
[BenutzerdefinierterSpeicherort] /dev/pool/<IhrPoolName>=<Gerät>:<maxUnpartitionierteGröße-in-MB>
Für den Pool NSSPOOL, mit dem Snapshots auf dem Gerät sdc mit einer maximalen Größe von 12.228 MB hinzugefügt werden sollen, geben Sie beispielsweise den nachfolgenden Eintrag an.
[BenutzerdefinierterSpeicherort] /dev/pool/NSSPOOL=sdc:12288
Speichern Sie die Datei.
Richten Sie den Workload-Schutz für den OES-Ursprungs-Workload ein.