5.7 Failback

Der nächste logische Schritt, der einem Failover folgt, ist ein Failback-Vorgang. Er überträgt den Failover-Workload an seine ursprüngliche oder, falls erforderlich, auf eine neue Infrastruktur.

Unterstützte Failback-Methoden hängen vom Typ der Zielinfrastruktur und dem Grad der Automatisierung des Failback-Vorgangs ab:

Die folgenden Abschnitte enthalten weitere Informationen:

5.7.1 Automatischer Failback auf eine VM-Plattform

Die folgenden Container werden als Ziele für automatische Failbacks unterstützt:

Ziel

Haftnotizen

VMware DRS-Cluster in vSphere 5.5

  • Die DRS-Konfiguration muss entweder Teilweise automatisiert oder Vollautomatisch sein (sie darf nicht auf Manuell gesetzt sein)

  • Als VM-Container darf der DRS-Cluster nur aus ESXi 5.5-Servern bestehen und kann nur von vCenter 5.5 verwaltet werden.

VMware DRS-Cluster in vSphere 5.1

  • Die DRS-Konfiguration muss entweder Teilweise automatisiert oder Vollautomatisch sein (sie darf nicht auf Manuell gesetzt sein)

  • Als VM-Container darf der DRS-Cluster nur aus ESXi 5.1-Servern bestehen und kann nur von vCenter 5.1 verwaltet werden.

VMware DRS-Cluster in vSphere 5.0

  • Die DRS-Konfiguration muss entweder Teilweise automatisiert oder Vollautomatisch sein (sie darf nicht auf Manuell gesetzt sein)

  • Als VM-Container darf der DRS-Cluster nur aus ESXi 5.0-Servern bestehen und kann nur von vCenter 5.0 verwaltet werden.

VMware DRS-Cluster in vSphere 4.1

  • Die DRS-Konfiguration muss entweder Teilweise automatisiert oder Vollautomatisch sein (sie darf nicht auf Manuell gesetzt sein)

  • Als VM-Container kann der Cluster – da er ein Container ist – eine Kombination aus ESX 4.1- und ESXi 4.1-Servern verwenden und kann nur von vCenter 4.1 verwaltet werden

VMware ESXi 4.1, 5.0, 5.1

ESXi-Versionen erfordern eine erworbene Lizenz. Der Schutz wird bei diesen Systemen nicht unterstützt, wenn sie mit einer kostenlosen Lizenz ausgeführt werden.

VMware ESX 4.1

 

So führen Sie einen automatischen Failback eines Failover-Workloads auf einen Ziel-VMware-Container aus:

  1. Wählen Sie im Anschluss an einen Failover den Workload auf der Seite „Workloads“ aus und klicken Sie auf Failback durchführen.

    Sie werden aufgefordert, die nachfolgenden Auswahlen zu treffen.

  2. Legen Sie die folgenden Parametergruppen fest:

    • Workload-Einstellungen: Geben Sie den Hostnamen oder die IP-Adresse Ihres Failover-Workloads und den Berechtigungsnachweis eines Administrators an. Verwenden Sie das erforderliche Berechtigungsnachweisformat (weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 6.2, Richtlinien für Workload-Berechtigungsnachweise).

    • Failback-Zieleinstellungen: Geben Sie die folgenden Parameter an:

      • Reproduktionsmethode: Wählen Sie den Umfang der Datenreproduktion aus. Wenn Sie Inkrementell auswählen, müssen Sie ein Ziel vorbereiten. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 6.6, Anfängliche Reproduktionsmethode (vollständig und inkrementell).

      • Zieltyp: Wählen Sie Virtuelles Ziel aus. Falls Sie nicht über einen Failback-Container verfügen, klicken Sie auf Container hinzufügen und inventarisieren Sie einen unterstützten Container.

  3. Klicken Sie auf Speichern und vorbereiten und überwachen Sie den Fortschritt auf dem Bildschirm „Befehlsdetails“.

    Nach erfolgreichem Abschluss lädt PlateSpin Forge den Bildschirm „Bereit für Failback“ und fordert Sie auf, die Details des Failback-Vorgangs anzugeben.

  4. Konfigurieren Sie die Failback-Details. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Failback-Details (Workload an VM).

  5. Klicken Sie auf Speichern und Failback durchführen und überwachen Sie den Fortschritt auf der Seite „Befehlsdetails“. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abbildung 5-2.

    PlateSpin Forge führt den Befehl aus. Wenn Sie in der Parametergruppe „Post-Failback“ den Parameter Erneut schützen nach Failback ausgewählt haben, wird der Befehl Erneut schützen auf der PlateSpin Forge-Weboberfläche angezeigt.

Abbildung 5-2 Failback-Befehlsdetails

Failback-Details (Workload an VM)

Failback-Details werden durch drei Parametergruppen dargestellt, die Sie konfigurieren, wenn Sie einen Workload-Failback an eine virtuelle Maschine durchführen.

Tabelle 5-2 Failback-Details (VM)

Parametergruppe (Einstellungen)

Details

Failback

Übertragungsmethode: Ermöglicht Ihnen, eine Datenübertragungsmethode und Sicherheit durch Verschlüsselung auszuwählen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 6.3, Datenübertragung.

Failback-Netzwerk: Ermöglicht Ihnen, den Failback-Datenverkehr über ein dediziertes Netzwerk zu leiten, das zu den in Ihrem Appliance-Host definierten Netzwerken gehört. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 6.10, Netzwerke.

VM-Datenablage: Ermöglicht Ihnen die Auswahl einer Datenablage, die Ihrem Failback-Container für den Ziel-Workload zugeordnet ist.

Volume-Zuordnung: Wenn Sie als anfängliche Reproduktionsmethode die Option „Inkrementell“ ausgewählt haben, können Sie hier die Ursprungs-Volumes auswählen und dem Failback-Ziel zur Synchronisierung zuordnen.

Anzuhaltende Dienste/Daemons: Ermöglicht Ihnen die Auswahl von Windows-Diensten oder Linux-Daemons, die während des Failbacks automatisch angehalten werden sollen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 6.7, Steuerung von Diensten und Daemons.

Alternative Adresse für Ursprung: Hier kann ggf. eine zusätzliche IP-Adresse für den virtuellen Failover-Computer eingegeben werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 2.3.2, Schutz über öffentliche und private Netzwerke durch NAT.

Workload

Anzahl der CPUs: Ermöglicht Ihnen die Angabe der erforderlichen Anzahl der dem Ziel-Workload zugewiesenen vCPUs.

VM-Arbeitsspeicher: Ermöglicht Ihnen das Zuweisen des erforderlichen RAM zum Ziel-Workload.

Hostname, Domäne/Arbeitsgruppe: Verwenden Sie diese Optionen, um die Identität und Domänen-/Arbeitsgruppenzugehörigkeit des Ziel-Workloads zu steuern. Für die Domänenzugehörigkeit ist der Berechtigungsnachweis eines Domänenadministrators erforderlich.

Netzwerkverbindungen: Verwenden Sie diese Optionen, um die Netzwerkzuordnung des Ziel-Workloads basierend auf den virtuellen Netzwerken des zugrunde liegenden VM-Containers anzugeben.

Zu ändernde Dienststatus: Ermöglicht Ihnen die Steuerung des Anfangsstatus spezifischer Anwendungsdienste (Windows) oder Daemons (Linux). Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 6.7, Steuerung von Diensten und Daemons.

Post-Failback

Workload erneut schützen: Verwenden Sie diese Option, wenn Sie planen, den Schutzvertrag für den Ziel-Workload nach der Bereitstellung neu zu erstellen. Dadurch kann der Ereignisverlauf für den Workload kontinuierlich geführt und eine Workload-Lizenz automatisch zugewiesen/festgelegt werden.

  • Erneut schützen nach Failback: Wählen Sie diese Option, wenn Sie planen, den Schutzvertrag für den Ziel-Workload neu zu erstellen. Wenn der Failback abgeschlossen ist, steht für den Failback-Workload der Befehl Erneut schützen auf der PlateSpin Forge-Weboberfläche zur Verfügung.

  • Kein erneutes Schützen: Wählen Sie diese Option, wenn Sie den Schutzvertrag für den Ziel-Workload nicht neu erstellen möchten. Zum Schützen des Failback-Workload nach dessen Abschluss müssen Sie diesen Workload neu inventarisieren und dessen Schutzdetails neu konfigurieren.

5.7.2 Halbautomatischer Failback auf einen physischen Computer

Gehen Sie folgendermaßen vor, um nach einem Failover den Failback eines Workloads an einen physischen Computer durchzuführen. Bei dem physischen Computer kann es sich um die ursprüngliche oder eine neue Infrastruktur handeln.

So führen Sie einen Failback für einen Workload auf einem physischen Computer aus:

  1. Registrieren Sie den erforderlichen physischen Computer bei Ihrem PlateSpin-Server. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 6.11, Failback auf physische Computer.

  2. Falls Treiber fehlen oder nicht kompatibel sind, laden Sie die erforderlichen Treiber in die Gerätetreiberdatenbank von PlateSpin Forge hoch. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 7.1, Verwalten der Gerätetreiber.

  3. Wählen Sie im Anschluss an einen Failover den Workload auf der Seite „Workloads“ aus und klicken Sie auf Failback durchführen.

  4. Legen Sie die folgenden Parametergruppen fest:

  5. Klicken Sie auf Speichern und vorbereiten und überwachen Sie den Fortschritt auf dem Bildschirm „Befehlsdetails“.

    Nach erfolgreichem Abschluss lädt PlateSpin Forge den Bildschirm „Bereit für Failback“ und fordert Sie auf, die Details des Failback-Vorgangs anzugeben.

  6. Konfigurieren Sie die Failback-Details und klicken Sie anschließend auf Speichern und Failback durchführen.

    Überwachen Sie den Fortschritt auf dem Bildschirm „Befehlsdetails“.