In den nachfolgenden Themen finden Sie Informationen zu den Mechanismen und Optionen für die Datenübertragung aus Ihren Workloads in die entsprechenden Reproduktionen.
Eine Übertragungsmethode legt fest, wie Daten eines Ursprungs-Workloads auf einem Ziel-Workload reproduziert werden. PlateSpin Forge bietet unterschiedliche Datenübertragungsmöglichkeiten, die vom Betriebssystem des geschützten Workloads abhängen.
Für Windows-Workloads bietet PlateSpin Forge verschiedene Mechanismen, mit denen Sie die Volume-Daten des Workloads entweder auf Blockebene oder auf Dateiebene übertragen.
Windows-Reproduktion auf Dateiebene: (Nur Windows) Die Daten werden dateiweise reproduziert.
Windows-Reproduktion auf Blockebene: Daten werden auf dem Volume auf Blockebene reproduziert. Bei dieser Übertragungsmethode bietet PlateSpin Forge zwei Mechanismen, die sich durch ihre Auswirkungen auf die Kontinuität und durch ihre Leistungen unterscheiden. Sie können je nach Bedarf zwischen diesen beiden Mechanismen umschalten.
Reproduktion mit der blockbasierten Komponente: Bei dieser Option erfolgt die Datenübertragung auf Blockebene mit einer dedizierten Software-Komponente. Hierbei werden der Microsoft-Volumesnapshotdienst (Volume Snapshot Service VSS) sowie Anwendungen und Diensten, die VSS unterstützen, herangezogen. Die Komponente wird dabei automatisch auf dem geschützten Workload installiert.
HINWEIS:Für die Installation und Deinstallation der blockbasierten Komponenten ist ein Neustart des geschützten Workloads erforderlich. Wenn Windows-Cluster mit einer Datenübertragung auf Blockebene geschützt werden sollen, ist kein Neustart erforderlich. Beim Konfigurieren der Details für den Workload-Schutz können Sie wahlweise angeben, dass die Komponente erst zu einem späteren Zeitpunkt installiert werden soll, so dass der erforderliche Neustart bis zur ersten Reproduktion aufgeschoben wird.
Reproduktion ohne die blockbasierte Komponente: Diese Option verfolgt die Änderungen an den geschützten Volumes mithilfe eines internen „Hashing“-Mechanismus in Kombination mit Microsoft VSS. Bei der Reproduktion wird jeder Block auf dem Datenträger verglichen, und nur Änderungen werden kopiert.
Diese Option erfordert keinen Neustart, bietet jedoch niedrigere Leistungen als die blockbasierte Komponente.
Für Linux-Workloads bietet PlateSpin Forge einen Mechanismus, mit dem Sie die Volume-Daten des Workloads ausschließlich auf Blockebene übertragen. Die Datenübertragung wird mithilfe einer Datenübertragungskomponente auf Blockebene durchgeführt, die LVM-Snapshots nutzt, sofern vorhanden (die standardmäßige und empfohlene Option). Weitere Informationen hierzu finden Sie im Knowledgebase-Artikel 7005872.
Die im Lieferumfang von PlateSpin Forge enthaltene blockbasierte Linux-Komponente ist für Standard- und Nicht-Debug-Kernels der unterstützen Linux-Distributionen vorkompiliert. Wenn Sie einen nicht-standardmäßigen, benutzerdefinierten oder neueren Kernel haben, können Sie die blockbasierte Komponente gemäß den Spezifikationen Ihres Kernels neu aufbauen. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Knowledgebase-Artikel 7005873.
Das Bereitstellen bzw. Entfernen der Komponente wird im Hintergrund ausgeführt, beeinträchtigt nicht die Kontinuität und erfordert keinen Benutzereingriff und Neustart.
Die Übertragungsverschlüsselung sorgt für einen größeren Schutz der Workload-Daten bei der Workload-Reproduktion. Wenn die Verschlüsselung aktiviert ist, werden über das Netzwerk erfolgende Datentransfers vom Ursprung zum Ziel unter Verwendung von AES (Advanced Encryption Standard) verschlüsselt.
HINWEIS:Die Datenverschlüsselung wirkt sich auf die Leistung aus und kann die Datenübertragungsgeschwindigkeit deutlich (um bis zu 30 %) verlangsamen.
Mit der Option Datenübertragung verschlüsseln können Sie die Verschlüsselung einzeln für jeden Workload aktivieren oder deaktivieren. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Workload-Schutz-Details.
Der PlateSpin-Server speichert die Volume-Snapshots standardmäßig in das folgende Verzeichnis:
\ProgramData\PlateSpin\Volume Snapshots
Unter Umständen muss der Pfad geändert werden:
Wenn das aktuelle Laufwerk für den Pfad nicht genügend Speicherplatz für die Snapshots der Windows-Workloads enthält
Wenn der Pfad an eine andere Position verschoben werden soll, damit Sie ihn leichter aus der Sicherungsliste ausschließen können
Mit dem globalen Parameter VssSnapshotMountPath auf der Konfigurationsseite für den PlateSpin-Server können Sie einen benutzerdefinierten Pfad zum Server angeben, auf dem die Snapshots gespeichert werden sollen. Wenn der Wert dieses Parameters leer ist, wird weiterhin der standardmäßige Pfad verwendet.
Öffnen Sie die Konfigurationsseite für den PlateSpin-Server unter
https://<IP-Adresse_des_PlateSpin-Servers>/PlatespinConfiguration.
Suchen Sie den Eintrag VssSnapshotMountPath, und klicken Sie auf Bearbeiten.
Geben Sie in das Feld Wert den vollständigen Pfad des Verzeichnisses auf dem PlateSpin-Server an, auf dem die Volume-Snapshots für Windows-Workloads gespeichert werden sollen. Beispiel:
G:\PlateSpin\Volume Snapshots
Klicken Sie auf Speichern.
PlateSpin Forge schließt bestimmte Dateien bei der Datenübertragung für eine blockbasierte Reproduktion standardmäßig aus bzw. ein. Die Ausschluss- und Einschlusslisten für die blockbasierten Volume-Server können neben den standardmäßigen Dateien nun auch neue Dateien aufnehmen. Mit den folgenden globalen Parametern auf der Konfigurationsseite für den PlateSpin-Server fügen Sie eine neue Liste hinzu:
Öffnen Sie die Konfigurationsseite für den PlateSpin-Server unter
https://<IP-Adresse_des_PlateSpin-Servers>/PlatespinConfiguration.
Suchen Sie den Eintrag BlockBasedTransferIncludeFileList, und klicken Sie auf Bearbeiten.
Tragen Sie im Feld Wert den Namen in die Liste ein.
Klicken Sie auf Speichern.
Öffnen Sie die Konfigurationsseite für den PlateSpin-Server unter
https://<IP-Adresse_des_PlateSpin-Servers>/PlatespinConfiguration.
Suchen Sie den Eintrag BlockBasedTransferExcludeFileList, und klicken Sie auf Bearbeiten.
Tragen Sie im Feld Wert den Namen in die Liste ein.
Klicken Sie auf Speichern.