NetIQ empfiehlt, die Voraussetzungen und die Computeranforderungen für die Identitätsanwendungen zu lesen, bevor Sie den Installationsvorgang beginnen. Weitere Informationen zur Konfiguration der Umgebung für die Identitätsanwendungen nach der Installation der Anwendungskomponenten finden Sie im NetIQ Identity Manager – Administratorhandbuch zu den Identitätsanwendungen.
Der Installationsvorgang von Identity Applications benötigt den folgenden Mindestspeicherplatz für die Installation der Komponenten:
/opt - 5 GB
/var - 100 MB
Für Identity Applications ist eine unterstützte Version der folgenden Identity Manager-Komponenten erforderlich:
Identity Manager-Engine
Remote Loader
(Optional) NetIQ aktiviert während der Installation das Secure Sockets Layer (SSL)-Protokoll. Informationen zur Änderung der Kommunikationseinstellungen in den Identity Applications-Komponenten in Ihrer Umgebung finden Sie unter Configuring Security in the Identity Applications (Konfigurieren der Sicherheit in Identity Applications) im NetIQ Identity Manager – Administrator’s Guide to the Identity Applications (NetIQ Identity Manager – Administratorhandbuch zu den Identitätsanwendungen).
Der Rollen- und Ressourcenservice-Treiber kann nicht zusammen mit dem Remote Loader genutzt werden, da der Treiber jClient verwendet.
Wenn Sie die Benutzeranwendung an einem nicht standardmäßigen Speicherort installieren möchten, müssen Sie sicherstellen, dass Nicht-Root-Benutzer in das neue Verzeichnis schreiben dürfen.
Jede Benutzeranwendungsinstanz kann nur jeweils einen einzigen Benutzer-Container verarbeiten. Sie können beispielsweise Benutzer nur zu dem Container hinzufügen, der mit der Instanz verknüpft ist, die Benutzer nur in diesem Container suchen und eine Abfrage nur für diesen Container durchführen. Außerdem sollte die Verknüpfung eines Benutzeranwendungscontainers mit einer Anwendung dauerhaft sein.
In einer dezentralen Umgebung müssen Sie ein Zertifikat mit CN „Identity Applications“ im Keystore (idm.jks) des Identity Applications Servers haben. Als Teil der verbesserten Java-Sicherheit benötigen Identitätsanwendungen nun ein vertrauenswürdiges Zertifikat, um mit OSP zu kommunizieren.
In der Datenbank werden die Identitätsanwendungsdaten und die Konfigurationsinformationen gespeichert.
Beachten Sie vor dem Installieren der Datenbankinstanz die folgenden Voraussetzungen:
Zur Konfiguration einer Datenbank zur Verwendung mit Tomcat müssen Sie sicherstellen, dass die Datenbank die erforderliche JDBC-JAR-Datei enthält. Die Identitätsanwendungen greifen über Standard-JDBC-Aufrufe auf die Datenbank zu und nehmen auch die Aktualisierung der Datenbank über diese Aufrufe vor. Die Identitätsanwendungen stellen über eine JDBC-Datenquelle, die an den JNDI-Baum gebunden ist, eine Verbindung mit der Datenbank her.
Es muss eine Datenquellendatei vorhanden sein, die auf die Datenbank verweist. Das Installationsprogramm für die Benutzeranwendung erstellt einen Datenquelleneintrag für Tomcat in server.xml und context.xml, der auf die Datenbank verweist.
Wenn Sie eine unterstützte Version der Oracle- oder Microsoft SQL Server-Datenbank verwenden, müssen Sie zwei Datenbankinstanzen konfigurieren, damit Identity Applications korrekt funktioniert: die Identity Applications (idmuserappdb)-Datenbank und die Workflow (igaworkflowdb)-Datenbank. Vergewissern Sie sich, dass Sie die Datenbankinstanzen auf demselben Server konfigurieren.
Vergewissern Sie sich, dass Ihnen die folgenden Informationen vorliegen:
Host und Port des Datenbankservers.
Name der zu erstellenden Datenbank. Die Standard-Datenbank für die Identitätsanwendungen ist idmuserappdb.
Benutzername und Passwort für die Datenbank. Der Datenbankbenutzername muss zu einem Administratorkonto gehören oder über ausreichende Rechte zum Erstellen von Tabellen auf dem Datenbankserver verfügen. Der standardmäßige Administrator für die Benutzeranwendung ist idmadmin.
Die Treiber-.jar-Datei für die zu verwendende Datenbank (beim Hersteller der Datenbank erhältlich). NetIQ unterstützt keine Treiber-JAR-Dateien von Drittanbietern.
Die Datenbankinstanz kann sich auf dem lokalen Computer oder auf einem verbundenen Server befinden.
Der Datenbank-Zeichensatz muss die Unicode-Kodierung nutzen. So ist beispielsweise UTF-8 ein Zeichensatz, der die Unicode-Kodierung verwendet, Latin-1 hingegen verwendet keine Unicode-Kodierung. Weitere Informationen zum Festlegen des Zeichensatzes finden Sie in Konfigurieren des Zeichensatzes oder Konfigurieren einer Oracle-Datenbank.
Wenn Sie eine Verbindung zu einer Remote-Datenbank herstellen, müssen Sie die Datenbank vor der Installation von Identity Applications erstellt haben. Informationen zur Verbindung mit der Remote-PostgreSQL-Datenbank finden Sie unter Verbinden mit einer entfernten PostgreSQL-Datenbank.
Die Sortierung für Ihre Datenbank, die zwischen Groß- und Kleinschreibung unterscheidet, verursacht bei der Migration möglicherweise einen Fehler wegen eines doppelten Schlüssels. Prüfen Sie die Sortierung und korrigieren Sie sie. Installieren Sie dann die Identitätsanwendungen neu.
(Bedingt) Soll eine Datenbankinstanz sowohl für die Revision als auch für die Identitätsanwendungen herangezogen werden, empfiehlt NetIQ, die Datenbank auf einem separaten dedizierten Server zu installieren, also nicht auf dem Server, auf dem Tomcat gehostet wird, auf dem wiederum die Identitätsanwendungen ausgeführt werden.
(Bedingt) Wenn Sie auf eine neue Version der Identitätsanwendungen migrieren, müssen Sie dieselbe Datenbank verwenden wie in der bisherigen Installation.
Die einzige unterstützte Sortierung für MS SQL ist SQL_Latin1_General_CP1_CI_AS.
Die Datenbank für die Identitätsanwendungen unterstützt Aufgaben wie das Speichern der Konfigurationsdaten oder der Daten für Workflow-Aktivitäten. Vor dem Installieren der Anwendungen muss die Datenbank installiert und konfiguriert sein.
Der Installationsvorgang installiert standardmäßig die PostgreSQL-Datenbank für die Identitätsanwendungen und erstellt den verwaltungsbefugten Benutzer idmadmin als Eigentümer der Datenbank. Hierbei wird jedoch nicht das Schema in der Datenbank für die Identitätsanwendungen angelegt. Die Schemainformationen werden hinzugefügt, sobald Sie die Identitätsanwendungen installieren.
In diesem Abschnitt finden Sie die Konfigurationsoptionen zur Verwendung einer Oracle-Datenbank für die Benutzeranwendung.
Datenbanken aus verschiedenen Oracle-Versionen sind kompatibel, wenn Sie dieselben Funktionen unterstützen und diese Funktionen auf dieselbe Weise ausgeführt werden. Wenn sie nicht kompatibel sind, funktionieren bestimmte Funktionen oder Vorgänge möglicherweise nicht erwartungsgemäß. Beispielsweise wird das Schema nicht erstellt und die Identitätsanwendungen werden nicht bereitgestellt.
Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Kompatibilitätsstufe Ihrer Datenbank zu prüfen:
Aufbauen einer Verbindung zur Datenbank-Engine.
Nach dem Aufbau einer Verbindung zur entsprechenden Instanz der SQL-Serverdatenbank-Engine klicken Sie unter Object Explorer auf den Servernamen.
Erweitern Sie Datenbanken und wählen Sie abhängig von der Datenbank entweder eine Benutzerdatenbank oder erweitern Sie Systemdatenbanken und wählen Sie eine Systemdatenbank aus.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datenbank und klicken Sie dann auf Eigenschaften.
Das Dialogfeld Datenbankeigenschaften wird geöffnet.
Klicken Sie im Bereich Seite auswählen auf Optionen.
Die aktuelle Kompatibilitätsstufe wird im Listenfeld Kompatibilitätsstufe angezeigt.
Geben Sie zur Prüfung der Kompatibilitätsstufe Nachfolgendes im Abfragefenster ein und klicken Sie auf Ausführen.
SQL> SELECT name, value FROM v$parameter
WHERE name = 'compatible';
Die erwartete ist 12.2.x.x, 18.x.x oder 19.x.x.
HINWEIS:Oracle 19c wird ab Identity Manager 4.8.1 unterstützt.
Die Benutzeranwendungsdatenbank muss einen Zeichensatz mit Unicode-Kodierung nutzen. Legen Sie diesen Zeichensatz beim Erstellen der Datenbank mit der Option AL32UTF8 fest.
Überprüfen Sie mit dem folgenden Kommando, ob der UTF-8-Zeichensatz für Ihre unterstützte Oracle-Datenbank festgelegt ist:
select * from nls_database_parameters;
Wenn die Datenbank nicht für UTF-8 konfiguriert ist, gibt das System die folgenden Informationen zurück:
NLS_CHARACTERSET WE8MSWIN1252
Ansonsten gibt das System die folgenden Informationen zurück, mit denen bestätigt wird, dass die Datenbank für UTF-8 konfiguriert ist:
NLS_CHARACTERSET AL32UTF8
Weitere Informationen zum Konfigurieren eines Zeichensatzes finden Sie unter „Choosing an Oracle Database Character Set“ (Auswählen eines Zeichensatzes für eine Oracle-Datenbank).
Die Benutzeranwendung setzt voraus, dass das Benutzerkonto für die Oracle-Datenbank bestimmte Rechte besitzt. Geben Sie die folgenden Befehle im SQL Plus-Dienstprogramm ein:
CREATE USER idmuser IDENTIFIED BY password; GRANT CREATE SESSION TO idmuser; GRANT CREATE CLUSTER TO idmuser; GRANT CREATE PROCEDURE TO idmuser; GRANT CREATE SEQUENCE TO idmuser; GRANT CREATE TABLE TO idmuser; GRANT CREATE TRIGGER TO idmuser; ALTER USER idmuser quota 100M on USERS;
Hierbei gilt: idmuser steht für das Benutzerkonto.
HINWEIS:Die JDBC-JAR-Version ojdbc8.jar wird empfohlen.
In diesem Abschnitt finden Sie die Konfigurationsoptionen zur Verwendung einer SQL Server-Datenbank für die Benutzeranwendung.
Bei SQL Server ist es nicht möglich, den Zeichensatz für Datenbanken auszuwählen. Die Benutzeranwendung speichert SQL Server-Zeichendaten als NCHAR-Spaltentyp, der UTF-8 unterstützt.
Erstellen Sie nach dem Installieren von Microsoft SQL Server eine Datenbank und einen Datenbankbenutzer mit einer Anwendung wie SQL Server Management Studio. Das Datenbankbenutzerkonto muss die folgenden Rechte aufweisen:
CREATE TABLE
DELETE
INSERT
SELECT
UPDATE
HINWEISE
HINWEIS:Die JDBC-JAR-Version sqljdbc42.jar wird empfohlen.