In diesem Abschnitt finden Sie Informationen zur Aufrüstung der Identitätsanwendungen und unterstützenden Software, wozu die Aktualisierung der folgenden Komponenten gehört:
Identity Manager-Benutzeranwendung
One SSO Provider (OSP)
Self-Service Password Reset (SSPR)
Tomcat, JDK und ActiveMQ
Identitätsberichterstellung
Verwenden Sie zur Aufrüstung dieser Komponenten das entsprechende Aufrüstungsprogramm von NetIQ. Das Programm befindet sich im Verzeichnis products\CommonApplication\ im Identity Manager-Installationspaket. Navigieren Sie zu dem Verzeichnis, in dem sich die Datei ApplicationUpgrade.exe befindet.
Nach der Aufrüstung sind folgende Komponentenversionen installiert:
Tomcat – 8.5.27
ActiveMQ – 5.15.2
Java – 1.80_162
One SSO-Anbieter – 6.2.1
Self-Service-Funktionen für die Passwortrücksetzung – 4.2.0.4
Identitätsanwendungen – 4.7.0
Identity Reporting – 6.0.0
Dieser Abschnitt enthält Informationen zu folgenden Themen:
Im Rahmen des Aufrüstungsvorgangs werden die Konfigurationswerte der vorhandenen Komponenten gelesen. Hierzu gehören die Dateien ism-configuration.properties, server.xml, SSPRConfiguration.xml und weitere Konfigurationsdateien. Beim Aufrufen dieser Konfigurationsdateien wird intern das Aufrüstungsprogramm für die zugehörigen Komponenten gestartet. Darüber hinaus erstellt dieses Programm eine Sicherung der aktuellen Installation.
Lesen Sie vor einer Aufrüstung die folgenden Überlegungen:
Identity Manager wird auf Version 4.5.6 aufgerüstet: Von Versionen vor Version 4.5.6 aus ist eine Aufrüstung oder Migration auf Version 4.7 nicht möglich. Weitere Informationen zur Aufrüstung auf Identity Manager 4.5 finden Sie unter Aufrüsten von Identity Manager im NetIQ Identity Manager-Einrichtungshandbuch.
Systemanforderungen: Für die Aufrüstung werden mindestens 3 GB freier Speicherplatz benötigt, um die aktuelle Konfiguration sowie temporäre Dateien zu speichern, die während der Aufrüstung erzeugt werden. Auf Ihrem Server muss ausreichend freier Speicherplatz für die Sicherung vorhanden sein sowie weiterer freier Speicherplatz für die Aufrüstung.
Auf Windows-Servern speichert das Aufrüstungsprogramm die temporären Dateien in einem Verzeichnis, das in der Umgebungsvariable %TEMP% festgelegt ist. Sollte dieses Verzeichnis nicht über ausreichend Speicherplatz verfügen, legen Sie die TEMP- und TMP-Umgebungsvariablen auf ein Verzeichnis Ihres Dateisystems fest, in dem ausreichend Speicherplatz zur Verfügung steht. Somit wird das Aufrüstungsprogramm zur Speicherung der Dateien an dieses Verzeichnis verwiesen.
Schließen Sie vor Beginn der Aufrüstung folgende Schritte ab, um diese Umgebungsvariablen an ein anderes Verzeichnis zu verweisen:
Öffnen Sie die Befehlszeile und geben Sie den folgenden Befehl ein:
SET TMP=D:\custom_tmp
SET TEMP=D:\custom_tmp
wobei D:\custom_tmp der Pfad zu dem Verzeichnis ist, in dem ausreichend Speicherplatz zur Verfügung steht.
HINWEIS:In einer Cluster-Umgebung sichern Sie die Zertifikate (cacerts) der Identitätsanwendungen.
Starten Sie das Aufrüstungsprogramm über die Befehlszeile.
Tomcat als Anwendungsserver: Diese Identity Manager-Version unterstützt lediglich Tomcat als Anwendungsserver.
HINWEIS:Der Tomcat-Anwendungsserver muss mit dem beigelegten Installationsprogramm bereits während der vorherigen Installation installiert werden. Beim Aufrüsten können Sie nur die Tomcat-Version aufrüsten, die mit dem beigelegten Installationsprogramm installiert wurde.
Die Datenbankplattform wird aufgerüstet: Dieses Programm rüstet nicht die Datenbankplattform für die Identitätsanwendungen auf. Rüsten Sie die aktuelle Datenbankversion manuell auf eine unterstützte Version auf. Weitere Informationen zum Aufrüsten der PostgreSQL-Datenbank finden Sie in Aufrüsten der PostgreSQL-Datenbank.
Die Identitätsanwendungs- und Identity Reporting-Treiber werden aufgerüstet: Die nachfolgenden Treiber für die Identitätsanwendungen und für Identity Reporting müssen aufgerüstet sein.
Benutzeranwendungstreiber
Rollen- und Ressourcentreiber
Treiber „Verwaltetes System – Gateway“
Datenerfassungsdiensttreiber
Weitere Informationen finden Sie unter Aufrüsten installierter Pakete im Administrationshandbuch zu NetIQ Designer für Identity Manager
Administratorbenutzer besitzt die höchsten Zugriffsrechte: Der Administratorbenutzer erhält die höchsten Zugriffsrechte.
Einstellungen für die Benutzerkontosteuerung zu „Nie benachrichtigen“ geändert: Navigieren Sie zu Systemsteuerung > Benutzerkonten und stellen Sie die Einstellungen für die Benutzerkontensteuerung auf Nie benachrichtigen ein.
Zurücksetzen von Passwörtern per Selbstbedienung: Stellen Sie beim Aufrüsten von SSPR 4.0 sicher, dass die Eigenschaften CATALINA_OPTS und -Dsspr.application.Path auf den Ordner verweisen, in dem die SSPR-Konfiguration gespeichert ist.
Beispiel: set CATALINA_OPTS="-Dsspr.applicationPath=C:\sspr_data
Sichern Sie die SSPR-LocalDB vor dem Aufrüsten. Führen Sie die folgenden Schritte zum Exportieren oder Herunterladen der LocalDB aus:
Melden Sie sich beim SSPR-Portal als Administrator an.
Navigieren Sie im Dropdown-Menü zu Ihre ID > Konfigurationsmanager.
Klicken Sie auf LocalDB.
Klicken Sie auf LocalDB herunterladen.
WICHTIG:Die Aufrüstung kann je nach Größe der Datenbank einige Zeit in Anspruch nehmen. Planen Sie die Aufrüstung daher entsprechend.
Halten Sie den PostgreSQL-Dienst an, der auf dem Server ausgeführt wird.
Benennen Sie das Verzeichnis postgres unter C:\Netiq\idm\apps um.
Benennen Sie postgres beispielsweise in postgresql_9_3 um.
Installieren Sie eine von Ihrem Betriebssystem unterstützte PostgreSQL-Version.
Sie müssen einen Speicherort auswählen, der nicht dem aktuellen Installationsort von PostgreSQL entspricht.
Hängen Sie die Image-Datei Identity_Manager_4.7_Windows.iso ein und navigieren Sie zu dem Verzeichnis products\CommonApplication\postgre_tomcat_install, in dem sich die PostgreSQL-Installationsdateien befinden.
Installieren Sie die PostgreSQL-Anwendung, indem Sie die Datei TomcatPostgreSQL.exe ausführen.
Wählen Sie für die Installation nur die Option PostgreSQL aus.
HINWEIS:Geben Sie auf der Seite PostgreSQL-Details keine Datenbankinformationen an. Stellen Sie sicher, dass die Optionen Datenbankanmeldekonto erstellen und Leere Datenbank erstellen ausgewählt wurden.
Halten Sie den neu installierten PostgreSQL-Dienst an. Navigieren Sie zu Services, suchen Sie nach dem Dienst PostgreSQL 9.6 und halten Sie ihn an.
HINWEIS:Benutzer mit entsprechenden Rechten können Dienste nach entsprechender Authentifizierung anhalten.
Ändern Sie die Rechte für das neu erstellte PostgreSQL-Verzeichnis wie folgt:
Erstellen Sie einen postgres-Benutzer:
Navigieren Sie zu Systemsteuerung > Benutzerkonten > Benutzerkonten > Konten verwalten.
Klicken Sie auf Benutzerkonto hinzufügen.
Geben Sie auf der Seite für das Hinzufügen von Benutzern postgres als Benutzernamen an und legen Sie ein Passwort fest.
Weisen Sie dem Benutzer postgres Rechte für die bestehenden und neuen PostgreSQL-Verzeichnisse zu:
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das PostgreSQL-Verzeichnis und navigieren Sie zu Eigenschaften > Sicherheit > Bearbeiten.
Wählen Sie Vollzugriff für den Benutzer aus, um uneingeschränkte Rechte bereitzustellen.
Klicken Sie auf Anwenden.
Greifen Sie als Benutzer postgres auf das PostgreSQL-Verzeichnis zu.
Melden Sie sich als Benutzer postgres am Server an.
Stellen Sie vor der Anmeldung sicher, dass postgres sich mit dem Windows-Server verbinden kann, indem Sie prüfen, ob der Benutzer Remote-Verbindungen vornehmen darf.
Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung und legen Sie mithilfe des folgenden Befehls PGPASSWORD fest:
set PGPASSWORD=<your pg password>
Wechseln Sie zum neu erstellten PostgreSQL-Verzeichnis.
Beispiel: C:\Users\postgres>cd C:\NetIQ\idm\apps1\postgresql962\bin.
Führen Sie über das neue PostgreSQL-bin-Verzeichnis die PostgreSQL-Aufrüstung durch. Führen Sie den folgenden Befehl aus und klicken Sie auf Eingabe.
pg_upgrade.exe --old-datadir "C:\NetIQ\idm\apps1\postgres\data" --new-datadir "C:\NetIQ\idm\apps1\postgresql962\data" --old-bindir "C:\NetIQ\idm\apps1\postgres\bin" --new-bindir "C:\NetIQ\idm\apps1\postgresql962\bin"
Starten Sie den aufgerüsteten PostgreSQL-Datenbankdienst.
Navigieren Sie zu Services, suchen Sie nach dem PostgreSQL-9.6-Dienst und starten Sie ihn.
HINWEIS:Benutzer mit entsprechenden Rechten können Dienste nach einer Authentifizierung starten.
Deaktivieren Sie den alten PostgreSQL-Dienst, um sicherzustellen, dass er nicht automatisch startet.
(Optional) Löschen Sie aus dem bin-Verzeichnis des neu installierten PostgreSQL-Dienstes alte Datendateien.
Melden Sie sich als Benutzer postgres an.
Navigieren Sie zum bin-Verzeichnis und führen Sie die Dateien analyze_new_cluster.bat und delete_old_cluster.bat aus.
Beispiel: C:\NetIQ\idm\apps1\postgresql961\bin
HINWEIS:Diesen Schritt müssen Sie nur durchführen, wenn Sie alte Datendateien löschen möchten.
Im Rahmen des Aufrüstungsvorgangs wird eine Sicherung der aktuellen Konfiguration für die installierten Komponenten erstellt. Auf Ihrem Server muss ausreichend freier Speicherplatz für die Sicherung vorhanden sein sowie weiterer freier Speicherplatz für die Aufrüstung.
In diesem Abschnitt erfahren Sie, wie Sie die Pakete für den Benutzeranwendungstreiber und den Rollen- und Ressourcenservice-Treiber auf die aktuelle Version aktualisieren. Sie müssen diese Aufgabe vor der Aufrüstung der Identitätsanwendungen ausführen.
Öffnen Sie Ihr aktuelles Projekt in Designer.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Paketkatalog, und wählen Sie „Paket importieren“.
Wählen Sie das gewünschte Paket aus. Beispiel: Benutzeranwendungstreiber-Basispaket.
Klicken Sie auf OK.
Klicken Sie in der Entwickler-Ansicht mit der rechten Maustaste auf den Treiber, und klicken Sie auf Eigenschaften.
Navigieren Sie auf der Seite Eigenschaften zur Registerkarte Pakete.
Klicken Sie oben rechts auf das Symbol Paket hinzufügen (+).
Wählen Sie das Paket aus, und klicken Sie auf OK.
Stellen Sie den Treiber bereit und starten Sie ihn neu.
Wiederholen Sie dieses Verfahren und rüsten Sie das Paket für den Rollen- und Ressourcenservice-Treiber auf.
HINWEIS:
Der Benutzeranwendungstreiber und der Rollen- und Ressourcenservice-Treiber müssen mit der aufgerüsteten Version von Identity Manager verbunden sein.
Wenn Sie Benachrichtigungsschablonen beim Aufrüsten des Benutzeranwendungstreiber-Pakets installiert haben, stellen Sie die Objekte Standard-Benachrichtigungssammlung auf dem Identity Manager-Server bereit.
Im nachfolgenden Verfahren wird beschrieben, wie Identitätsanwendungen, OSP, SSPR, Tomcat, ActiveMQ und Identity Reporting mit dem Assistenten aufgerüstet werden.
Melden Sie sich an dem Server an, der aufgerüstet werden soll.
Hängen Sie die .iso-Image-Datei im Verzeichnis mit der ausführbaren Aufrüstungsdatei ein, die sich standardmäßig im Verzeichnis products\CommonApplication\ befindet.
Starten Sie das Aufrüstungsprogramm. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ApplicationUpgrade.exe und wählen Sie Als Administrator ausführen.
Auf der Seite Einführung sehen Sie die Identity Manager-Komponenten, die aufgerüstet werden. Klicken Sie dann auf Weiter.
Lesen und akzeptieren Sie die Lizenzvereinbarung und klicken Sie dann auf Weiter.
Sehen Sie sich die Seite Bereitgestellte Anwendungen an und klicken Sie dann auf Weiter.
Auf dieser Seite werden die derzeit installierten Komponenten sowie ihre jeweilige Version aufgelistet. Wenn auf dem Server noch andere Anwendungen bereitgestellt sind, wird während des Aufrüstungsvorgangs eine Warnung angezeigt, dass diese Anwendungen nach der Aufrüstung möglicherweise nicht mehr korrekt funktionieren.
Sie müssen diese manuell aus der im Aufrüstungsvorgang erstellten Sicherung wiederherstellen.
Klicken Sie zum Fortsetzen der Aufrüstung auf Weiter.
Führen Sie die geführte Installation mit den folgenden Parametern aus. Dieses Programm füllt die Werte für vorhandene Komponenten automatisch aus. Für die Parameter müssen die korrekten Werte angegeben sein.
Installationsordner für One SSO-Anbieter
Gibt den Pfad zu einem Verzeichnis an, in dem das Aufrüstungsprogramm die Anwendungsdateien für OSP erstellen soll. Wenn der Pfad nicht korrekt ist, navigieren Sie zum Pfad, in dem OSP installiert ist.
SSPR-Installationsordner
Gibt den Pfad zu einem Verzeichnis an, in dem das Installationsprogramm die Anwendungsdateien für SSPR erstellen soll. Wenn der Pfad nicht korrekt ist, navigieren Sie zum Pfad, in dem SSPR installiert ist.
Installationsordner für Benutzeranwendung
Gibt den Pfad zu einem Verzeichnis an, in dem das Aufrüstungsprogramm die Anwendungsdateien für die Benutzeranwendung erstellen soll. Wenn der Pfad nicht korrekt ist, navigieren Sie zum Pfad, in dem die Benutzeranwendung installiert ist.
Datenbankverbindung
Gibt die Einstellungen für die Verbindung mit der Benutzeranwendungsdatenbank an. Die Identitätsanwendungen stellen ebenfalls eine Verbindung zu dieser Datenbank her. Das Aufrüstungsprogramm enthält diese Details in der Datei mit der Benutzeranwendungskonfiguration.
Gibt die Plattform der Benutzeranwendungsdatenbank an.
Gibt den Namen oder die IP-Adresse des Servers an, auf dem sich die Benutzeranwendung befindet.
Gibt den Port an, über den der Datenbankserver mit der Benutzeranwendung kommuniziert.
Gibt die JAR-Datei für die Datenbankplattform an.
Der Hersteller der Datenbank stellt die Treiber-JAR-Datei bereit, die als JAR-Datei für den Datenbankserver fungiert. Für PostgreSQL geben Sie beispielsweise postgresql-9.4-1212.jdbc42.jar an (standardmäßig unter C:\NetIQ\idm\apps\postgres). Geben Sie auch die entsprechenden JAR-Dateien für die Datenbankplattform an.
(Bedingt) Verbindung zur Berichterstellungsdatenbank
Gibt die Einstellungen für die Verbindung zur Identity Reporting-Datenbank an.
Gibt den Namen oder die IP-Adresse des Servers an, auf dem sich die Benutzeranwendung befindet.
Gibt den Port an, über den der Datenbankserver mit der Benutzeranwendung kommuniziert.
Gibt den Namen der Datenbank an. Der Name der Datenbank lautet standardmäßig idmrptdb.
(Bedingt) Berechtigungsnachweis für Berichterstellungsdatenbank
Gibt den Namen eines Kontos an, über das die Benutzeranwendung auf die Daten in den Datenbanken zugreifen und diese Daten bearbeiten kann. Standardmäßig lautet der Datenbankbenutzername postgres.
Gibt das Passwort für den angegebenen Benutzernamen an.
Datenbank jetzt aufrüsten: Das Aufrüstungsprogramm aktualisiert im Rahmen des Aufrüstungsvorgangs das Schema für die Berichterstellungsdatenbank-Tabellen.
Aufrüsten der Datenbank bei Anwendungsstart: Das Aufrüstungsprogramm hinterlässt Anweisungen zur Aktualisierung des Schemas für die Datenbanktabellen, wenn die Benutzeranwendung zum ersten Mal nach der Aufrüstung gestartet wird.
SQL in eine Datei schreiben: Erzeugt ein SQL-Skript, mit dem der Datenbankadministrator die Datenbanken aktualisieren kann. Wenn Sie diese Option wählen, müssen Sie außerdem einen Namen für die Schemadatei angeben. Die Einstellung ist in der Konfiguration der Datei SQL-Ausgabe zu finden. Diese Option steht Ihnen für den Fall zur Verfügung, dass Sie keine Berechtigungen zur Erstellung oder Bearbeitung einer Datenbank in Ihrer Umgebung haben. Weitere Informationen zum Erzeugen der Tabellen mit der Datei finden Sie in Abschnitt 15.7.2, Manuelles Erstellen der Datenbank.
Gibt die JAR-Datei für die Datenbankplattform an.
Der Hersteller der Datenbank stellt die Treiber-JAR-Datei bereit, die als JAR-Datei für den Datenbankserver fungiert. Für PostgreSQL geben Sie beispielsweise postgresql-9.4-1212.jdbc42.jar an (standardmäßig unter C:\NetIQ\idm\apps\postgres). Geben Sie auch die entsprechenden JAR-Dateien für die Datenbankplattform an.
Datenbank aktualisieren
Das Aufrüstungsprogramm aktualisiert im Rahmen des Aufrüstungsvorgangs das Schema für die Datenbanktabellen.
Das Aufrüstungsprogramm hinterlässt Anweisungen zur Aktualisierung des Schemas für die Datenbanktabellen, wenn die Benutzeranwendung zum ersten Mal nach der Aufrüstung gestartet wird.
Erzeugt ein SQL-Skript, mit dem der Datenbankadministrator die Datenbanken aktualisieren kann. Wenn Sie diese Option wählen, müssen Sie außerdem einen Namen für die Schemadatei angeben. Die Einstellung ist in der Konfiguration der Datei SQL-Ausgabe zu finden. Diese Option steht Ihnen für den Fall zur Verfügung, dass Sie keine Berechtigungen zur Erstellung oder Bearbeitung einer Datenbank in Ihrer Umgebung haben. Weitere Informationen zum Erzeugen der Tabellen mit der Datei finden Sie in Abschnitt 15.7.2, Manuelles Erstellen der Datenbank.
Datenbankadministrator
Gibt den Namen und das Passwort für den Datenbankadministrator an.
Gibt das Konto eines Datenbankadministrators an, der Datenbanktabellen, Ansichten und andere Artefakte erstellen kann.
Gibt das Passwort für den Datenbankadministrator an.
Berichterstellungsdatenbank-Verbindung
Gibt den Hostnamen und das Passwort für den Datenbankadministrator an.
Gibt das Konto eines Datenbankadministrators an, der Datenbanktabellen, Ansichten und andere Artefakte erstellen kann.
Gibt das Passwort für den Datenbankadministrator an.
Lesen Sie die Zusammenfassung vor der Aufrüstung und klicken Sie auf Installieren.
Während des Aufrüstungsvorgangs wird der Tomcat-Dienst gestoppt und die Aufrüstung wird gestartet; dies kann einige Zeit dauern.
Nach Abschluss des Aufrüstungsvorgangs prüfen Sie die Protokolldateien unter /tmp/rbpm_upgrade/. Einige Konfigurationen müssen zudem manuell aktualisiert werden (siehe Abschnitt 32.5.7, Aufgaben nach der Aufrüstung).
Abhängig davon, wo Sie die Komponenten installiert haben, wird das Sicherungsverzeichnis in diesem Verzeichnis erstellt und ein Zeitstempel (mit der Uhrzeit der Sicherung) wird an das gesicherte Verzeichnis angehängt.
Beispiel:
Tomcat – C:\NetIQ\idm\apps\tomcat_backup_02262018_033634
OSP und SSPR – C:\NetIQ\idm\apps\osp_sspr_backup_02262018_033634
ActiveMQ – C:\NetIQ\idm\apps\activemq_backup_02262018_033634
Benutzeranwendung – C:\NetIQ\idm\apps\UserApplication_backup_02262018_033634
Identity Reporting – C:\NetIQ\idm\apps\IdentityReporting_backup_02262018_033634
Nach dem Aufrüsten der Identitätsanwendungen müssen Sie Folgendes ausführen:
Sie müssen außerdem die benutzerdefinierten Einstellungen für Tomcat, SSPR, OSP oder die Identitätsanwendungen manuell wiederherstellen.
Führen Sie die nach der Aufrüstung vorzunehmenden Schritte für die erforderlichen Komponenten durch:
Überprüfen Sie die Zertifikate am aufgerüsteten JRE-Speicherort: jre\lib\security\cacerts im Vergleich zu Ihrem alten JRE-Speicherort. Importieren Sie die fehlenden Zertifikate manuell in cacerts.
Importieren Sie java cacerts mit dem Befehl keytool:
keytool -import -trustcacerts -file Cerificate_Path -alias ALIAS_NAME -keystore cacerts
HINWEIS:Nach der Aufrüstung ist JRE im Installationsverzeichnis der Identitätsanwendungen gespeichert. Beispiel: C:\NetIQ\idm\apps\jre
Stellen Sie sicher, dass der JRE-Startort tomcat\bin\setenv.bat ist.
Starten Sie das Konfigurationsaktualisierungsprogramm und prüfen Sie den Pfad der cacerts.
(Bedingt) Möchten Sie benutzerdefinierte Dateien aus der zuvor im Rahmen der Aufrüstung erstellten Sicherung wiederherstellen, gehen Sie wie folgt vor:
Stellen Sie benutzerdefinierte https-Zertifikate wieder her. Kopieren Sie zur Wiederherstellung der Zertifikate den Inhalt der Java Secure Socket Extension (JSSE) aus der gesicherten server.xml-Datei zur neuen server.xml -Datei im Verzeichnis \tomcat\conf.
Kopieren Sie nicht die Konfigurationsdateien vom gesicherten Tomcat-Verzeichnis in das neue Tomcat-Verzeichnis. Starten Sie mit der Standardkonfiguration der neuen Version und nehmen Sie die erforderlichen Änderungen vor. Weitere Informationen finden Sie auf der Apache-Website.
Stellen Sie sicher, dass die neue Datei server.xml folgende Einträge aufweist
<Connector port="8543" protocol="HTTP/1.1"
maxThreads="150" SSLEnabled="true" scheme="https" secure="true"
clientAuth="false" sslProtocol="TLS"
keystoreFile="path_to_keystore_file"
keystorePass="keystore_password" />
<!--
<Cluster className="org.apache.catalina.ha.tcp.SimpleTcpCluster"/>
-->
Alternativ:
<Connector port="8543" protocol="org.apache.coyote.http11.Http11NioProtocol"
maxThreads="150" SSLEnabled="true" scheme="https" secure="true"
clientAuth="false" sslProtocol="TLS"
keystoreFile="path_to_keystore_file"
keystorePass="keystore_password" />
<!--
<Cluster className="org.apache.catalina.ha.tcp.SimpleTcpCluster"/>
-->
HINWEIS:In einer Cluster-Umgebung kommentieren Sie das Tag Cluster in server.xml manuell aus und kopieren Sie osp.jks auf alle Knoten vom ersten Knoten unter C:\netiq\idm\apps\osp_backup_<Datum>.
Wenn Ihnen benutzerdefinierte Keystore-Dateien vorliegen, fügen Sie den korrekten Pfad der neuen server.xml-Datei hinzu.
Importieren Sie die Zertifikate der Identitätsanwendungen in das Identitätsdepot unter /C:\NetIQ\eDirectory\jre\lib\security\cacerts.
Sie können die Zertifikate beispielsweise mit dem folgenden „keytool“-Befehl in das Identitätsdepot importieren:
keytool -importkeystore -alias <User Application certificate alias> -srckeystore <backup cacert> -srcstorepass changeit -destkeystore C:\NetIQ\eDirectory\jre\lib\security\cacerts
(Bedingt) Navigieren Sie zur Benutzeranwendung und stellen Sie die benutzerdefinierten Einstellungen manuell wieder her. Lesen Sie hierzu die gesicherte Konfiguration wieder ein.
Stellen Sie die benutzerdefinierten Konfigurationen der Identitätsanwendungen anhand der Sicherung wieder her, die im Rahmen des Aufrüstungsvorgangs erstellt wurde.
Wenn Sie Identity Manager von Version 4.5.6 aufrüsten, müssen Sie die zusammengesetzten Indizes für alle Attribute, nach denen die Benutzer im Identity Manager-Dashboard sortiert werden sollen, manuell erstellen (siehe Erstellen von Verbundindizes).
Starten Sie das configupdate-Dienstprogramm (configupdate.bat).
Prüfen Sie, ob in der Datei configupdate.bat.properties unter use_console der Wert false festgelegt ist.
Stellen Sie eine Verbindung zum Identitätsdepot-Server her und akzeptieren Sie das eDirectory-Zertifikat.
Navigieren Sie auf der Registerkarte SSO-Clients zu RBPM und klicken Sie auf Erweiterte Optionen anzeigen.
Legen Sie unter RBPM-zu-eDirectory-SAML-Konfiguration den Wert „Auto“ fest.
Standardmäßig ist der Eintrag LogHost in der Datei logevent.conf auf localhost eingestellt.
Zum Bearbeiten des Eintrags LogHost stellen Sie die benutzerdefinierten OSP-Konfigurationen manuell anhand der Sicherung wieder her, die im Rahmen des Aufrüstungsvorgangs erstellt wurde.
Aktualisieren Sie nach der Aufrüstung von SSPR den SSO-Client-Parameter mit dem Konfigurationsaktualisierungsprogramm. Weitere Informationen hierzu finden Sie in Zurücksetzen von Passwörtern per Selbstbedienung in Abschnitt 15.8.5, Parameter für SSO-Clients.
Aktualisieren Sie die SSPR-Konfigurationsdetails mit den folgenden Schritten:
Melden Sie sich beim SSPR-Portal als Administrator an.
Aktualisieren Sie die Audit-Serverdetails:
Navigieren Sie zu Ihre ID > Konfigurationseditor und geben Sie das Konfigurationspasswort an.
Wählen Sie Einstellungen > Revision > Audit-Weiterleitung > Syslog-Audit Server-Zertifikate aus.
Importieren Sie diese Zertifikate vom Server und klicken Sie auf Speichern.
Importieren Sie die LocalDB in SSPR:
Navigieren Sie im Dropdown-Menü zu IhreID > Konfigurationsmanager.
Klicken Sie auf LocalDB.
Klicken Sie auf LocalDB-Archivdatei importieren (hochladen).
(Bedingt) So schränken Sie die Konfiguration für SSPR ein:
Navigieren Sie in der Liste zu IhreID > Konfigurationsmanager.
Klicken Sie auf Konfiguration einschränken.
Konfigurieren Sie die Administratorberechtigungen für SSPR (siehe Abschnitt 14.2.3, Aufgaben nach Abschluss der Installation).
Starten Sie die aufgerüsteten Komponenten, um zu prüfen, ob die Aufrüstung erfolgreich war.
Starten Sie beispielsweise das Identity Manager-Dashboard und klicken Sie auf Info. Prüfen Sie, ob die Anwendung die neue Version anzeigt, zum Beispiel 4.7.0.
Das Aufrüstungsprogramm erstellt einen neuen Tomcat-Ordner auf dem Computer. Falls sich Kerberos-Dateien (z. B. keytab und Kerberos_login.config) im bisherigen Tomcat-Ordner befinden, kopieren Sie diese Dateien aus dem gesicherten Ordner in den neuen Tomcat-Ordner.