26.3 Aufrüsten der Identity Manager-Engine

Vor dem Aufrüsten der Identity Manager-Engine muss das Identitätsdepot aufgerüstet werden. Im Rahmen des Aufrüstungsvorgangs für die Identity Manager-Engine werden die Dateien des Treiberschnittstellenmoduls aktualisiert, die im Dateisystem des Hostcomputers gespeichert sind.

26.3.1 Aufrüsten des Identitätsdepots

  1. Laden Sie die Datei Identity_Manager_4.7_Linux.iso gemäß den Anweisungen unter Abschnitt 5.11, Herunterladen der Installationsdateien herunter.

  2. Hängen Sie die heruntergeladene .iso-Datei ein.

  3. Navigieren Sie im Stammverzeichnis der .iso-Datei zum Verzeichnis IDVault/setup.

  4. Führen Sie den folgenden Befehl aus:

    ./nds-install

  5. Akzeptieren Sie die Lizenzvereinbarung und setzen Sie die Installation fort.

  6. Geben Sie den adminDN an. Beispiel: cn=admin.ou=sa.o=system.

  7. Wenn Sie aufgefordert werden, die eDirectory-Instanzen anzuhalten und NICI aufzurüsten, geben Sie j an.

  8. Geben Sie an, ob Enhanced Background Authentication konfiguriert werden soll.

HINWEIS:Führen Sie die ndsconfig-Aufrüstung nach nds-install aus, falls die Aufrüstung der DIB fehlschlägt und nds-install eine entsprechende Aufforderung anzeigt. Wenn die eDirectory-Dienste nach einer Aufrüstung nicht gestartet werden, führen Sie den Aufrüstungsbefehl „ndsconfig“ aus. Weitere Informationen finden Sie im NetIQ eDirectory-Installationshandbuch.

26.3.2 Aufrüsten der Identity Manager-Engine

Stellen Sie sicher, dass alle Treiber angehalten wurden. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 23.1.1, Anhalten der Treiber.

Vor Beginn des Aufrüstungsvorgangs dürfen sich keine Ereignisse in der Cache-Datei befinden. Wenn Sie die Identity Manager-Engine auf Version 4.7 aufrüsten, bereinigt das Engine-Installationsprogramm die vorhandenen MapDB-Treiber-Arbeitsdateien (dx*) im Cache. Nach dem Aufrüsten des Treibers müssen Sie allerdings die vorhandenen MapDB-Status-Cache-Dateien manuell entfernen. Ansonsten kann der Treiber eventuell nicht gestartet werden. Die folgenden Identity Manager-Treiber arbeiten mit MapDB 3.0.5:

  • MS Azure

  • JDBC

  • DCS

  • MSGW

  • LDAP

  • Salesforce

  • ServiceNow

Rüsten Sie die Identity Manager-Engine wie folgt auf:

  1. Laden Sie die Datei Identity_Manager_4.7_Linux.iso von der NetIQ Downloads-Website herunter.

  2. Hängen Sie die heruntergeladene .iso-Datei ein.

  3. Führen Sie den folgenden Befehl aus:

    ./install.sh

  4. Lesen Sie die Lizenzvereinbarung.

  5. Akzeptieren Sie die Lizenzvereinbarung mit j.

  6. Geben Sie an, ob die Identity Manager-Komponenten aufgerüstet werden sollen. Die verfügbaren Optionen lauten j und n.

  7. Wählen Sie die Identity Manager-Engine aus.

  8. Geben Sie die folgenden Informationen ein:

    Identitätsdepot-Administrator: Geben Sie den Namen des Identitätsdepot-Administrators an.

    Identitätsdepot-Administratorpasswort: Geben Sie das Passwort des Identitätsdepot-Administrators an.

26.3.3 Aufrüstung von Remote Loader

Wenn Sie den Remote Loader ausführen, müssen die Remote Loader-Dateien aufgerüstet werden.

  1. Erstellen Sie eine Sicherung der Remote Loader-Konfigurationsdateien.

  2. Stellen Sie sicher, dass alle Treiber angehalten wurden. Eine Anleitung dazu finden Sie in Abschnitt 23.1.1, Anhalten der Treiber.

  3. Halten Sie den Remote Loader-Service bzw. den Daemon für jeden Treiber an.

    • Remote Loader: rdxml -config Pfad_zur_Konfigurationsdatei -u

    • Java Remote Loader: dirxml_jremote -config Pfad_zur_Konfigurationsdatei -u

  4. Laden Sie die Datei Identity_Manager_4.7_Linux.iso von der NetIQ Downloads-Website herunter.

  5. Hängen Sie die heruntergeladene .iso-Datei ein.

  6. Führen Sie den folgenden Befehl aus:

    ./install.sh

  7. Lesen Sie die Lizenzvereinbarung.

  8. Akzeptieren Sie die Lizenzvereinbarung mit j.

  9. Geben Sie an, ob die Identity Manager-Komponenten aufgerüstet werden sollen. Die verfügbaren Optionen lauten j und n.

  10. Wählen Sie den Remote Loader aus.

  11. Stellen Sie nach Abschluss der Installation sicher, dass Ihre Konfigurationsdateien die Informationen Ihrer Umgebung enthalten.

  12. (Bedingt) Falls ein Problem mit der Konfigurationsdatei auftritt, kopieren Sie die Sicherungsdatei, die Sie in Schritt 1 erstellt haben. Fahren Sie andernfalls mit dem nächsten Schritt fort.

  13. Starten Sie den Remote Loader-Service bzw. den Daemon für jeden Treiber.

    • Remote Loader: rdxml -config Pfad_zur_Konfigurationsdatei

    • Java Remote Loader: dirxml_jremote -config Pfad_zur_Konfigurationsdatei

26.3.4 Aktualisieren von iManager

Im Allgemeinen greift der Aufrüstvorgang für iManager auf die vorhandenen Konfigurationswerte in der Datei configiman.properties zurück, z. B. Portwerte und autorisierte Benutzer. Falls Sie Änderungen an den Konfigurationsdateien server.xml und context.xml vorgenommen haben, empfiehlt NetIQ, diese Dateien vor dem Aufrüsten zu sichern.

Bevor Sie iManager auf Version 3.1 aufrüsten, muss eDirectory auf Version 9.1 aufgerüstet werden.

Der Aufrüstvorgang umfasst die folgenden Aufgaben:

Aktualisieren von iManager

Stellen Sie vor dem Aufrüsten von iManager sicher, dass der Computer den Voraussetzungen und Systemanforderungen entspricht.

HINWEIS:Beim Aufrüsten werden die Werte für den HTTP-Port und den SSL-Port verwendet, die in der früheren iManager-Version konfiguriert waren.

  1. Laden Sie die Datei Identity_Manager_4.7_Linux.iso gemäß den Anweisungen unter Abschnitt 5.11, Herunterladen der Installationsdateien herunter.

  2. Hängen Sie die heruntergeladene .iso-Datei ein.

  3. Führen Sie den folgenden Befehl aus:

    ./install.sh

  4. Lesen Sie die Lizenzvereinbarung.

  5. Akzeptieren Sie die Lizenzvereinbarung mit j.

  6. Geben Sie an, dass iManager die Aufrüstung fortsetzen soll.

Aktualisieren funktionsbasierter Services

Wenn Sie sich erstmalig über iManager bei einem eDirectory-Baum anmelden, der bereits eine Sammlung rollenbasierter Services (RBS-Sammlung) enthält, werden die Rolleninformationen unter Umständen nicht vollständig angezeigt. Dies ist normal, da einige Plugins zunächst aktualisiert werden müssen, damit sie mit der aktuellen Version von iManager zusammenarbeiten. NetIQ empfiehlt, die RBS-Module auf die aktuelle Version zu aktualisieren, damit Sie alle in iManager verfügbaren Funktionen nutzen können. Die RBS-Konfigurationstabelle enthält die RBS-Module, die aufgerüstet werden.

Beachten Sie, dass mehrere Funktionen mit demselben Namen vorhanden sein können. Ab iManager 2.5 haben einige Plugin-Entwickler die Aufgaben-IDs oder Modulnamen geändert, die Anzeigenamen jedoch beibehalten. Hierdurch treten bestimmte Rollen scheinbar doppelt auf, obwohl tatsächlich eine Instanz aus einer älteren Version und eine andere Instanz aus einer neueren Version stammt.

HINWEIS:

  • Beim Aktualisieren oder Neuinstallieren von iManager aktualisiert das Installationsprogramm die vorhandenen Plugins nicht. Aktualisieren Sie die betreffenden Plugins daher manuell. Starten Sie hierzu iManager, und navigieren Sie zu Konfigurieren > Plugin-Installation > Verfügbare Novell-Plugin-Module.

  • In unterschiedlichen iManager-Installationen sind ggf. unterschiedlich viele Plugins lokal installiert. Aus diesem Grund können Diskrepanzen im Modulbericht für eine bestimmte Sammlung auf der Seite Rollenbasierte Services > RBS-Konfiguration auftreten. Damit die Anzahl in verschiedenen iManager-Installationen übereinstimmt, muss in allen iManager-Instanzen im Baum jeweils dieselbe Teilmenge von Plugins installiert sein.

So suchen und aktualisieren Sie veraltete RBS-Objekte:

  1. Melden Sie sich bei iManager an.

  2. Wählen Sie zunächst die Ansicht "Konfigurieren" und dann Rollenbasierte Services > RBS-Konfiguration.

    Ermitteln Sie anhand der Tabelle auf der Seite „2.x-Sammlungen“, ob veraltete Module vorliegen.

  3. (Bedingt) Soll ein Modul aktualisiert werden, führen Sie die folgenden Schritte aus:

    1. Wählen Sie die Nummer der zu aktualisierenden Sammlung in der Spalte Veraltet aus.

      iManager zeigt die Liste der veralteten Module an.

    2. Wählen Sie das zu aktualisierende Modul aus.

    3. Klicken Sie oben in der Tabelle auf Aktualisieren.

Neuinstallieren oder Migrieren von Plugin Studio-Plugins

Sie können Plugin Studio-Plugins auf eine andere iManager-Instanz oder eine neue oder aktualisierte Version von iManager migrieren und auch in dieser Instanz oder Version reproduzieren.

  1. Melden Sie sich bei iManager an.

  2. Wählen Sie in der iManager-Ansicht „Konfigurieren“ die Option Rollenbasierte Services > Plugin Studio.

    Der Inhaltsrahmen zeigt die Liste der installierten benutzerdefinierten Plugins an, einschließlich des Speicherorts der RBS-Sammlung, zu der die Plugins gehören.

  3. Wählen Sie das Plugin aus, das neu installiert oder migriert werden soll, und klicken Sie auf Bearbeiten.

    HINWEIS:Es kann immer nur ein Plugin bearbeitet werden.

  4. Klicken Sie auf Installieren.

  5. Führen Sie diese Schritte für alle neu zu installierenden oder zu migrierenden Plugins aus.

Aktualisieren von iManager-Plugins nach einer Aufrüstung oder Neuinstallation

Wenn Sie iManager aufrüsten oder neu installieren, werden die vorhandenen Plugins nicht im Rahmen des Installationsvorgangs aktualisiert. Die Plugins müssen der richtigen iManager-Version entsprechen.

  1. Öffnen Sie iManager.

  2. Navigieren Sie zu Konfigurieren > Plugin-Installation > Verfügbare Novell-Plugin-Module.

  3. Aktualisieren Sie die Plugins.