In diesem Abschnitt finden Sie Informationen zur Aufrüstung der Identitätsanwendungen und unterstützenden Software, wozu die Aktualisierung der folgenden Komponenten gehört:
Identity Manager-Benutzeranwendung
One SSO Provider (OSP)
Self-Service Password Reset (SSPR)
Tomcat, JDK und ActiveMQ
Verwenden Sie zur Aufrüstung dieser Komponenten das entsprechende Aufrüstungsprogramm von NetIQ. Das Programm befindet sich im Verzeichnis products/RBPM/ im Identity Manager-Installationspaket. Navigieren Sie zum Verzeichnis mit den folgenden Aufrüstungsdateien:
Linux: RBPM_upgrade.bin
Windows: RBPM_upgrade.exe
Dieser Abschnitt enthält folgende Informationen:
Im Rahmen des Aufrüstungsvorgangs werden die Konfigurationswerte der vorhandenen Komponenten gelesen. Hierzu gehören die Dateien ism-configuration.properties, server.xml, SSPRConfiguration und weitere Konfigurationsdateien. Beim Aufrufen dieser Konfigurationsdateien wird intern das Aufrüstungsprogramm für die zugehörigen Komponenten gestartet. Darüber hinaus erstellt dieses Programm eine Sicherung der aktuellen Installation.
Lesen Sie vor einer Aufrüstung die folgenden Überlegungen:
Identity Manager wird auf Version 4.5.5 aufgerüstet: Von Versionen vor Version 4.5.5 aus ist eine Aufrüstung oder Migration auf Version 4.6 nicht möglich. Weitere Informationen zur Aufrüstung auf Identity Manager 4.5 finden Sie unter Aufrüsten von Identity Manager im NetIQ Identity Manager-Einrichtungshandbuch.
Das Rollen- und Ressourcentreiberpaket wird aufgerüstet: Weitere Informationen finden Sie unter Aufrüsten installierter Pakete im Administrationshandbuch zu NetIQ Designer für Identity Manager.
Tomcat als Anwendungsserver: Diese Identity Manager-Version unterstützt lediglich Tomcat als Anwendungsserver.
HINWEIS:Installieren Sie den Tomcat-Anwendungsserver mit dem beigelegten Installationsprogramm während der Installation von Identity Manager 4.5. Beim Aufrüsten können Sie nur die Tomcat-Version aufrüsten, die mit dem beigelegten Installationsprogramm installiert wurde.
Wenn die Identitätsanwendungen auf einem anderen Anwendungsserver ausgeführt werden (also nicht auf Tomcat), migrieren Sie den Anwendungsserver zu Tomcat. Weitere Informationen finden Sie unter Abschnitt 58.6, Migrieren aus Websphere oder JBoss in den Tomcat-Webanwendungsserver.
Die Datenbankplattform wird aufgerüstet: Dieses Programm rüstet nicht die Datenbankplattform für die Identitätsanwendungen auf. Rüsten Sie die aktuelle Datenbankversion manuell auf eine unterstützte Version auf. Weitere Informationen zum Aufrüsten der PostgreSQL-Datenbank finden Sie in Aufrüsten der PostgreSQL-Datenbank.
Prüfen Sie, ob der Kontextname der Benutzeranwendung auf den Standardnamen eingestellt ist: Wenn Sie den Kontextnamen der Benutzeranwendung nicht auf den Standardnamen IDMProv eingestellt haben, müssen Sie den Kontextnamen ändern. Weitere Informationen finden Sie unter Ändern des benutzerdefinierten Kontextnamens für die Benutzeranwendung.
Zurücksetzen von Passwörtern per Selbstbedienung: Beim Aufrüsten von SSPR 4.0 müssen die Eigenschaften CATALINA_OPTS und -Dsspr.application.Path auf den Ordner verweisen, in dem die SSPR-Konfiguration gespeichert ist.
Beispiel:
Linux: export CATALINA_OPTS="-Dsspr.applicationPath=/home/sspr_data
Windows: set CATALINA_OPTS="-Dsspr.applicationPath=C:\sspr_data
Sichern Sie die SSPR-LocalDB vor dem Aufrüsten. Führen Sie die folgenden Schritte zum Exportieren oder Herunterladen der LocalDB aus:
Melden Sie sich beim SSPR-Portal als Administrator an.
Klicken Sie oben rechts auf der Seite im Dropdown-Menü auf Konfigurationsmanager.
Klicken Sie auf LocalDB.
Klicken Sie auf LocalDB herunterladen.
Rüsten Sie die PostgreSQL-Datenbank mit den folgenden Schritten auf:
WICHTIG:Die Aufrüstung kann je nach Größe der Datenbank einige Zeit in Anspruch nehmen. Planen Sie die Aufrüstung daher entsprechend.
Halten Sie den PostgreSQL-Dienst an, der auf dem Server ausgeführt wird.
Benennen Sie den Ordner postgres im folgenden Speicherort um:
Linux: /opt/netiq/idm/apps
Windows: C:\Netiq\IdentityManager\apps
Benennen Sie postgres beispielsweise in postgresql_9_3 um.
Hängen Sie die Image-Datei Identity_Applications_Version_Plattform.iso ein und navigieren Sie zum Verzeichnis mit dem PostgreSQL-Installationsprogramm.
<ISO_Extraktionspfad>/products/RBPM/postgre_tomcat_install
Installieren Sie die PostgreSQL-Anwendung. Wählen Sie in der Liste den Eintrag „PostgreSQL“:
Linux (GUI): Führen Sie ./TomcatPostgreSQL.bin
Linux (Konsole): Führen Sie ./TomcatPostgreSQL.bin -i console
Windows: Führen Sie TomcatPostgreSQL.exe aus.
Wählen Sie während der Installation lediglich die Option PostgreSQL.
HINWEIS:Aktivieren Sie auf der Seite PostgreSQL-Details nicht die Kontrollkästchen Datenbank-Anmeldekonto erstellen und Leere Datenbank erstellen.
Halten Sie den soeben installierten PostgreSQL-Dienst auf dem Server an.
Ändern Sie den Eigentümer des PostgreSQL-Verzeichnisses mit dem folgenden Befehl:
chown -R postgres:postgres <Speicherort des Postgres-Verzeichnis>
Beispiel:
chown -R postgres:postgres /opt/netiq/idm/apps/postgres
Wechseln Sie mit dem folgenden Befehl zum Benutzer postgres:
su - postgres
Wechseln Sie zum Verzeichnis postgres/bin.
Exportieren Sie den PostgreSQL-Installationspfad mit dem folgenden Befehl:
export PATH=/opt/netiq/idm/apps/postgres/bin:$PATH
Exportieren Sie das PostgreSQL-Passwort mit dem folgenden Befehl:
export PGPASSWORD=<Datenbankpasswort eingeben>
Rüsten Sie PostgreSQL mit dem folgenden Befehl auf:
pg_upgrade --old-datadir <alter_Postgres_Speicherort\data> --new-datadir <neuer_Postgres_Speicherort\data> --old-bindir <alter_Postgres_Speicherort\bin> --new-bindir <neuer_Postgres_Speicherort\bin>
Beispiel: . /pg_upgrade --old-datadir /opt/netiq/idm/apps/postgresql_9_3/data/ --new-datadir /opt/netiq/idm/apps/postgres/data/ --old-bindir /opt/netiq/idm/apps/postgresql_9_3/bin --new-bindir /opt/netiq/idm/apps/postgres/bin/
Nach der erfolgreichen Aufrüstung werden Sie aufgefordert, analyze_new_cluster.sh und delete_old_cluster.sh auszuführen.
Starten Sie den neuen oder aufgerüsteten PostgreSQL-Datenbankdienst.
Wechseln Sie zum Benutzer postgres und führen Sie analyze_new_cluster.sh aus.
su - postgres ./analyze_new_cluster.sh
Prüfen Sie, ob das Skript fehlerfrei ausgeführt wird.
Navigieren Sie zu /opt/netiq/idm/apps/postgres/bin und führen Sie delete_old_cluster.sh als Root-Benutzer aus.
./delete_old_cluster.sh
Wenn Sie einen anderen Kontextnamen für die Benutzeranwendung angegeben haben (also nicht den Standardnamen IDMProv), ersetzen Sie den Kontextnamen mit den folgenden Schritten durch den standardmäßigen Kontextnamen IDMProv:
HINWEIS:Sie können den Kontextnamen in der Eigenschaft „portal.context property“ in der Datei „ism-configuration.properties“ überprüfen.
Halten Sie den Tomcat-Dienst an.
/etc/init.d/idmapps_tomcat_init stop
Navigieren Sie zum Ordner webapps und benennen Sie den Ordner mit dem nicht standardmäßigen Kontextnamen in IDMProv um.
Linux: /opt/netiq/idm/apps/tomcat/webapps
Windows: C:\Netiq\IdentityManager\apps\tomcat\webapps
Wenn der Name für portal.context in der Datei ism-configuration.properties beispielsweise IDMDev lautet, ersetzen Sie den Ordnernamen IDMDev durch IDMProv.
Führen Sie das Aufrüstungsprogramm für die Identitätsanwendungen aus. Siehe dazu Abschnitt 55.5.4, Durchführen des geführten Aufrüstungsvorgangs oder Abschnitt 55.5.5, Automatische Aufrüstung der Identity Manager-Anwendungen.
Stellen Sie nach dem Aufrüsten der Identitätsanwendungen den ursprünglichen Kontextnamen für die WAR-Dateien wieder her. Weitere Informationen finden Sie unter Identitätsanwendungen.
Im Rahmen des Aufrüstungsvorgangs wird eine Sicherung der aktuellen Konfiguration für die installierten Komponenten erstellt. Auf Ihrem Server muss ausreichend freier Speicherplatz für die Sicherung vorhanden sein sowie weiterer freier Speicherplatz für die Aufrüstung.
In der folgenden Prozedur wird beschrieben, wie Identitätsanwendungen, OSP, SSPR, Tomcat und ActiveMQ-Anwendungen mit dem Assistenten aufgerüstet werden.
Melden Sie sich als Root- oder verwaltungsbefugter Benutzer an dem Server an, auf dem die Komponenten installiert werden sollen.
Hängen Sie die Imagedatei Identity_Applications.iso im Verzeichnis mit der ausführbaren Aufrüstungsdatei ein, die sich standardmäßig im Verzeichnis products/RBPM/ befindet.
Starten Sie das Aufrüstungsprogramm. Führen Sie je nach Plattform eine der folgenden Dateien aus:
Linux: RBPM_upgrade.bin
Windows: RBPM_upgrade.exe
Auf der Seite Einführung sehen Sie die Identity Manager-Komponenten, die aufgerüstet werden. Klicken Sie dann auf Weiter.
Lesen und akzeptieren Sie die Lizenzvereinbarung und klicken Sie dann auf Weiter.
Sehen Sie sich die Seite Bereitgestellte Anwendungen an und klicken Sie dann auf Weiter.
Auf dieser Seite sind die aktuell installierten Komponenten aufgeführt. Sie finden dort auch die Version und die Installationsverzeichnisse von Tomcat und JRE. Wenn auf dem Server noch andere Anwendungen bereitgestellt sind, wird während des Aufrüstungsvorgangs eine Warnung angezeigt, dass diese Anwendungen nach der Aufrüstung möglicherweise nicht mehr korrekt funktionieren.
Beispiel: Identitätsberichterstellung oder benutzerdefinierte WAR-Dateien. Sie müssen diese manuell aus der im Aufrüstungsvorgang erstellten Sicherung wiederherstellen.
Klicken Sie zum Fortsetzen der Aufrüstung auf Weiter.
Führen Sie die geführte Installation mit den folgenden Parametern aus. Dieses Programm füllt die Werte für vorhandene Komponenten automatisch aus. Für die Parameter müssen die korrekten Werte angegeben sein.
One SSO-Anbieter
Gibt den Pfad zu einem Verzeichnis an, in dem das Aufrüstungsprogramm die Anwendungsdateien für OSP erstellen soll. Wenn der Pfad nicht korrekt ist, navigieren Sie zum Pfad, in dem OSP installiert ist.
SSPR
Gibt den Pfad zu einem Verzeichnis an, in dem das Installationsprogramm die Anwendungsdateien für SSPR erstellen soll. Wenn der Pfad nicht korrekt ist, navigieren Sie zum Pfad, in dem SSPR installiert ist.
Benutzeranwendung
Gibt den Pfad zu einem Verzeichnis an, in dem das Aufrüstungsprogramm die Anwendungsdateien für die Benutzeranwendung erstellen soll. Wenn der Pfad nicht korrekt ist, navigieren Sie zum Pfad, in dem die Benutzeranwendung installiert ist.
Datenbankverbindung
Gibt die Einstellungen für die Verbindung mit der Benutzeranwendungsdatenbank an. Die Identitätsanwendungen stellen ebenfalls eine Verbindung zu dieser Datenbank her. Das Aufrüstungsprogramm enthält diese Details in der Datei mit der Benutzeranwendungskonfiguration.
Gibt die Plattform der Benutzeranwendungsdatenbank an.
Gibt den Namen oder die IP-Adresse des Servers an, auf dem sich die Benutzeranwendung befindet.
Gibt den Port an, über den der Datenbankserver mit der Benutzeranwendung kommuniziert.
Gibt die JAR-Datei für die Datenbankplattform an.
Der Hersteller der Datenbank stellt die Treiber-JAR-Datei bereit, die als JAR-Datei für den Datenbankserver fungiert. Für PostgreSQL geben Sie beispielsweise postgresql-9.4-1212.jdbc42.jar an. Diese Datei befindet sich standardmäßig im Ordner opt/netiq/idm/apps/postgres unter Linux bzw. im Ordner C:\netiq\idm\apps\postgres unter Windows. Geben Sie auch die entsprechenden JAR-Dateien für die Datenbankplattform an.
Datenbank-Berechtigungsnachweise
Gibt den Namen der Datenbank an. Der Name der Datenbank lautet standardmäßig idmuserappdb.
Gibt den Namen eines Kontos an, über das die Benutzeranwendung auf die Daten in den Datenbanken zugreifen und diese Daten bearbeiten kann. Standardmäßig lautet der Datenbankbenutzername idmadmin.
Gibt das Passwort für den angegebenen Benutzernamen an.
Datenbank aktualisieren
Das Aufrüstungsprogramm aktualisiert im Rahmen des Aufrüstungsvorgangs das Schema für die Datenbanktabellen.
Das Aufrüstungsprogramm hinterlässt Anweisungen zur Aktualisierung des Schemas für die Datenbanktabellen, wenn die Benutzeranwendung zum ersten Mal nach der Aufrüstung gestartet wird.
Erzeugt ein SQL-Skript, mit dem der Datenbankadministrator die Datenbanken aktualisieren kann. Wenn Sie diese Option wählen, müssen Sie außerdem einen Namen für die Schemadatei angeben. Die Einstellung ist in der Konfiguration der Datei SQL-Ausgabe zu finden. Diese Option steht Ihnen für den Fall zur Verfügung, dass Sie keine Berechtigungen zur Erstellung oder Bearbeitung einer Datenbank in Ihrer Umgebung haben. Weitere Informationen zum Erzeugen der Tabellen mit der Datei finden Sie in Abschnitt 39.2, Manuelles Erstellen der Datenbank.
Datenbankadministrator
Gibt den Namen und das Passwort für den Datenbankadministrator an.
Gibt das Konto eines Datenbankadministrators an, der Datenbanktabellen, Ansichten und andere Artefakte erstellen kann.
Gibt das Passwort für den Datenbankadministrator an.
Sicherungsordner
Abhängig davon, wo Sie die Komponenten installiert haben, wird das Sicherungsverzeichnis in diesem Verzeichnis erstellt und ein Zeitstempel (mit der Uhrzeit der Sicherung) wird an das gesicherte Verzeichnis angehängt.
Beispiel:
Tomcat – /opt/netiq/idm/apps/tomcat_backup_02262017_033634
OSP und SSPR – /opt/netiq/idm/apps/osp_sspr_backup_02262017_033634
ActiveMQ – /opt/netiq/idm/apps/activemq_backup_02262017_033634
Benutzeranwendung – /opt/netiq/idm/apps/UserApplication_backup_02262017_033634
Lesen Sie die Zusammenfassung vor der Aufrüstung und klicken Sie auf Installieren.
Während des Aufrüstungsvorgangs wird der Tomcat-Dienst gestoppt und die Aufrüstung wird gestartet; dies kann einige Zeit dauern.
Nach Abschluss des Aufrüstungsvorgangs prüfen Sie die Protokolldateien unter /tmp/rbpm_upgrade/. Einige Konfigurationen müssen zudem manuell aktualisiert werden (siehe Abschnitt 55.5.6, Aufgaben nach der Aufrüstung).
Bei einer automatischen (nicht interaktiven) Installation wird keine Benutzeroberfläche angezeigt.
Melden Sie sich als Root-Benutzer oder Administrator dort an, wo die Identity Manager-Anwendungen aufgerüstet werden sollen.
Öffnen Sie eine Terminalsitzung.
Geben Sie die Werte für die Installation in der Eigenschaftendatei an.
Linux: products/RBPM/RBPM_Upgrade_Linux.properties
Windows: products\RBPM\RBPM_Upgrade_Win.properties
Starten Sie das Aufrüstungsprogramm für Ihre Plattform mit dem folgenden Befehl:
Linux: RBPM_Upgrade.bin -i silent -f RBPM_Upgrade_Linux.properties
Windows: RBPM_Upgrade.exe -i silent -f RBPM_Upgrade_Win.properties
HINWEIS:Wenn sich die Datei RBPM_Upgrade_Linux.properties nicht in demselben Verzeichnis wie das Installationsskript befindet, müssen Sie den absoluten Pfad zu dieser Datei angeben. Das Skript entpackt die notwendigen Dateien in ein temporäres Verzeichnis und startet dann die automatische Installation.
Nach Abschluss der Aufrüstung müssen Sie die benutzerdefinierten Einstellungen für Tomcat, SSPR, OSP oder die Identitätsanwendungen manuell wiederherstellen.
Führen Sie die nach der Aufrüstung vorzunehmenden Schritte für die erforderlichen Komponenten durch:
Überprüfen Sie die Zertifikate am aufgerüsteten JRE-Speicherort: jre/lib/security/cacerts im Vergleich zu Ihrem alten JRE-Speicherort. Importieren Sie die fehlenden Zertifikate manuell in cacerts.
Importieren Sie java cacerts mit dem Befehl keytool:
keytool -import -trustcacerts -file Cerificate_Path -alias ALIAS_NAME -keystore cacerts
HINWEIS:Nach der Aufrüstung ist JRE im Installationsverzeichnis der Identitätsanwendungen gespeichert. Beispiel: /opt/netiq/idm/apps/jre
Prüfen Sie den JRE-Speicherort.
Linux: tomcat/bin/setenv.sh
Windows: tomcat/bin/setenv.bat
Starten Sie das Konfigurationsaktualisierungsprogramm und prüfen Sie den Pfad der cacerts.
(Bedingt) Stellen Sie die benutzerdefinierten Dateien aus der Sicherung wieder her, die vorher während des Aufrüstungsvorgangs erstellt wurden.
Beispiele:
Angepasste HTTPS-Zertifikate. Kopieren Sie zur Wiederherstellung der Konfiguration den Inhalt der Java Secure Socket Extension (JSSE) aus der gesicherten server.xml-Datei zur neuen server.xml -Datei im Verzeichnis /tomcat/conf.
Kopieren Sie nicht die Konfigurationsdateien vom gesicherten Tomcat-Verzeichnis in das neue Tomcat-Verzeichnis. Starten Sie mit der Standardkonfiguration der neuen Version und nehmen Sie die erforderlichen Änderungen vor. Weitere Informationen finden Sie auf der Apache-Website.
Wenn Ihnen benutzerdefinierte Keystore-Dateien vorliegen, fügen Sie den korrekten Pfad der neuen server.xml-Datei hinzu.
(Bedingt) Navigieren Sie zur Identity Manager-Benutzeranwendung und stellen Sie die benutzerdefinierten Einstellungen manuell wieder her. Lesen Sie hierzu die gesicherte Konfiguration wieder ein.
Stellen Sie die benutzerdefinierten Konfigurationen der Identitätsanwendungen anhand der Sicherung wieder her, die im Rahmen des Aufrüstungsvorgangs erstellt wurde.
Wenn Sie den benutzerdefinierten Kontextordner vor dem Ausführen des Aufrüstungsprogramms in IDMProv umbenannt haben, stellen Sie den ursprünglichen Kontextnamen mit dem Dienstprogramm configupdate wieder her. Der ursprüngliche benutzerdefinierte Kontextname lautet beispielsweise IDMDev und wurde in IDMProv umbenannt.
Stellen Sie den ursprünglichen Kontextnamen mit den folgenden Schritten wieder her:
Navigieren Sie zum Benutzeranwendungsverzeichnis /opt/netiq/idm/apps/UserApplication.
Starten Sie das Dienstprogramm configupdate.
Linux: configupdate.sh
Windows: configupdate.bat
Klicken Sie auf der Registerkarte Benutzeranwendung auf Erweiterte Optionen anzeigen und führen Sie die folgenden Schritte aus:
Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Namen des RBPM-Kontexts ändern.
Geben Sie den ursprünglichen RBPM-Kontextnamen ein.
Wählen Sie den zugehörigen Rollentreiber-DN aus, und klicken Sie auf OK.
Ändern Sie die Berechtigung und das Eigentum für die WAR-Datei mit dem folgenden Befehl.
chmod 755 <Original_Context_Name>.war; chown -R novlua:novlua <Original_Context_Name>.war
Der ursprüngliche benutzerdefinierte Kontextname lautet beispielsweise IDMDev:
chmod 755 IDMDev.war; chown -R novlua:novlua IDMDev.war
(Bedingt) Sobald Sie alle Aufgaben nach der Aufrüstung beendet haben, starten Sie den Tomcat-Dienst für die Identitätsanwendungen.
Wenn OSP und die Benutzeranwendungen auf verschiedenen Servern installiert sind, aktualisieren Sie den SSO-Client-Parameter mit dem Konfigurationsaktualisierungsprogramm. Weitere Informationen hierzu finden Sie in Abschnitt 40.4.3, IDM-Dashboard in Abschnitt 40.4, Parameter für SSO-Clients.
Standardmäßig ist der Eintrag LogHost in der Datei /etc/logevent.conf auf localhost eingestellt.
Zum Bearbeiten des Eintrags LogHost stellen Sie die benutzerdefinierten OSP-Konfigurationen manuell anhand der Sicherung wieder her, die im Rahmen des Aufrüstungsvorgangs erstellt wurde.
Aktualisieren Sie nach der Aufrüstung von SSPR den SSO-Client-Parameter mit dem Konfigurationsaktualisierungsprogramm. Weitere Informationen hierzu finden Sie in Abschnitt 40.4.8, Zurücksetzen von Passwörtern per Selbstbedienung in Abschnitt 40.4, Parameter für SSO-Clients.
Aktualisieren Sie die SSPR-Konfigurationsdetails mit den folgenden Schritten:
Melden Sie sich beim SSPR-Portal als Administrator an.
Aktualisieren Sie die Audit-Serverdetails:
Navigieren Sie zum Konfigurationseditor und geben Sie das Konfigurationspasswort an.
Wählen Sie Einstellungen > Revision > Audit-Weiterleitung > Syslog-Audit Server-Zertifikate aus.
Importieren Sie diese Zertifikate vom Server und klicken Sie auf Speichern.
Importieren Sie die LocalDB in SSPR:
Klicken Sie oben rechts auf der Seite im Dropdown-Menü auf Konfigurationsmanager.
Klicken Sie auf LocalDB.
Klicken Sie auf LocalDB-Archivdatei importieren (hochladen).
Konfigurieren Sie die Administratorberechtigungen für SSPR (siehe Abschnitt 32.3, Aufgaben nach Abschluss der Installation).
HINWEIS:Bei der Aufrüstung von SSPR 4.0 auf SSPR 4.1 wird der Standardspeicherort der SSPR-Konfiguration zum Standardspeicherort von SSPR 4.1 geändert. Weitere Informationen zu den Konfigurationsspeicherorten finden Sie in der Datei setenv.sh. Diese Änderung wirkt sich jedoch nicht auf das Verhalten der Komponenten aus.
Beispiel: Wenn vor der Aufrüstung der Pfad der SSPR-Konfiguration auf -Dsspr.applicationPath='/home/sspr-data festgelegt ist, dann verändert er sich nach der Aufrüstung zu -Dsspr.applicationPath=/opt/netiq/idm/apps/osp_sspr/sspr/sspr_data und alle verknüpften Konfigurationen werden an diesem Speicherort wiederhergestellt.
Starten Sie die aufgerüsteten Komponenten, um zu prüfen, ob die Aufrüstung erfolgreich war.
Starten Sie beispielsweise das Identity Manager-Dashboard und klicken Sie auf Info. Prüfen Sie, ob die Anwendung die neue Version anzeigt, zum Beispiel 4.6.0.