Sie können alle Komponenten zur Evaluierung auf einem einzigen Computer oder verschiedene Komponenten mithilfe der integrierten Installation auf unterschiedlichen Systemen und Plattformen installieren. Hierzu müssen Sie das Programm für die integrierte Installation mehrfach ausführen und jeweils die gewünschten Komponenten auswählen.
Vor dem Starten des Programms für die integrierte Installation müssen die nachfolgenden Voraussetzungen erfüllt.
WICHTIG:Sentinel Log Management für Identity Governance and Administration (IGA) kann nur in Linux-Umgebungen installiert werden. Wenn Sie die Identitätsanwendungen und die Funktionen der Identitätsberichterstellung in Identity Manager evaluieren möchten, müssen Sie zunächst Sentinel Log Management für IGA auf einem Linux-Computer installieren und dann das integrierte Installationsprogramm auf einem Windows-Computer ausführen.
Vor dem Installieren von eDirectory muss eine Methode vorliegen, mit der die Baumnamen in Serververweisadressen aufgelöst werden. NetIQ empfiehlt die Verwendung von SLP-Diensten (Service Location Protocol). Bei älteren Versionen von NetIQ eDirectory (vor Version 8.8) wurde SLP während der Installation mitinstalliert. Ab Version 8.8 muss SLP jedoch separat installiert werden. Weitere Informationen finden Sie unter Auflösen von Baumnamen mit OpenSLP oder hosts.nds im Einrichtungshandbuch zu NetIQ Identity Manager.
Damit die eDirectory-Infrastruktur effizient funktioniert, müssen Sie eine statische IP-Adresse auf dem Server konfigurieren. Wenn Sie DHCP-Adressen auf dem Server verwenden, liefert eDirectory unter Umständen unvorhersehbare Ergebnisse. Der DNS-Name des Computers muss aufgelöst werden können. Ist dies nicht der Fall, fügen Sie einen Eintrag für diesen Computer zur Datei /etc/hosts hinzu, sodass der DNS-Name aufgelöst werden kann.
Synchronisieren Sie die Uhrzeit auf allen Netzwerkservern. NetIQ empfiehlt die NTP-Option (Network Time Protocol).
(Bedingt) Sollen die Komponenten in einer Umgebung mit Red Hat Enterprise Linux 7.x installiert werden, müssen die richtigen Bibliotheken auf dem Server vorliegen. Weitere Informationen finden Sie unter Installieren von Identity Manager auf einem RHEL 7.x-Server im Einrichtungshandbuch zu NetIQ Identity Manager.
(Bedingt) Für eine geführte Installation auf Plattformen mit SUSE Linux Enterprise Server 12 SP1 (oder höher) müssen auf dem Computer die folgenden Bibliotheken installiert sein:
libXtst6-32bit-1.2.1-4.4.1.x86_64
libXrender-32bit
libXi6-32bit
Im Allgemeinen können Sie die .rpm-Dateien von einer Website herunterladen, beispielsweise von http://rpmfind.net/linux. libXtst6-32bit-1.2.1-4.4.1.x86_64.rpm steht beispielsweise auf dieser Webseite zum Herunterladen bereit.
Die unzip-RPM muss auf allen verwendeten Linux-Plattformen installiert sein.
Die Datei /etc/hosts darf nur eine Loopback-Adresse enthalten. Falls mehrere Loopback-Adressen vorliegen, korrigieren Sie die Konfiguration. Entfernen Sie hierzu die überzähligen Adressen mit einem Editor. Beispiel:
127.0.0.1 localhost.localdomain localhost #loopback #127.0.0.2 server1 192.0.2.1 server1
Zum Installieren von Identity Manager mit der integrierten Installation müssen Sie Administratorrechte auf dem Windows-Computer besitzen.
Vor Beginn des Installationsvorgangs muss das Windows-Betriebssystem mit den aktuellen Service Packs aufgerüstet werden.
Die nachfolgenden Anforderungen gelten dann, wenn Sie alle oder den Großteil der Komponenten auf einem einzigen Computer installieren. Die Anforderungen für bestimmte Komponenten finden Sie unter Überlegungen und Voraussetzungen für die Installation im Einrichtungshandbuch zu NetIQ Identity Manager.
Für die fehlerfreie Installation und Konfiguration Ihres Identity Manager-Systems sind die nachfolgenden Angaben zu beachten.
|
Kategorie |
Anforderung |
|---|---|
|
Prozessor |
Ein Multi-CPU-Computer mit einem 2-GHz-Prozessor |
|
Arbeitsspeicher |
Mindestens 6 GB |
|
Festplattenspeicher |
Mindestens 40 GB HINWEIS:Zum Konfigurieren und Bereitstellen von Daten ist zusätzlicher Festplattenspeicher erforderlich. Die Menge ist abhängig von den verbundenen Systemen und der Anzahl der Objekte im Identitätsdepot. |
|
Betriebssystem |
Mindestens eines der folgenden Systeme:
|
|
Virtuelle Systeme |
Es gelten folgende Voraussetzungen:
WICHTIG:NetIQ unterstützt Identity Manager auf virtuellen Enterprise-Systemen, die die Betriebssysteme, unter denen die NetIQ-Produkte ausgeführt werden können, offiziell unterstützen. Sofern die Anbieter der virtuellen Systeme diese Betriebssysteme offiziell unterstützen, unterstützt NetIQ den gesamten Identity Manager-Stack auf diesen Systemen. |
|
Betriebssystem-Hotfixes |
NetIQ empfiehlt, vor dem Installieren von Identity Manager die aktuellen Patches für das Betriebssystem mit der automatisierten Aktualisierungsfunktion des Herstellers anzuwenden. |
|
Webbrowser |
Desktopcomputer (ggf. höhere Version):
iPad (ggf. höhere Version):
HINWEIS:Für den Zugriff auf die Identitätsanwendungen müssen Cookies im Browser aktiviert sein. Wenn Cookies deaktiviert sind, ist das Produkt nicht funktionsfähig. |
Standardmäßig installiert das integrierte Installationsprogramm die folgenden Identity Manager-Komponenten:
Tabelle 2-1 Identity Manager-Komponenten und ihre Versionen, die mit dem integrierten Installationsprogramm installiert werden
|
Identity Manager-Komponente |
Version |
|---|---|
|
Identitätsdepot (eDirectory) |
9.0.2 Hotfix 2 |
|
Identity Manager-Engine |
4.6 |
|
Remote Loader |
4.6 |
|
One SSO-Anbieter |
6.1.3 |
|
Self-Service Password Reset |
4.1.0 |
|
Oracle Java Development Kit |
1.8.0_112 |
|
Apache Tomcat |
8.5.9 |
|
PostgreSQL |
9.6.10 |
|
Apache ActiveMQ |
5.14 |
|
iManager und Plugins |
3.0.2 Patch 1 |
|
Identitätsanwendungen |
4.6 |
|
Sentinel Log Management für IGA |
8.0.0.1 |
|
Identitätsberichterstellungsmodul |
5.5 |
|
Designer |
4.6 |
|
Analyzer |
4.6 |
Bei der integrierten Installation werden die Identity Manager-Komponenten in den Speicherorten in Tabelle 2-2 installiert. Auf Windows-Computern können Sie den Speicherort für die installierten Komponenten selbst festlegen. Auf Linux-Computern werden die Komponenten in den vordefinierten Speicherorten abgelegt.
Tabelle 2-2 Standardmäßige Speicherorte für die Installation bei der integrierten Installation
|
Identity Manager-Komponente |
Standardmäßiger Installationspfad |
|---|---|
|
Linux |
|
|
Identitätsdepot (eDirectory) |
/opt/novell/eDirectory |
|
Identity Manager-Engine |
/opt/novell/eDirectory |
|
Remote Loader |
/opt/novell/dirxml |
|
Fan-out-Agent |
/opt/novell/dirxml/fanoutagent |
|
Sentinel Log Management für IGA |
/opt/novell/sentinel (nur Linux) |
|
JRE |
/opt/netiq/idm/jre |
|
Tomcat |
/opt/netiq/idm/apps/tomcat |
|
PostgreSQL |
/opt/netiq/idm/apps/postgres |
|
ActiveMQ |
/opt/netiq/idm/apps/activemq |
|
OSP |
/opt/netiq/idm/apps/osp |
|
SSPR |
/opt/netiq/idm/apps/sspr |
|
Benutzeranwendung |
/opt/netiq/idm/apps/UserApplication |
|
Identitätsanwendungen |
/opt/netiq/idm/apps |
|
Identitätsberichterstellung |
/opt/netiq/idm/apps/IDMReporting |
|
iManager und Plugins |
/var/opt/novell/iManager |
|
Analyzer |
/opt/netiq/idm/tools/Analyzer |
|
Designer |
/opt/netiq/idm/tools/Designer |
|
Windows |
|
|
Identitätsdepot (eDirectory) |
C:\NetIQ\IdentityManager\NDS |
|
Identity Manager-Engine |
C:\NetIQ\IdentityManager\NDS |
|
Remote Loader |
C:\NetIQ\IdentityManager\RemoteLoader |
|
Fan-out-Agent |
C:\NetIQ\IdentityManager\FanoutAgent |
|
JRE |
C:\NetIQ\IdentityManager\jre |
|
Tomcat |
C:\NetIQ\IdentityManager\apps\tomcat |
|
PostgreSQL |
C:\NetIQ\IdentityManager\apps\posgres |
|
OSP |
C:\NetIQ\IdentityManager\apps\osp |
|
SSPR |
C:\NetIQ\IdentityManager\apps\sspr |
|
ActiveMQ |
C:\NetIQ\IdentityManager\apps\activemq |
|
Benutzeranwendung |
C:\NetIQ\IdentityManager\apps\UserApplication |
|
Identitätsberichterstellung |
C:\NetIQ\IdentityManager\apps\IDMReporting |
|
iManager |
C:\NetIQ\IdentityManager\iManager |
|
Analyzer |
C:\NetIQ\IdentityManager\tools\Analyzer |
|
Designer |
C:\NetIQ\IdentityManager\tools\Designer |