Nachfolgend wird anhand einiger Beispiele erläutert, wie die Identitätsanwendungen in einer Organisation in der Regel verwendet werden.
Ella (eine Endbenutzerin) hat ihr Passwort vergessen und stellt dieses bei der Anmeldung mithilfe der Identitätsselbstbedienung wieder her.
Standardmäßig bietet Identity Manager die Komponente Self Service Password Reset (SSPR), damit Benutzer ihre Passwörter ändern bzw. zurücksetzen können. In den Identitätsanwendungen können jedoch auch andere Methoden zur Verwaltung vergessener Passwörter verwendet werden. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren der Verwaltung vergessener Passwörter im „Einrichtungshandbuch zu NetIQ Identity Manager“.
Erik (ein Endbenutzer) führt eine Suche nach allen Mitarbeitern an seinem Standort durch, die Deutsch sprechen.
Eduardo (ein Endbenutzer) durchsucht das Organigramm der Organisation, findet Ella und klickt auf das Email-Symbol, um ihr eine Nachricht zu senden.
Maxine (eine Rollenmanagerin) erstellt die Geschäftsrollen „Krankenschwester“ und „Arzt“ sowie die IT-Rollen „Medikament verwalten“ und „Rezept ausstellen“. Maxine erstellt mehrere Ressourcen, die für diese Rollen erforderlich sind, und verknüpft die Ressourcen mit den Rollen.
Maxine (eine Rollenmanagerin) definiert eine Beziehung zwischen den Rollen „Krankenschwester“ und „Medikament verabreichen“ und gibt an, dass die Rolle „Krankenschwester“ die Rolle „Medikament verabreichen“ enthält. Maxine definiert außerdem eine Beziehung zwischen den Rollen „Rezept ausstellen“ und „Arzt“ und gibt an, dass die Rolle „Arzt“ die Rolle „Rezept ausstellen“ enthält.
Chester (ein Sicherheitsbeauftragter) definiert eine Funktionstrennungsbeschränkung, die angibt, dass ein potenzieller Konflikt zwischen den Rollen „Arzt“ und „Krankenschwester“ besteht. Dies bedeutet, dass für gewöhnlich ein Benutzer nicht gleichzeitig beiden Rollen zugewiesen sein darf. In einigen Fällen kann es vorkommen, dass eine Person, die eine Rollenzuweisung anfordert, diese Beschränkung aufheben möchte. Damit eine Funktionstrennungsausnahme definiert werden kann, muss die Person, die eine Zuweisung anfordert, eine Begründung angeben.
Ernest (ein Endbenutzer) durchsucht eine Liste mit Rollen, die ihm zur Verfügung stehen, und fordert eine Zuweisung zur Rolle „Krankenschwester“ an.
Amelia (eine Genehmigerin) erhält eine Benachrichtigung über eine Genehmigungsanforderung per Email (die eine URL enthält). Sie klickt auf den Link, woraufhin ein Genehmigungsformular geöffnet wird, und sie genehmigt die Anforderung.
Arnold (ein Rollenmanager) fordert an, dass Ernest die Rolle „Arzt“ zugewiesen wird. Er wird benachrichtigt, dass ein potenzieller Konflikt zwischen der Rolle „Arzt“ und der Rolle „Krankenschwester“ besteht, die Ernest bereits zugewiesen wurde. Er liefert eine Begründung für eine Ausnahme von der Funktionstrennungsbeschränkung.
Edward (ein Funktionstrennungsgenehmiger) empfängt per Email eine Benachrichtigung über einen Funktionstrennungskonflikt. Er genehmigt Arnolds Anforderung auf Aufhebung der Funktionstrennungsbeschränkung.
Amelia (eine Genehmigerin) erhält per Email eine Benachrichtigung über eine Genehmigungsanforderung für die Rolle „Arzt“. Sie genehmigt Arnolds Anforderung auf Zuweisung von Ernest zur Rolle „Arzt“.
Bill (ein Rollen-Auditor) liest den Bericht zu Verletzungen und Ausnahmen bei der Funktionstrennung und sieht, dass Ernest sowohl der Rolle „Arzt“ als auch „Krankenschwester“ zugewiesen wurde. Darüber hinaus stellt er fest, dass Ernest die mit diesen Rollen verknüpften Ressourcen zugewiesen wurden.
Ernie (ein Endbenutzer) durchsucht eine Liste mit Ressourcen, die ihm zur Verfügung stehen, und fordert Zugriff auf das Siebel*-System an.
Amy (eine Genehmigerin) erhält eine Benachrichtigung über eine Genehmigungsanforderung per Email (die eine URL enthält). Sie klickt auf den Link, woraufhin ein Genehmigungsformular geöffnet wird, und sie genehmigt die Anforderung.
Ernie prüft den Status der von ihm eingereichten Anforderung des Zugriffs auf das Siebel-System (die jetzt zur Genehmigung an eine zweite Person weitergeleitet wurde). Er sieht, dass die Anforderung noch bearbeitet wird.
Amy geht in Urlaub und gibt an, dass sie vorübergehend nicht verfügbar ist. Während ihrer Abwesenheit werden ihr keine neuen Genehmigungsaufgaben zugeteilt.
Amy öffnet ihre Genehmigungsliste, sieht, dass sie vor ihrem Urlaub nicht mehr alle Anforderungen bearbeiten kann, und leitet einige davon an Kollegen weiter.
Pat (ein Verwaltungsassistent, der als Vertreter von Amy agiert) öffnet die Aufgabenliste von Amy und führt eine Genehmigungsaufgabe für sie durch.
Max (ein Vorgesetzter) prüft die Aufgabenlisten von Mitarbeitern seiner Abteilung. Er weiß, dass Amy in Urlaub ist. Daher teilt er Aufgaben anderen Mitarbeitern seiner Abteilung zu.
Max initiiert eine Anforderung für ein Datenbankkonto für einen Mitarbeiter seiner Abteilung, dessen direkter Vorgesetzter er ist.
Max ernennt Dan zum autorisierten Delegierten von Amy.
Dan (jetzt ein delegierter Genehmiger) empfängt Amys Aufgaben, während sie abwesend ist.
Max beschäftigt einen Praktikanten, der nicht in das HR-System eingegeben werden soll. Der Systemadministrator erstellt einen Benutzerdatensatz für den Praktikanten und fordert für ihn die Zugriffsberechtigung für Notes, Active Directory* und Oracle* an.
Maxine (eine Rollenmanagerin) erstellt die Geschäftsrollen „Krankenschwester“ und „Arzt“ sowie die IT-Rollen „Medikament verwalten“ und „Rezept ausstellen“.
Maxine (eine Rollenmanagerin) definiert eine Beziehung zwischen den Rollen „Krankenschwester“ und „Medikament verabreichen“ und gibt an, dass die Rolle „Krankenschwester“ die Rolle „Medikament verabreichen“ enthält. Maxine definiert außerdem eine Beziehung zwischen den Rollen „Rezept ausstellen“ und „Arzt“ und gibt an, dass die Rolle „Arzt“ die Rolle „Rezept ausstellen“ enthält.
Chester (ein Sicherheitsbeauftragter) definiert eine Funktionstrennungsbeschränkung, die angibt, dass ein potenzieller Konflikt zwischen den Rollen „Arzt“ und „Krankenschwester“ besteht. Dies bedeutet, dass für gewöhnlich ein Benutzer nicht gleichzeitig beiden Rollen zugewiesen sein darf. In einigen Fällen kann es vorkommen, dass eine Person, die eine Rollenzuweisung anfordert, diese Beschränkung aufheben möchte. Damit eine Funktionstrennungsausnahme definiert werden kann, muss die Person, die eine Zuweisung anfordert, eine Begründung angeben.
Arnold (ein Rollenmanager) fordert an, dass Ernest die Rolle „Arzt“ zugewiesen wird. Er wird benachrichtigt, dass ein potenzieller Konflikt zwischen der Rolle „Arzt“ und der Rolle „Krankenschwester“ besteht, die Ernest bereits zugewiesen wurde. Er liefert eine Begründung für eine Ausnahme von der Funktionstrennungsbeschränkung.
Philip (ein Konformitätsmoduladministrator) initiiert den Prozess zur Rollenzuweisungsbeglaubigung für die Rolle „Krankenschwester“.
Fiona (eine Beglaubigerin) wird per Email (die eine URL enthält) über die Beglaubigungsaufgabe benachrichtigt. Sie klickt auf den Link, woraufhin ein Beglaubigungsformular angezeigt wird. Sie beantwortet die Beglaubigungsfrage positiv und bestätigt auf diese Weise, dass die Informationen richtig sind.
Philip (ein Konformitätsmoduladministrator) initiiert eine neue Anforderung für einen Prozess zur Benutzerprofilbeglaubigung für die Benutzer in der Gruppe „Personal“.
Jeder Benutzer in der Gruppe „Personal“ wird per Email (die eine URL enthält) über die Beglaubigungsaufgabe benachrichtigt. Jeder Benutzer klickt auf den Link, woraufhin ein Beglaubigungsformular angezeigt wird. Über das Formular kann der Benutzer die Werte bestimmter Attribute des Benutzerprofils überprüfen. Nach der Überprüfung der Angaben beantwortet jeder Benutzer die Beglaubigungsfrage.