18.4 Aufrüsten der OpenText Identity Manager-Engine

Vor dem Aufrüsten der OpenText Identity Manager-Engine muss das Identitätsdepot aufgerüstet werden. Im Rahmen des Aufrüstungsvorgangs für die OpenText Identity Manager-Engine werden die Dateien des Treiberschnittstellenmoduls aktualisiert, die im Dateisystem des Hostcomputers gespeichert sind.

18.4.1 Überprüfen der Linux-RPMs vor der Installation

Gehen Sie zum Überprüfen der RPMs folgendermaßen vor:

  1. Laden Sie die Datei Identity_Manager_4.10.0_Linux.iso von der Seite Software und Lizenz herunter.

  2. Hängen Sie die heruntergeladene .iso-Datei ein.

  3. Navigieren Sie zum folgenden Speicherort für den öffentlichen Schlüssel:

    <ISO-MOUNT-location>/common/license/

    Beispiel: cd /mnt/common/license/

  4. Führen Sie die folgenden Kommandos aus, um die Schlüssel zu importieren:

    rpm --import MicroFocusGPGPackageSign.pub
    rpm --import OT-package-sign.pub
  5. (Optional) Führen Sie das folgende Kommando aus, um die Signatur zu überprüfen:

    rpm --checksig -v <mount-location>/IDVault/setup/<RPM Name>

    Beispiel:

    rpm --checksig -v /mnt/IDVault/setup/novell-NDSbase-*.x86_64.rpm

18.4.2 Upgrade des Identitätsdepots

  1. Laden Sie die Identity_Manager_4.10.0_Linux.iso entsprechend der Anweisung unter Bezugsquellen für OpenText Identity Manager im Überblick und Planungshandbuch zu OpenText™ Identity Manager CE 24.4 (v4.10) herunter.

  2. Hängen Sie die heruntergeladene .iso-Datei ein.

  3. Navigieren Sie im Stammverzeichnis der .iso-Datei zum Verzeichnis IDVault/setup.

  4. Führen Sie folgendes Kommando aus:

    ./nds-install

  5. iManager wird künftig nicht mehr unterstützt. Geben Sie daher Ihre Antwort auf die folgende Warnmeldung ein:

    Diese Version der eDirectory-Installation wird verschiedene Pakete aufrüsten, die für eDirectory und iManager erforderlich sind. Die aktualisierten Pakete könnten sich auf iManager auswirken, wenn er auf demselben Server ausgeführt wird. Möchten Sie die Installation/Aufrüstung fortsetzen? (j/n)

    1. (Optional) Wenn ja, fahren Sie mit Schritt 6 fort.

    2. (Optional) Wenn nein, wird die Aktualisierung beendet.

  6. Akzeptieren Sie die Lizenzvereinbarung und setzen Sie die Installation fort.

  7. Geben Sie den adminDN an. Beispiel: cn=admin.ou=sa.o=system.

  8. Wenn Sie aufgefordert werden, die OpenText eDirectory-Instanzen anzuhalten und NICI aufzurüsten, geben Sie j an.

  9. Geben Sie an, ob Enhanced Background Authentication konfiguriert werden soll.

HINWEIS:Führen Sie das ndsconfig-Upgrade nachnds-install aus, wenn das DIB-Upgrade nicht erfolgreich durchgeführt wird und Sie das Kommando nds-install dazu auffordert. Wenn die OpenText eDirectory-Services nach einem Upgrade nicht gestartet werden, führen Sie das Upgrade-Kommando ndsconfig aus. Weitere Informationen hierzu finden Sie im OpenText eDirectory-Installationshandbuch.

18.4.3 Upgrade der OpenText Identity Manager-Engine

Stellen Sie sicher, dass alle Treiber angehalten wurden. Weitere Informationen finden Sie unter Anhalten der Treiber.

Führen Sie das Upgrade der OpenText Identity Manager-Engine wie folgt aus:

  1. Laden Sie die Datei Identity_Manager_4.10.0_Linux.iso von der Software-Downloads-Website herunter.

  2. Hängen Sie die heruntergeladene .iso-Datei ein.

  3. Führen Sie folgendes Kommando aus:

    ./install.sh

  4. Lesen Sie die Lizenzvereinbarung.

  5. Akzeptieren Sie die Lizenzvereinbarung mit j.

  6. Geben Sie an, ob die OpenText Identity Manager-Komponenten aufgerüstet werden sollen. Die verfügbaren Optionen lauten j und n.

  7. Wählen Sie die OpenText Identity Manager-Engine aus.

  8. Geben Sie die folgenden Informationen ein:

    Identitätsdepot-Administrator: Geben Sie den Namen des Identitätsdepot-Administrators an.

    Identitätsdepot-Administratorpasswort: Geben Sie das Passwort des Identitätsdepot-Administrators an.

Während des Engine-Upgrades werden einige der bestehenden MapDB-Cache-Dateien (dx*) im DIB-Verzeichnis des Identitätsdepots beibehalten. Sie müssen diese Dateien nach dem Upgrade des Treibers mit MapDB manuell entfernen. Weitere Informationen finden Sie unter Arbeiten mit MapDB 3.0.9.

Arbeiten mit MapDB 3.0.9

OpenText Identity Manager unterstützt MapDB 3.0.9. Neben der OpenText Identity Manager-Engine wird MapDB auch von einigen Treibern wie Office365 und Azure Active Directory verwendet.

Wenn Sie einige dieser Treiber verwenden, müssen Sie vor dem Upgrade der Treiber folgende Abschnitte lesen:

Erläuterungen zur Unterstützung der Treiberversionen durch die OpenText Identity Manager 4.10-Engine

Lesen Sie die folgenden Überlegungen, bevor Sie einen OpenText Identity Manager-Treiber aufrüsten, der MapDB verwendet:

  • Die im Lieferumfang von OpenText Identity Manager 4.10 enthaltenen Treiber sind kompatibel mit der Engine oder dem Remote Loader von OpenText Identity Manager 4.10. Sie müssen die Schritte für das Upgrade der Treiber ausführen, die im jeweiligen Implementierungshandbuch der Treiber genannt sind.

(Optional) Manuelles Entfernen der MapDB-Cache-Dateien

Beim Upgrade der OpenText Identity Manager-Engine werden einige der bestehenden MapDB-Cache-Dateien (dx*) im bestehenden DIB-Verzeichnis des Identitätsdepots (/var/opt/novell/eDirectory/data/dib) beibehalten. Nach dem Upgrade des Treibers müssen Sie die vorhandenen MapDB-Cache-Dateien für den Treiber manuell entfernen. Durch diese Aktion wird sichergestellt, dass Ihr Treiber mit der OpenText Identity Manager 4.10-Engine korrekt funktioniert.

In der folgenden Tabelle sind die MapDB-Cache-Dateien aufgelistet, die entfernt werden müssen:

OpenText Identity Manager-Treiber

Zu entfernende MapDB-Status-Cache-Datei

Datenerfassungsdienste

DCSDriver_<Treiberinstanz-GUID>-*

<Treiberinstanz-GUID>-*

JDBC

jdbc_<Treiberinstanz-GUID>_*

LDAP

ldap_<Treiberinstanz-GUID>*

Verwaltetes System – Gateway

MSGW-<Treiberinstanz-GUID>.*

Office 365 und Azure Active Directory

<Name des Azure-Treibers>_obj.db.*

Salesforce

<Name des Salesforce-Treibers>.*

<Name des Salesforce-Treibers>

wobei * die Version der MapDB-Status-Cache-Datei bezeichnet. Alle MapDB-Status-Cache-Dateien, die die oben genannten Namen enthalten, müssen unabhängig von den Versionen entfernt werden. Im Fall eines Salesforce-Treibers sind die MapDB-Status-Cache-Dateien ebenfalls im Treibernamen angegeben. Nachfolgend sehen Sie einige Beispiele zu diesen Dateien.

  • DCSDriver_<Treiberinstanz-GUID>-0.t, <Treiberinstanz-GUID>-1.p

  • jdbc_<Treiberinstanz-GUID>_0.t, jdbc_<Treiberinstanz-GUID>_0, jdbc_<Treiberinstanz-GUID>_1

  • ldap_<Treiberinstanz-GUID>b, ldap_<Treiberinstanz-GUID>b.p

  • MSGW-<Treiberinstanz-GUID>.p, MSGW-<Treiberinstanz-GUID>.t

  • <Name des Azure-Treibers>_obj.db.t, <Name des Azure-Treibers>_obj.db.p

  • <Name des Salesforce-Treibers>.p, <Name des Salesforce-Treibers>.t, Salesforce driver1

18.4.4 Upgrade der OpenText Identity Manager-Engine als Nicht-Root-Benutzer

Führen Sie diese Aktion nur durch, wenn Sie die OpenText Identity Manager-Engine als Nicht-Root-Benutzer installiert haben.

  1. Laden Sie die Datei Identity_Manager_4.10.0_Linux.iso von der Seite Software und Lizenz herunter.

  2. Hängen Sie die heruntergeladene .iso-Datei ein.

  3. Führen Sie folgendes Kommando aus:

    ./install.sh

  4. Wählen Sie OpenText Identity Manager-Engine aus und drücken Sie die Eingabetaste.

  5. Geben Sie den Nicht-Root-Installationsort für die OpenText Identity Manager-Engine an. Beispiel: /home/user/eDirectory/.

  6. Geben Sie j an, um das Upgrade abzuschließen.

18.4.5 Aufrüstung von Remote Loader

Wenn Sie den Remote Loader ausführen, müssen die Remote Loader-Dateien aufgerüstet werden.

  1. Erstellen Sie eine Sicherung der Remote Loader-Konfigurationsdateien.

  2. Stellen Sie sicher, dass alle Treiber angehalten wurden. Weitere Informationen finden Sie unter Anhalten der Treiber.

  3. Halten Sie den Remote Loader-Service bzw. den Daemon für jeden Treiber an.

    rdxml -config Pfad_zur_Konfigurationsdatei -u

  4. Laden Sie die Datei Identity_Manager_4.10.0_Linux.iso von der OpenText-Downloads-Website herunter.

  5. Hängen Sie die heruntergeladene .iso-Datei ein.

  6. Führen Sie folgendes Kommando aus:

    ./install.sh

  7. Lesen Sie die Lizenzvereinbarung.

  8. Akzeptieren Sie die Lizenzvereinbarung mit j.

  9. Geben Sie an, ob die OpenText Identity Manager-Komponenten aufgerüstet werden sollen. Die verfügbaren Optionen lauten j und n.

  10. Wählen Sie den Remote Loader aus.

  11. Stellen Sie nach Abschluss der Installation sicher, dass Ihre Konfigurationsdateien die Informationen Ihrer Umgebung enthalten.

  12. (Bedingt) Falls ein Problem mit der Konfigurationsdatei auftritt, kopieren Sie die Sicherungsdatei, die Sie in Schritt 1 erstellt haben. Fahren Sie andernfalls mit dem nächsten Schritt fort.

  13. Starten Sie den Remote Loader-Service bzw. den Daemon für jeden Treiber.

    rdxml -config Pfad_zu_Konfigurationsdatei

WICHTIG:Wenn Ihr Treiber MapDB verwendet, müssen Sie die bestehenden MapDB-Status-Cache-Dateien für den Treiber nach dem Upgrade des Treibers manuell entfernen. Dies ist erforderlich, weil beim Upgrade der OpenText Identity Manager-Engine nicht alle dieser Dateien aus dem DIB-Verzeichnis des Identitätsdepots entfernt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Arbeiten mit MapDB 3.0.9.

18.4.6 Upgrade des Java Remote Loader

  1. Erstellen Sie eine Sicherung der Java Remote Loader-Konfigurationsdateien.

  2. Stellen Sie sicher, dass alle Treiber angehalten wurden. Weitere Informationen finden Sie unter Anhalten der Treiber.

  3. Halten Sie den Remote Loader-Service bzw. den Daemon für jeden Treiber an.

    dirxml_jremote -config Pfad_zur_Konfigurationsdatei -u

  4. Laden Sie die Datei Identity_Manager_4.10.0_Linux.iso von der OpenText-Downloads-Website herunter.

  5. Stellen Sie die heruntergeladene .iso-Datei bereit.

  6. Navigieren Sie zum Verzeichnis /IDM/packages/java_remoteloader.

  7. Kopieren und ersetzen Sie die Datei dirxml_jremote_dev.tar.gz im bestehenden Verzeichnis, in dem Remote Loader installiert ist.

  8. Entsprechend der in der bestehenden Einrichtung vorhandenen Datei müssen Sie eine der folgenden Dateien im bestehenden Verzeichnis, in dem Java Remote Loader installiert ist, kopieren und ersetzen:

    • dirxml_jremote.tar.gz

    • dirxml_jremote_mvs.tar

  9. Extrahieren Sie die Dateien, die Sie in Schritt 7 und 8 kopiert haben.

    Zum Beispiel tar -zxvf dirxml_jremote.tar.gz

  10. (Bedingt) Falls ein Problem mit der Konfigurationsdatei auftritt, kopieren Sie die Sicherungsdatei, die Sie in Schritt 1 erstellt haben. Fahren Sie andernfalls mit dem nächsten Schritt fort.

    HINWEIS:Vergewissern Sie sich anhand der Datei version.txt, dass Sie die neueste Version von Java Remote Loader installiert haben.

  11. Starten Sie den Remote Loader-Service bzw. den Daemon für jeden Treiber.

    dirxml_jremote -config Pfad_zu_Konfigurationsdatei