Integrierte Richtlinien werden bei der Installation des Verwaltungsservers implementiert. Bei der Arbeit mit diesen Richtlinien sind Sie möglicherweise mit den folgenden Begriffen konfrontiert:
Legt die Objekte oder Eigenschaften fest, auf die DRA die Richtlinie anwendet. Bestimmte Richtlinien ermöglichen Ihnen beispielsweise das Anwenden einer Richtlinie auf bestimmte Hilfsadministratoren in bestimmten Aktivansichten. Bei anderen Richtlinien können Sie aus verschiedenen Objektklassen auswählen, wie Benutzerkonten oder Gruppen.
Erzwingen Richtlinienregeln auf allen Objekten der spezifizierten Klasse oder des spezifizierten Typs in den verwalteten Domänen. Bei globalen Richtlinien können Sie den Richtlinienumfang der Objekte, auf die die Richtlinie angewendet wird, nicht eingrenzen.
Legt fest, ob die Richtlinie in Verbindung mit anderen Richtlinien oder eigenständig angewendet wird. Um eine Richtlinienbeziehung zu erstellen, definieren Sie zwei oder mehr Regeln, die auf die gleiche Aktion angewendet werden, und wählen Sie die Option „Mitglied einer Richtliniengruppe“. Wenn die Vorgangsparameter oder Eigenschaften mit einer der Regeln übereinstimmen, ist der Vorgang erfolgreich.
Themen zu integrierten Richtlinien:
Integrierte Richtlinien stellen Geschäftsregeln zur Bewältigung allgemeiner Aspekte in Bezug auf die Gewährleistung der Sicherheit und der Datenintegrität bereit. Diese Richtlinien sind Bestandteil des standardmäßigen Sicherheitsmodells und ermöglichen die Integration der DRA-Sicherheitsfunktionen in die vorhandene Unternehmenskonfiguration.
DRA bietet zwei Möglichkeiten zum Erzwingen von Richtlinien. Sie können benutzerdefinierte Richtlinien erstellen oder aus verschiedenen integrierten Richtlinien wählen. Die integrierten Richtlinien ermöglichen ein einfaches Anwenden von Richtlinien, ohne dass benutzerdefinierte Skripte entwickelt werden müssen. Wenn Sie eine benutzerdefinierte Richtlinie müssen, können Sie eine vorhandene integrierte Richtlinie verwenden und an Ihre Anforderungen anpassen. Für die meisten Richtlinien können Sie den Fehlermeldungstext ändern, die Richtlinie umbenennen, eine Beschreibung hinzufügen und festlegen, wie die Richtlinie angewendet werden soll.
Bei der Installation von DRA werden mehrere integrierte Richtlinien aktiviert. Die folgenden Richtlinien werden standardmäßig implementiert. Wenn Sie diese Richtlinien nicht erzwingen möchten, können Sie sie deaktivieren oder löschen.
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Richtlinienname |
Standardwert |
Beschreibung |
|---|---|---|
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$ComputerNameLengthPolicy |
64 15 (vor Windows 2000) |
Begrenzt die Anzahl der Zeichen im Computernamen bzw. im Computernamen vor Windows 2000 |
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$GroupNameLengthPolicy |
64 20 (vor Windows 2000) |
Begrenzt die Anzahl der Zeichen im Gruppennamen bzw. im Gruppennamen vor Windows 2000 |
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$GroupSizePolicy |
5.000 |
Begrenzt die Anzahl der Mitglieder in einer Gruppe |
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$NameUniquenessPolicy |
Keine |
Stellt sicher, dass Namen vor Windows 2000 und Eigennamen (CN) in allen verwalteten Domänen eindeutig sind |
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$SpecialGroupsPolicy |
Keine |
Verhindert die nicht überprüfte Eskalation von Befugnissen in der Umgebung |
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$UCPowerConflictPolicy |
Keine |
Verhindert die Eskalation von Befugnissen, indem festgelegt wird, dass sich die Befugnis zum Klonen von Benutzern und die Befugnis zum Erstellen von Benutzern gegenseitig ausschließen |
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$UPNUniquenessPolicy |
Keine |
Gewährleistet, dass die UPN-Namen in allen verwalteten Domänen eindeutig sind |
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$UserNameLengthPolicy |
64 20 (Anmeldenamen älterer Systeme) |
Beschränkt die Anzahl der Zeichen für den Benutzeranmeldenamen bzw. Benutzeranmeldenamen älterer Systeme |
DRA stellt mehrere Richtlinien bereit, die Sie für ihr Sicherheitsmodell anpassen können.
HINWEIS:Sie können eine Richtlinie erstellen, die einen Eintrag für eine Eigenschaft erfordert, die über die DRA-Benutzeroberflächen zurzeit nicht verfügbar ist. Wenn die Richtlinie einen Eintrag erfordert und die Benutzeroberfläche kein Feld zur Eingabe des Werts bereitstellt, beispielsweise ein Abteilungsfeld für ein neues Benutzerkonto, können Sie das Objekt nicht erstellen oder verwalten. Um dieses Problem zu verhindern, konfigurieren Sie Richtlinien, die nur Eigenschaften erfordern, auf die über die Benutzeroberfläche zugegriffen werden kann.
Sie können ein Skript oder ein ausführbares Programm mit einem DRA- oder Exchange-Vorgang verknüpfen. Mit benutzerdefinierten Richtlinien können Sie beliebige Vorgänge bestätigen.
Sie können global eine Höchstlänge für Namen von Benutzerkonten, Gruppen, organisatorischen Einheiten, Kontakten oder Computern erzwingen.
Die Richtlinie überprüft den Namencontainer (Eigenname oder cn für „Common Name“) und den Namen aus Systemen vor Windows 2000 (Benutzeranmeldenamen).
Sie können global einen Grenzwert für die Anzahl der Mitglieder in einer Gruppe erzwingen.
Diese Richtlinie gewährleistet, dass Namen vor Windows 2000 in allen verwalteten Domänen eindeutig sind. In Microsoft Windows-Domänen müssen Namen vor Windows 2000 innerhalb einer Domäne eindeutig sein. Diese globale Richtlinie erzwingt diese Regel in allen verwalteten Domänen.
Diese Richtlinie gewährleistet, dass Benutzerprinzipalnamen (UPN) in allen verwalteten Domänen eindeutig sind. In Microsoft Windows-Domänen müssen Benutzerprinzipalnamen innerhalb einer Domäne eindeutig sein. Diese Richtlinie erzwingt diese Regel in allen verwalteten Domänen. Weil dies eine globale Richtlinie ist, stellt DRA den Richtliniennamen, die Richtlinienbeschreibung und die Richtlinienbeziehung bereit.
Diese Richtlinie verhindert, dass der Benutzer Mitglieder einer Administratorgruppe verwaltet, sofern er nicht selbst Mitglied dieser Administratorgruppe ist. Diese globale Richtlinie ist standardmäßig aktiviert.
Wenn Sie Aktionen für Mitglieder der Administratorgruppe einschränken, sind im Assistenten zum Erstellen von Richtlinien keine weiteren Informationen erforderlich. Sie können eine benutzerdefinierte Fehlermeldung angeben. Weil dies eine globale Richtlinie ist, stellt DRA den Richtliniennamen, die Richtlinienbeschreibung und die Richtlinienbeziehung bereit.
Diese Richtlinie verhindert eine mögliche Eskalation von Befugnissen. Wenn diese Richtlinie aktiviert ist, können Sie entweder Benutzerkonten erstellen oder Benutzerkonten klonen. Sie können jedoch nicht gleichzeitig über beide Befugnisse verfügen. Diese globale Richtlinie gewährleistet, dass Sie keine Benutzerkonten in der gleichen ActiveView erstellen und klonen können.
Die Richtlinie erfordert keine zusätzlichen Informationen.
Sie können Benennungskonventionen festlegen, die für bestimmte Hilfsadministratoren, Aktivansichten und Objektklassen wie Benutzerkonten oder Gruppen gelten.
Sie können auch die genauen Namen angeben, die von dieser Richtlinie überwacht werden.
Sie können eine Richtlinie erstellen, die eine beliebige Eigenschaft einer organisatorischen Einheit oder eines Kontoobjekts überprüft. Sie können hierzu einen Standardwert, eine Eigenschaftsformatmaske und gültige Werte bzw. Bereiche angeben.
Verwenden Sie diese Richtlinie, um die Datenintegrität zu erzwingen, indem Sie bestimmte Eingabefelder beim Erstellen, Klonen oder Ändern der Eigenschaften bestimmter Objekte überprüfen. Diese Richtlinie bietet eine herausragende Flexibilität und Leistungsfähigkeit für das Bestätigen von Eingaben, Angeben von Standardeinträgen und Begrenzen der Eingabeauswahl für verschiedene Eigenschaftenfelder. Mit dieser Richtlinie können Sie die Richtigkeit einer Eingabe erzwingen, bevor eine Aufgabe abgeschlossen wird, und so die Datenintegrität in den verwalteten Domänen erhalten.
Nehmen Sie beispielsweise an, dass Sie drei Abteilungen haben: Fertigung, Vertrieb und Verwaltung. Sie können die Einträge, die DRA akzeptiert, auf diese drei Werte beschränken. Sie können diese Richtlinie auch dazu verwenden, das richtige Telefonnummernformat zu erzwingen, einen gültigen Wertebereich bereitzustellen oder eine Eingabe in einem Email-Adressfeld zu erzwingen. Um mehrere Formatmasken für eine Telefonnummer anzugeben, zum Beispiel (123)456 7890 und 456 7890, definieren Sie die Eigenschaftsformatmaske als (###)### ####,### ####.
Sie können eine Richtlinie erstellen, um Office 365-Lizenzen basierend auf der Mitgliedschaft in einer Active Directory-Gruppe zuzuweisen. Diese Richtlinie erzwingt außerdem das Entfernen der Office 365-Lizenz, wenn ein Mitglied aus der entsprechenden Active Directory-Gruppe entfernt wird.
Wenn ein Benutzer, der nicht mit der Cloud synchronisiert ist, zur Active Directory-Gruppe hinzugefügt wird, wird der Benutzer synchronisiert, bevor ihm eine Office 365-Lizenz zugewiesen wird.
Während der Erstellung der Richtlinie können Sie bestimmte Eigenschaften und Einstellungen festlegen, wie den Namen der Richtlinie und den Text der Fehlermeldung, der angezeigt wird, wenn ein Hilfsadministrator versucht, eine Aktion auszuführen, die diese Richtlinie verletzt.
Die Einstellung Ensure only licenses assigned by DRA policies are enabled on accounts. All other licenses will be removed. (Sicherstellen, dass nur Lizenzen, die durch DRA-Richtlinien zugewiesen werden, für die Konten aktiviert sind. Alle anderen Lizenzen werden entfernt.) ist auf der Seite „Tenant Properties“ (Mandanteneigenschaften) enthalten, die pro Mandant konfiguriert werden kann. Diese Einstellung wird für DRA Office 365-Lizenzrichtlinien zur Konfiguration der Erzwingung von Lizenzzuweisungen verwendet:
Wenn diese Einstellung aktiviert ist, stellt die DRA-Lizenzerzwingung sicher, dass nur Lizenzen, die über DRA-Richtlinien zugewiesen werden, für die Konten bereitgestellt werden (außerhalb von DRA zugewiesene Lizenzen werden von den Konten, die der Lizenzrichtlinien zugewiesen sind, entfernt). Wenn diese Einstellung deaktiviert ist (Standardeinstellung), stellt die DRA-Lizenzerzwingung nur sicher, dass die spezifischen Lizenzen, die Sie in die Office 365-Richtlinien eingeschlossen haben, für die Konten bereitgestellt werden (wenn die Zuweisung eines Kontos zu einer Lizenzrichtlinie aufgehoben wird, wird nur die Bereitstellung der durch diese Richtlinie zugewiesenen Lizenzen aufgehoben).
Integrierte Richtlinien sind Bestandteil des standardmäßigen Sicherheitsmodells. Sie können diese Richtlinien zum Erzwingen des aktuellen Sicherheitsmodells verwenden oder sie an Ihre besonderen Anforderungen anpassen. Sie können den Namen, die Regeleinstellungen, den Umfang, die Richtlinienbeziehung und die Fehlermeldung verschiedener integrierter Richtlinien ändern. Sie können jede integrierte Richtlinie aktivieren oder deaktivieren.
Außerdem können Sie ganz einfach neue Richtlinien erstellen.