5.5 Planen von Partitionen für die Datenspeicherung

Bei der Installation von Sentinel muss die Datenträgerpartition für den lokalen Speicher am Sentinel-Installationsstandort eingehängt werden. Standardmäßig ist dies das Verzeichnis /var/opt/novell.

Die gesamte Verzeichnisstruktur unter dem Verzeichnis /var/opt/novell/sentinel muss sich in einer einzigen Datenträgerpartition befinden, um eine richtige Berechnung der Datenträgerauslastung zu gewährleisten. Andernfalls werden Ereignisdaten möglicherweise vorzeitig durch die automatische Datenverwaltung gelöscht. Weitere Informationen zur Sentinel-Verzeichnisstruktur finden Sie unter Abschnitt 15.0, Sentinel-Verzeichnisstruktur.

Es empfiehlt sich, dieses Datenverzeichnis in einer anderen Datenträgerpartition anzulegen als die Partition, in der die ausführbaren Dateien, die Konfigurations- und die Betriebssystemdateien gespeichert sind. Das separate Speichern von Variablendaten bietet den Vorteil einer einfacheren Sicherung von Dateisätzen, einer einfacheren Wiederherstellung im Falle einer Beschädigung und einer besseren Stabilität, falls die Datenträgerpartition aufgefüllt ist. Außerdem verbessert es die allgemeine Leistung in Systemen, in denen kleinere Dateisysteme effizienter sind. Weitere Informationen finden Sie unter Festplattenpartitionierung.

5.5.1 Partitionen in herkömmlichen Installationen

In herkömmlichen Partitionen können Sie das Layout der Datenträgerpartition des Betriebssystems vor der Installation von Sentinel bearbeiten. Der Administrator muss hierzu die gewünschten Partitionen erstellen und in den entsprechenden Verzeichnissen einhängen. Beachten Sie hierzu die in Abschnitt 15.0, Sentinel-Verzeichnisstruktur detailliert dargestellte Verzeichnisstruktur. Beim Ausführen des Installationsprogramms wird Sentinel in die vorerstellten Verzeichnisse installiert. Die sich daraus ergebende Installation erstreckt sich über mehrere Partitionen.

HINWEIS:

  • Beim Ausführen des Installationsprogramms können Sie mit der Option --location einen anderen Standort der obersten Ebene als die Standardverzeichnisse zum Speichern der Datei angeben. Der Wert, den Sie an die Option --location weiterreichen, wird den Verzeichnispfaden vorangestellt. Wenn Sie beispielsweise --location=/foo angeben, ist das Datenverzeichnis /foo/var/opt/novell/sentinel/data und das Konfigurationsverzeichnis /foo/etc/opt/novell/sentinel/config.

  • Verwenden Sie keine Dateisystemverknüpfungen (zum Beispiel Softlinks) für die Option --location.

5.5.2 Partitionen in einer Appliance-Installation

Mit dem DVD-ISO-Appliance-Format könne Sie die Partitionierung des Appliance-Dateisystems während der Installation konfigurieren. Sie können beispielsweise eine separate Partition für den Mountpunkt von /var/opt/novell/sentinel erstellen, um alle Daten in einer separaten Partition zu speichern. Für andere Appliance-Formate kann die Partitionierung erst nach der Installation konfiguriert werden. Mit dem SuSE Yast-Systemkonfigurationswerkzeug können Sie Partitionen hinzufügen und ein Verzeichnis zur neuen Partition hinzufügen. Weitere Informationen zum Erstellen von Partitionen nach der Installation finden Sie unter Abschnitt 12.4.2, Erstellen von Partitionen.