8.3 Erhöhen der Leistung des Identitätsdepots

eDirectory, die zugrunde liegende Infrastruktur des Identitätsdepots, ist eher eine E/A-intensive als eine prozessorintensive Anwendung. Zwei Faktoren steigern die Leistung des Identitätsdepots: ein größerer Cache-Speicher und schnellere Prozessoren. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollten Sie so viele Teile des DIB-Satzes (Directory Information Base, Verzeichnisinformationsdatenbank), wie es die Hardware erlaubt, im Cache-Speicher ablegen.

eDirectory lässt sich schon auf einem einzelnen Prozessor gut skalieren; unter Umständen sollten Sie jedoch den Einsatz mehrerer Prozessoren erwägen. Eine höhere Prozessoranzahl erhöht die Leistung in Bereichen wie die Benutzeranmeldung. Auch die Verwendung mehrerer aktiver Threads auf mehreren Prozessoren trägt zur Leistungssteigerung bei.

Die nachfolgende Tabelle zeigt allgemeine Anhaltspunkte für die Servereinstellungen, die auf der erwarteten Anzahl der Objekte in eDirectory beruhen.

Objekte

Arbeitsspeicher

Festplatte

100.000

mindestens 2 GB (Linux)

384 MB (Windows)

300 MB (Linux)

144 MB (Windows)

1 Millionen

4 GB (Linux)

4 GB (Windows)

1,5 GB

10 Millionen

mindestens 4 GB (Linux)

mindestens 2 GB (Windows)

15 GB

Eine Basis-Installation von eDirectory mit dem Standardschema erfordert zum Beispiel ungefähr 74 MB Festplattenpeicher pro 50.000 Benutzer. Wenn Sie jedoch einen neuen Satz von Attributen hinzufügen oder alle vorhandenen Attribute komplett ausfüllen, steigt die Objektgröße. Dies wirkt sich auf den erforderlichen Festplattenspeicher, Prozessor und Arbeitsspeicher aus. Die Anforderungen an die Prozessoren sind zudem abhängig von den verfügbaren zusätzlichen Diensten auf dem Computer und der Anzahl der Beglaubigungen und Lese- und Schreibvorgänge, die der Computer verarbeitet. Prozesse wie die Verschlüsselung und die Indizierung können prozessorintensiv sein.