1.2 Erläuterungen zur integrierten Installation

Im Rahmen der integrierten Installation werden intern die Installationsprogramme für die verschiedenen Identity Manager-Komponenten ausgeführt. Das Installationsprogramm bietet Standardwerte für die häufigsten Einstellungen in einer Einzelserverumgebung. Diese Einstellungen werden in typischen Installationen verwendet. NetIQ empfiehlt Ihnen, diese Einstellungen für Ihre Installation beizubehalten. Wenn Sie die Identity Manager-Komponenten in einer dezentralen Umgebung installieren, führen Sie das integrierte Installationsprogramm jeweils auf den einzelnen Computern aus und geben Sie an, welche Komponenten installiert werden sollen.

Zu Beginn des Installationsvorgangs können Sie ein Passwort festlegen, das auf alle Passwortparameter für die installierten Komponenten angewendet wird. Die installierten Komponenten werden anhand von Standardeinstellungen konfiguriert. Sie können die Standardeinstellungen direkt während des Installationsvorgangs bearbeiten oder auch nachträglich noch Änderungen vornehmen. Beim Starten des Vorgangs können Sie beispielsweise ein Passwort angeben, das für alle Passwortwerte herangezogen werden soll.

HINWEIS:Eine vorhandene Installation kann nicht mit dem integrierten Installationsvorgang aufgerüstet werden.

In den nachfolgenden Abschnitten finden Sie die Komponenten, die sich mit diesem Vorgang installieren lassen, und ihre jeweiligen Standardeinstellungen.

1.2.1 Identity Manager Server

Mit dieser Option werden die folgenden Identity Manager-Komponenten installiert:

  • Identitätsdepot

  • Identity Manager-Engine

  • iManager-Plugins

  • Identity Manager-Treiber

  • Remote Loader

  • Fan-out-Agent

    HINWEIS:Gilt nur für den JDBC Fan-out-Treiber. Wird diese Option ausgewählt, installiert das Installationsprogramm den Fan-out-Agenten für den JDBC Fan-out-Treiber. Der JDBC Fan-out-Treiber erstellt mit dem Fan-out-Agenten mehrere JDBC Fan-out-Treiberinstanzen. Der Fan-out-Agent lädt die JDBC-Treiberinstanzen basierend auf der Konfiguration der Verbindungsobjekte im Fan-out-Treiber. Weitere Informationen finden Sie im NetIQ Identity Manager Driver for JDBC Fan-Out Implementation Guide (Implementierungshandbuch zu NetIQ Identity Manager-Treiber für JDBC Fan-out).

Das Administratorkonto für das Identitätsdepot lautet standardmäßig Admin. Diesen Wert können Sie bei Bedarf beim Konfigurieren der Komponenten ändern. Der Installationsvorgang legt automatisch die Baumstruktur für das Identitätsdepot an. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 1.3, Erläuterungen zur standardmäßigen Identitätsdepot-Struktur.

1.2.2 Identitätsanwendungen

Mit dieser Option werden die folgenden Identity Manager-Komponenten und die zugehörige unterstützende Software installiert:

  • Katalogadministrator

  • Startseite und Bereitstellungs-Dashboard

  • Rollenbasiertes Bereitstellungsmodul (RBPM)

  • Rollen- und Ressourcenservice-Treiber

  • Benutzeranwendung

  • Benutzeranwendungstreiber

  • One SSO Provider (OSP)

  • PostgreSQL

  • Zurücksetzen von Passwörtern per Selbstbedienung

  • Tomcat

HINWEIS:Wenn Sie das RBPM im GUI- oder Automatikmodus installieren, müssen auch die Optionen für die Identitätsberichterstellung und für Sentinel Log Management für IGA aktiviert werden.

Der Installationsvorgang umfasst eine Oracle-JRE sowie Open-Source-Versionen von Apache Tomcat Web Server, Apache ActiveMQ und PostgreSQL-Datenbankserver als Grundlage für Identity Manager. Hierbei können Sie diese Komponenten installieren, ohne sie einzeln herunterladen zu müssen. NetIQ bietet allerdings keinen Enterprise-Support für diese Komponenten.

NetIQ empfiehlt, einen Enterprise-Anwendungsserver für Staging- und Produktionsumgebungen zu nutzen und Entwicklungsumgebungen mithilfe dieses Schnellinstallationsprogramms zu erstellen. NetIQ bietet keine Unterstützung und keine Aktualisierungen für diese Komponenten, außerdem keine Administration, keine Konfiguration und keine Leistungssteigerung. Wenn Sie Hilfe benötigen, wenden Sie sich an den Drittanbieter der Komponente.

Der Installationsvorgang erstellt die folgenden Konten und die folgende Datenbank:

Standardelement

Beschreibung

idmuserappdb

Datenbank für die Identitätsanwendungen

idmadmin

Administratorkonto für die Datenbank idmuserappdb

uaadmin

Administratorkonto für die Benutzeranwendung

Der Installationsvorgang erstellt und konfiguriert außerdem den Benutzeranwendungstreiber sowie den Rollen- und den Ressourcenservice-Treiber. Anweisungen zum Konfigurieren weiterer Treiber finden Sie auf der Website der Identity Manager-Treiberdokumentation.

Weitere Informationen zu den Identitätsanwendungen finden Sie unter Erläuterungen zu den Komponenten für die Verwaltung der Benutzerbereitstellung und Installieren der Identitätsanwendungen im Einrichtungshandbuch zu NetIQ Identity Manager.

1.2.3 Identitätsberichterstellung

Mit dieser Option werden die folgenden Identity Manager-Komponenten installiert:

  • Identitätsberichterstellungsmodul

  • Treiber „Verwaltetes System – Gateway“ (MSGW-Treiber)

  • Treiber für den Datenerfassungsdienst (DCS-Treiber)

Die Identitätsberichterstellung kann nur mit einem einzigen Event Auditing Service (EAS) kommunizieren, auch wenn mehrere Ereignisrevisionssysteme vorliegen. Zum Protokollieren der Ereignisse benötigt die Identitätsberichterstellung die SIEM-Datenbank, die zusammen mit Sentinel installiert wird.

Weitere Informationen zur Berichterstellung finden Sie unter Berichterstellung und Installieren der Identitätsberichterstellung im Einrichtungshandbuch zu NetIQ Identity Manager.

1.2.4 Sentinel for Log Management für Identity Governance and Administration

Diese Option installiert Sentinel Log Management für IGA auf der neuen PostgreSQL-Datenbank.

WICHTIG:Unter Linux hat NetIQ die Einschränkung festgelegt, dass Sentinel Log Management für IGA und die Identitätsberichterstellung auf demselben Computer installiert werden müssen, wenn die Installation mit dem integrierten Installationsprogramm erfolgt. Wenn Sie diese Komponenten mit den einzelnen Komponenten-Installationsprogrammen installieren, können Sie sie auf demselben Computer oder in einer dezentralen Umgebung installieren.

Mit Sentinel Log Management für IGA können Sie diese Ereignisse abrufen und damit interagieren. Einige der möglichen Aktionen:

  • Konfigurieren der Datensammlung für Ereignisquellen wie syslog, Revision etc.

  • Anzeigen von Ereignissen in Echtzeit

  • Zuordnen von Ereignisdaten

  • Ereignisweiterleitung

Weitere Informationen zu Sentinel Log Management für IGA finden Sie unter Installieren und Verwalten von Sentinel Log Management for Identity Governance and Administration im Einrichtungshandbuch zu NetIQ Identity Manager.

1.2.5 iManager

Mit dieser Option werden iManager und der zugehörige Arbeitsstations-Client installiert. Während der Konfiguration können Sie die Standardports für die Kommunikation in iManager ändern. Weitere Informationen zu iManager finden Sie unter iManager und Installieren von iManager im Einrichtungshandbuch zu NetIQ Identity Manager.

1.2.6 Designer

Mit dieser Option wird Designer auf dem lokalen Computer installiert. Designer umfasst keine benutzerprogrammierbaren Parameter. Weitere Informationen zu Designer finden Sie unter Designer und Planen der Installation von Designer im Einrichtungshandbuch zu NetIQ Identity Manager.

1.2.7 Analyzer

Mit dieser Option wird Analyzer auf dem lokalen Computer installiert. Analyzer umfasst keine benutzerprogrammierbaren Parameter. Weitere Informationen zu Analyzer finden Sie unter Analyzer und Installieren von Analyzer für Identity Manager im Einrichtungshandbuch zu NetIQ Identity Manager.