Erforderlich für alle Installationen
Eine Installation des OpenText Identity Manager Server setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen.
Der OpenText Identity Manager Server führt Aufgaben in OpenText Identity Manager aus. Er umfasst ein Identitätsdepot, die OpenText Identity Manager-Engine und OpenText Identity Manager-Treiber.
Zur Unterstützung der Vorgänge des OpenText Identity Manager Servers installiert das Installationsprogramm eine unterstützte Version der Azul Java-Laufzeitumgebung (Java Runtime Environment, JRE). Installieren Sie die Komponenten des OpenText Identity Manager Servers über die OpenText Identity Manager-Engine-Installationsoption des Installationsprogramms.
Bei der Installation der OpenText Identity Manager-Engine wird eine Verbindung zum Identitätsdepot hergestellt und konfiguriert. OpenText Identity Manager nutzt das Identitätsdepot als das Standard-Repository für alle Identitätsdaten. Die Identitätsdaten enthalten den aktuellen Status der verwalteten Identitäten, einschließlich Benutzerkonto und Organisationsdaten.
Die OpenText Identity Manager-Engine verarbeitet die Datenänderungen, die im Identitätsdepot oder in einer verbundenen Anwendung vorgenommen werden. Der Server, auf dem die OpenText Identity Manager-Engine ausgeführt wird, wird als OpenText Identity Manager-Server bezeichnet.
Der OpenText Identity Manager Server verarbeitet die Bereitstellung der Benutzer und verwaltet verbundene Systemkonten und -gruppen über Treiber. Ein Treiber ist die Softwareschnittstelle zu einem verbundenen System.
Identity Manager-Treiber werden als Teil der OpenText Identity Manager Serverarchitektur ausgeführt. Ein Treiber fungiert als Gateway zu einer nativen Systemtechnologie vom Endpunkttyp. Beispielsweise können Computer, auf denen Active Directory-Services ausgeführt werden, nur verwaltet werden, wenn der Active Directory-Treiber entweder auf dem OpenText Identity Manager Server installiert ist oder auf dem Server der Zielanwendung, mit dem der OpenText Identity Manager Server kommunizieren kann. Treiber verwalten die Objekte, die sich auf dem verbundenen System befinden. Verwaltete Objekte sind Konten, Gruppen und (optional) bestimmte Objekte vom Endpunkttyp.
Ein Treiber übersetzt die Aktionen der OpenText Identity Manager-Engine in Änderungen am verbundenen System, wie "Ein neues Email-Konto auf einem verbundenen Microsoft Exchange-System erstellen". Mit jedem in OpenText Identity Manager konfigurierten Treiber ist eine Ereigniscachedatei (TAO-Datei) verknüpft. Ereignisse werden im Cache der TAO-Datei gespeichert, bevor sie vom Treiber verarbeitet werden. Die Cache-Dateien befinden sich standardmäßig im DIB-Verzeichnis (Informationsdatenbank) des Identitätsdepots.
OpenText Identity Manager bietet einige integrierte Treiber (Java, nativ, .NET) für die Verwaltung von Verbindungen mit verschiedenen Typen des verbundenen Systems. Mit OpenText Identity Manager kann auch ein benutzerdefinierter Treiber entwickelt werden, um die Datensynchronisierung mit einer Vielzahl von anderen Systemen zu ermöglichen. Dazu zählen eine selbst entwickelte Anwendung oder ein Repository ohne Technologieschnittstelle, das keine Standardtreiber nutzen kann.
Treiber können lokal am OpenText Identity Manager Server oder mit einem Remote Loader installiert werden. Ein Remote Loader lädt die Treiber, die auf den Remote-Servern installiert sind, und kommuniziert an deren Stelle mit der OpenText Identity Manager-Engine. Wenn die Anwendung auf demselben Server wie die OpenText Identity Manager-Engine ausgeführt wird, können Sie den Treiber auf diesem Server installieren. Wird die Anwendung dagegen nicht auf demselben Server wie die OpenText Identity Manager-Engine ausgeführt, müssen Sie den Treiber auf dem Anwendungsserver installieren. Zur Erleichterung der Auslastung und der Konfiguration der Umgebung können Sie den Remote Loader auf einem separaten Server installieren, also nicht auf demselben Server wie Tomcat und den OpenText Identity Manager-Server. Weitere Informationen zu Remote Loader finden Sie unter Bestimmen, wann Remote Loader verwendet werden soll im Verwaltungshandbuch für OpenText™ Identity Manager CE 24.4 (v4.10)-Treiber.
Installieren Sie den Remote Loader-Service und die Treiberinstanzen im Remote Loader über die Option OpenText Identity Manager Remote Loader-Server.
Der Fan-out-Agent von Identity Manager ist eine Installationskomponente, die vom JDBC(Java Database Connectivity)-Fan-out-Treiber genutzt wird, um mehrere JDBC-Fan-out-Treiberinstanzen zu erstellen. Der Fan-out-Treiber stellt mit minimalem Aufwand für mehrere Datenbanken Benutzer, Gruppen und Passwörter bereit. Der OpenText Identity Manager-Administrator ist dadurch nicht mehr gezwungen, mehrere JDBC-Treiber mit denselben Richtlinien wie für die Bereitstellung mehrerer Datenbanken desselben Typs zu konfigurieren. Sie können Benutzerkonten zentral verwalten und sie gegebenenfalls automatisch erstellen, konfigurieren, pflegen und entfernen lassen. Weitere Informationen finden Sie im NetIQ Identity Manager-Treiber für JDBC-Fan-out – Implementierungshandbuch.
Installieren Sie den Fan-out-Agent über die Installationsoption Identity Manager Fan-out-Agent des Installationsprogramms.
OpenText Identity Console ist eine moderne, webbasierte Administrationskonsole, mit der Sie über das Internet und einen Webbrowser von einem beliebigen Standort aus auf virtuelle, sichere und benutzerdefinierte Weise auf Netzwerkadministrationsprogramme zugreifen können. Das Programm erleichtert die dezentrale Bearbeitung von Administrationsaufgaben. Die OpenText Identity Console ersetzt iManager.
Mit der OpenText Identity Console können Sie ähnliche Funktionen wie mit Designer ausführen und außerdem den Zustand des Systems überwachen. Es empfiehlt sich, die Administration mit der OpenText Identity Console vorzunehmen. Designer eignet sich dagegen für Konfigurationsaufgaben, die Änderungen an Paketen, Modellierung und Tests vor der Bereitstellung erfordern.
Weitere Informationen finden Sie im OpenText Identity Console-Administrationshandbuch.